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Wirke mit!

Was kannst Du als ein Immenfreund schon ausrichten an den großen Herausforderungen, vor denen die Bienen stehen?! Was kannst Du als Immenfreund schon tun, um den Bienen zu helfen?!

Der Wirkungsbereich eines einzelnen Menschen ist in der Regel sehr gering. Meist geht der Wirkungsbereich eines Einzeln nicht über die eigene Person hinaus. Hervorragend - mehr braucht es nicht, um anzufangen!

Sei Du die Veränderung, die Du dir wünschst.

Wenn Du bei Dir anfängst, und viele andere dasselbe machen, dann entsteht ein großes Ganzes - so kannst Du mit wenig Aufwand viel erreichen. Fange bei Dir an, mache es anderen vor. Besser heute als morgen.

Suche Dir aus den folgenden Möglichkeiten welche aus, mit denen Du heute beginnen willst. Du kannst das als Imker oder Nichtimker, als Experte und als Laie. Wie in einem Bienenvolk gibt es für jeden etwas zu tun. Du musst es nur anfangen - greif' zu, wo Du meinst etwas tun zu wollen.

(1) Bring die Landschaft um Dich herum zum Blühen. Pflanze Bäume, pflanze blühende Sträucher und Stauden, säe einjährige Kräuter aus. Kaufe dazu Saatgut aus deiner Region, oder vermehre deine Pflanzen selbst, was nicht nur die lokale Flora erhält, sondern auch günstiger ist. Zur Vermehrung von Pflanzen und Saatgut gibt es sehr gute Bücher - siehe auch unter der Rubrik Ressourcen.

Pachte Land für kleines Geld an, einen kleinen Obstgarten und/oder einen kleinen Acker. Begrüne ansonsten ungenutzte Flächen um Dich herum. Frage bei deiner Stadtverwaltung nach Flächen, wie Verkehrsinseln, die Du mit Blütenpflanzen überziehen darfst.

Stöbere auf den Seiten des Netzwerks blühende Landschaft herum und schaue, was es dort für Dich zu tun gibt.


von: www.bluehende-landschaft.de

(2) Besitzt Du einen Garten oder ein Stück Land, willst aber selbst nicht imkern? Dann lease deine Bienen bei einem Imker aus deiner Nähe. Die Immenfreunde vermitteln Dir gern einen Imker aus deiner Nähe, der die Bienen bei Dir aufstellt. So summt es bei Dir im Garten, Du bekommst den Honig aus deinen eigenen Garten, sorgst für eine ausreichende Bestäubung deines Gemüse und Obstes und gibst Bienen ein Zuhause.

(3) Kümmere Dich um die wildlebenden Bestäubungsinsekten! Wildbienenhotels zu bauen ist sehr leicht (siehe Ressourcen). Lasse eine Ecke deines Gartens verwildern, damit Du für Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen, Nachtfalter und viele andere Bestäubungsinsekten eine Rettungsinsel baust. Eine Arche Noah aus Brennesseln gewachsen. Schließe Dich einem Beobachtungsnetzwerk für Schmetterlinge an, zum Beispiel dem Tagfalter-Monitoring.

(4) Vermeide die Anwendung von Pestiziden wie Insektizide, Fungizide, Herbizide, Wachstumshemmer und so weiter in deinem Garten. Der Naturhaushalt in Deutschland wird jedes Jahr mit 252 verschiedenen toxischen Wirkstoffen in 623 verschiedenen Pestiziden (Herbizide, Insektizide, Fungizide...) mit einem Gesamtgewicht von 122.339.000 Kilogramm belastet. Siehe den Bericht über Inlandsabsatz und Export von Pflanzenschutzmitteln (PDF) des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Streiche deinen Anteil von dieser Liste, indem Du die Pestizide vermeidest.

(5) Du steuerst als Verbraucher die Wirtschaft. Zeige anderen Menschen anhand des Berichts des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) über Pestizidrückstände in Lebensmitteln (PDF), was sich alles in ihrer Nahrung befindet. Alles, was der Mensch in den Naturhaushalt ausbringt, landet auf seinem Teller. Wenn Du dir die Liste ansiehst, wirst Du auf der letzten Seite des Berichts das Insektizid DDT, das seit Jahren verbannt und verboten ist, immer noch in der Babynahrung wiederfinden. Steige daher um auf lokal hergestellte Nahrungsmittel, wo Du dich über die Herstellung derselben erkundigen kannst und wo Du nachfragen kannst, ob und welche Pestizide verwendet werden.

Dein Essverhalten steuert dein Zubereitungsverhalten, dein Zubereitungsverhalten steuert dein Einkaufsverhalten, dein Einkaufsverhalten steuert das Verhalten des Handels, das Verhalten des Handels steuert die Art und Weise, wie Nahrungsmittel hergestellt werden. Alles beginnt damit, wie Du isst. Sei Dir dessen bewußt. Beginne selbst zu kochen.

(6) Wehre Dich gegen falsche Tatsachen und Propaganda. So wird von der Gentechnik- und Chemieindustrie oft und gern behauptet, dass ihre Produkte die einzige Lösung seien, um den Welthunger zu bekämpfen. Diese Form des Marketings ist verwerflich und abscheulich. Weltweit hungern jeden Tag etwa 1 Milliarde Menschen, jede drei bis vier Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen des Hungers.

Dabei produzieren die Landwirte weltweit Nahrungsmittel für die Bedürfnisse von 11 Milliarden Menschen, wobei die Weltbevölkerung heute etwa 6,8 Milliarden Menschen umfasst. Für jeden Menschen stehen pro Tag 1 Kilogramm Getreide zur Verfügung. Pro Mensch ein ganzes Kilogramm Getreide. Warum müssen bei so einer Überproduktion 1 Milliarde Menschen jeden Tag hungern?! Verfolge die Ursachen - Du wirst bei der ungerechten Verteilung der Güter auf dieser Welt enden. Das was woanders dringend fehlt, wird hierzulande weggeschmissen.

Den Welthunger als Propaganda-Instrument zu missbrauchen, ist in jeder Hinsicht moralisch und ethisch verwerflich. Im Kontrast zu den hungernden Menschen ist dies einfach abscheulich.

Die Welt hält genug für jedermanns Bedürfnisse, doch nicht genug für jedermanns Gier (Mahatma Ghandi)

Des Weiteren haben sich bereits im vergangenen Jahr weltweit hunderte von Wissenschaftlern und Experten über die Notwendigkeiten der Zukunft der Landwirtschaft geeinigt. Werfe einen Blick in die Ergebnisse des Weltagrarberichts.

Lasse Dich also nicht von angeblichen Fakten und Tatsachen beirren. Schaue selbst hinter jeden Vorhang und unter jeden Teppich nach den Ursachen der Ursachen der Ursachen. Wenn Dir falsche Tatsachen in der Öffentlichkeit begegnen, dann zeige Zivilcourage und stelle Dich ihnen mutig entgegen.

(7) Beginne mit der naturnahen Imkerei! Bienen sind sehr alte Lebensformen, die seit mindestens 45 Millionen Jahren auf dieser Erde existieren. Sie sind fasziniered, weil sie eine einzigartige Schlüsselposition im Naturhaushalt für das Leben an sich einnehmen, weil sie ein Superorganismus sind und weil die Honigbienen einem alle Aspekte des Lebens in schillernden Farben zeigen.

Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen; je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (Karl von Frisch).

Daneben bestäuben Sie die Pflanzen in deinem Garten und deiner Region, sorgen so für die regionale Ernährungssicherheit. Du gewinnst sehr viele Bienengaben aus dem Bienenstock, wie Du unter der Rubrik Bienengaben ersehen kannst. Für Dich und deine Familie ist ein Bienenstock ein Quell der Gesundheit. Schon die Römer sagten Ubi apis, ibi salus (Wo Bienen, da Gesundheit). Das geschäftige Summen im Garten und die Begegnung mit dem Bien wird Dir eine weitere Freude sein. Du wirst gute und schlechte Zeiten mit den Bienen zusammen durchleben, doch unter dem Strich wirst Du nie bereuen, Bienen zu Dir geholt zu haben. In Wirklichkeit holen die Bienen Dich zu sich, aber das ist eine andere Geschichte. Wir von den Immenfreunden vermitteln Dich gern zu anderen naturnahen Imkern aus deiner Nähe, damit Du dich vernetzen und mit dem Imkern beginnen kannst.

 

 

 
   

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