Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Wie besiedele ich meinen ersten Warré-Bienenstock? Mit einem Schwarm? Ableger?
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Schlossimker
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Mi 4. Dez 2019, 02:05


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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Mi 25. Dez 2019, 02:37


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zaunreiter
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon zaunreiter » Mi 25. Dez 2019, 10:30


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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Fr 10. Jan 2020, 23:23

Hallo, neues vom ersten und immer noch einzigem Volk der Schlossimkerbienen.
Futter habe sie noch dicke. Sie fressen immer noch an den Waben in der unteren Zarge, und haben da noch etwas.
Oben sind so gut wie keine Bienen zu sehen. Kondenswasser an der Fensterscheibe gibt es seit 24.12.19 erheblich mehr. Allerdings hatte es die Nacht davor viel geregnet. Am 03.01.20 habe ich erste klare Wachsschuppen auf der Windel gesehen. Heute waren es schon viel mehr - sie verdeckeln offensichtlich Brut. Es war auch ein nicht ausgefressenes weißes Bienenpuppen/Larven-Teil auf der Windel und einige schon fast durchsichtige Puppenbeine. Das habe ich den ganzen November nicht gesehen. Futter haben sie seit Ende Oktober eher wenig und nur von der unteren Zarge verbraucht. Vielleicht habe sie mich damals getäuscht, und sie brüten schon seit Mitte November nicht mehr - das geauer zu erkennen, dafür bräuchte ich jetzt schon mal einen Kurs... ;-). Heute um 20Uhr war bei Außentemperatur 7°C die Beuteninnentemperatur bei 14°C (obere Zarge, oben in der Ecke, ca 2cm von beiden Wänden und dem Abdecktuch weg). Sieht jetzt doch etwas danach aus, das Pia mit "sie heizen die Beute nicht" etwas knapp daneben liegt.

Diagramme braucht es derzeit nicht mehr. Am 17.12.19 hatte ich die letzte Varroa auf der Windel gesehen.
Seit dem keine mehr. Dann wären bei der kosmetischen Anwendung am 23.11.19 die Drecksviecher A L L E gefallen (Weißbier auf mach' und Anstoß)? (Das will ich dieses Jahr aber noch genauer heraus finden ob es dafür Anhaltspunkte gibt. Und eigentlich sind ja bis dahin genug gefallen, für meine 3 Bienen!) Die Befallsstatistik sehe ich jetzt sehr entspannt, und bin schon mal neugierig darauf, wann ich wieder mal eine sehe (Windel bleibt natürlich weiterhin drin und wöchentlich wird geschaut). Da werde ich meinen Bienen vorsorglich noch das Kuscheln mit anderen im Frühjahr abgewöhnen müssen - nur wegen der dann stichhaltigeren Anhaltspunkte!

Das einzige Problem ist derzeit die vielleicht grenzwertig geringe Bienenmasse. Die ist aber schwer für mich als Anfänger ein zu schätzen. Eine fest geschlossene Wintertraube habe ich nur einmal gesehen - und das möchte ich eigentlich auch nicht mehr. Hui, konnten die sich klein machen.
Derzeit laufen sie eigentlich auf allen Waben unten herum. Die Windel zeigt deutliche gelb-braune Krümel auf 4 Wabengassen und etwas davon auf den jeweils anschließenden an. Es ist halt wieder so, wie immer bei mir - ich brauch jede einzelne Biene.
Weil der Winter kann ja noch kommen.

Futter ist (geschätzt anhand der noch verdeckelten 7 Waben oben) gut 8kg drin.
Das kann bei meinem kleinem Volk und dem immer noch harmlosen Winter reichen.
Lediglich Eiweiß, also Pollen könnte knapp werden. Daher habe ich mir schon mal mit der diesjährigen Bestellung 4 kg Neopoll C ins Bienenfach gelegt. Ich weiß, die Wirksamkeit - für eine gesteigerte Volksentwicklung zum Auswintern - ist höchst umstritten.
Es ist auch Vorsicht geboten, dass die Königin in der Legeleistung dadurch nicht explodiert und sie die Larven dann nicht füttern oder Warm halten können. Daher denke ich, dass ich ab etwa Anfang Februar geringere Mengen von dem Futterteig so einbringen werde, dass sie anfänglich nicht zu viel auf einmal abnehmen können. Mir ist klar, dass ich dann bis zur Verfügbarkeit von Pollen kontinuierlich zufüttern muss.
Ich weiß ja auch noch nicht, ob die Krokusse auch auf gehen. Da war meine Legeleistung 250/Stunde - besser als die beste Königin :D .
Vorsorglich möchte ich das Volk nicht auf den letzten Metern riskieren und denke mir dass sie dann weniger früh und weniger oft ausfliegen müssen.
Sie müssen durch kommen - weil das Geld für ein neues Volk hatte ich schon mit in das Weihnachtsgeschenk für meine Frau gesteckt.
(Am 16./17.12.19 und am 04.01.20 war es warm und sonnig und es war Bienenflug)
2020-01-03 Bienenvolk.png
Schlossimker - ein Kaiserfranke.

PS: Die Tage zwischen den Jahren hab ich mich mit den Videos vom Imkerpiraten auf youtube vergnügt.
Da kann man manchmal schon schmunzeln, wie ein Imker ohne Kurs nach 25Jahren imkert, so wie er es damals beim Übernehmen des Standes gezeigt bekommen hat. Er ist auch Franke.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Fr 31. Jan 2020, 23:19

Hallo, die Schlossimkerbienen sind schon mal wieder weiter als ihr "Betreuer".
Dieses Jahr war es ja schon so oft sonnig und warm, dass sie schon etwa eine Woche an Flugtagen zusammen gebracht haben. Heute war wieder der wöchentliche Regelesuch und da hab ich doch eine Biene mit was hellem an den Hinterbeinen in der Beute verschwinden sehen. Dann noch eine und später noch eine... . Dabei war es heute nur warm aber nicht sonnig. Die Windelkontrolle ergab dann, dass sie Pollen sogar auf der Windel verloren haben. Von den Krokussen ist auch noch nichts zu sehen.

Sie sind immer noch in der unteren Zarge und schauen nur zwischen die Oberträger zur oberen Zarge, die ist noch voll mit verdeckelten aber Bienenleeren Waben. Dort sind noch ca. 7kg Futter. Ich denke dass sie spätesttens in 2 Wochen oben fressen müssen. Insgesamt war der Futterverbrauch subjektiv empfunden sehr gering, aber ich hatte ja bis Ende Oktober noch Zuckerwasser 1:1 (nach dem Einfüttern) per Futterglas von oben zugefüttert, bei der üblichen geringen und geringer werdenden Abnahme. Naja, der gebaute und eingesetzte "Verhungerfütterer" () war wohl für die Katz. Wodurch ich schon wieder ein neues problem habe - wie bring ich der Katz bei, dass die wenigstens daraus frisst? :mrgreen:

Neopoll C hab ich noch nix gegeben. Die Windel zeigt auch dass sie kleiner 10 abgestorbenen Maden überwiegend am linken Rand des Brutnestes ausgeräumt haben. Wenn sie also nicht alles warm halten können, muss die Brutmenge auch noch nicht stark gefördert werden. Kann ja noch mal eisig werden. Besser mal noch etwas zurück halten falls es noch wochenlanges Regenwetter geben sollte. Bisher, und bis 10 Februar vorausgesagt ist das Winterle ja ein Traum für die wenigen Schlossimkerbienen.

Varroa ist immer noch keine Gefallen, steht in meiner spalte immer 0 drin - sehr schöner Anblick.

IMG_20200131_152249798_HDR_50.jpgJa, stimmt, etwa seit Weihnachten hab ich vermehrt Kondenswasser auf der Windel. Seit dem so viel, dass auch die provisorische Fichtensperrholzplatte angefangen hat, zu schimmeln, in Linken und hinteren Bereich (rechts habe ich ja noch die bessere Dämmung mit der doppelten Futterwabe). Sie war unbehandelt und ich hab sie jetzt gegen die aus dem Reserveboden, die ich noch mit weißem Beutenlack gestrichen hab ausgetauscht. Für nächsten Winter hab ich Veränderungen am Abdeckbrett im Dach geplant um das diffusionsoffener zu machen. In den Zargen ist kein Schimmel zu sehen.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Fr 21. Feb 2020, 00:02

Hallo,
jetzt wo ich schon ein gutes halbes Jahr mit Bienen dabei bin gibt mir das was ich diese Wochen gesehen hab schon zu denken.
Etwa 500m von mir entfernt steht seit letzten herbst dieser Bienenstock:IMG_20200126_163118027_25.jpg Den Imker kenne ich nicht, hab mich aber schon gefragt, warum der auf 4 Zargen - meiner Meinung nach 9 Waben Zander - überwintert, und ob da überhaupt noch Bienen drin sind. Beim letzten Sturm muss die Beute dann umgefallen sein. Jedenfalls stand sie danach einen Meter weg und hatte keinen Spanngurt mehr darum. Der lag daneben. Das Styropor "Dach" war nicht mehr zu sehen. Es sah so aus, als ob Passanten die Beute wieder aufgestellt haben. Da dachte ich dass das Volk wohl Tod sein wird und hab dann doch mal die Zargen kurz angehoben um nach zu sehen - was ich sonst nicht tun würde. Da war nix mehr drin, ich bin mir aber nicht sicher, ob da kurz vor dem Sturm noch was drin war - Varroaschaden?

800m in die andere Richtung von meinen Stand ist ein kleines eingezäuntes Gartenhäuschen mit 2 Zanderbeuten auf einem Bock davor.
Letzten Sommer, und im Herbst konnte man von außen noch Bienen fliegen sehen. Es steht nicht weit vom Fussballplatz von unserem Sohn, und wir sind manchmal vorbei gekommen. Jetzt sind die Beuten abgeräumt und der Bock steht leer da.
Alles verloren? - schade, hatten sie gerne fliegen gesehen!

Positiveres gibt es von den Schlossimkerbienen:
Der Sturm hat zwar 20m entfernt eine Kiefer umgeworfen - mein Bruder ist einfach zu faul seine toten Bäume aus seinem Wald zu schneiden!
Meine Bienen sind mit der Traube jetzt ca. 2cm in der oberen Zarge angekommen. Sie öffnen aber immer noch Zellen in der Nähe des Fensters in der unteren Zarge. Eine Wintertraube unterhalten die bei +5°C Außentemperatur nicht. Innen, in der oberen Zarge, 2cm unter dem Abdecktuch und 2cm von den Wänden in der Ecke weg halten sie die 10°C. Viele Bienen sitzen auf der Brut und wärmen diese, die anderen laufen fleißig auf allen Waben in der unteren Zarge. Bei dem Winter scheinen sie gut mit der Beute zurecht zu kommen. Totenfall am Varroagitter ist fast nie zu sehen. Gelegentlich liegt eine Biene hinter dem Flugkeil, die ich dann nach vorne raus hole. Ansonsten bringen sie ihren Totenfall scheinbar von selbst heraus. Unter der Beute sind mir aber noch keine Toten Bienen in größerer Menge aufgefallen – dort ist auch Gras (im Sommer, bei der kosmetischen Blockanwendung hatte ich dort wenigstens noch eine weiße Folie gelegt um sofort was zu sehen).

Das Kondenswasser ist scheinbar mit dem Sturm zurück gegangen, oder sie nehmen es vermehrt von der Glasscheibe ab. dazu ist sie ja gut geeignet, da es dort zuerst kondensiert. Mir gefällt das Fenster auch - super beruhigend da bei Dunkelheit guten Einblick mit Taschenlampe zu haben. Ich glaube ich bin ein militanter Glasscheibenimker!Beide_25.jpg
Einmal bin ich erschrocken, als ich beim Prüfen der verdeckelten Waben in der oberen Zarge meinte großflächigere graue Zellendeckel in den Wabengassen weiter drinnen zu sehen. Es scheint aber eine optische Täuschung zu sein, oder durch Reflektion zu entstehen. Beleuchtet man die gleiche Wabenseite von ihrer anderen Seite, sind die gleichen Zelldeckel strahlend weiß. Meine Zargenwände sind dicker und ich hörte bisher nix bei der Klopfprobe. Mit dem jetzt gekauften Stethoskop kann ich endlich das kurze aufflammen der Bienenflügel hören - alles im Grünen.

Sobald ich die Beute aus der Vandalensicherung heraus nehme werde ich sie schon mal langsam Stück für Stück in die Mitte des Beutenbocks rücken. Sofern es bei den ersten Schwarmzellen die Bienenmenge zu lässt möchte ich doch auf einmal mehr als einen Ableger machen, und diese beiden dann neben das Muttervolk stellen. Das Muttervolk möchte ich dann auf einen neuen Bock in ca. 10m Entfernung mit Brut und vielen Bienen stellen und dann solle sich dessen Flugbienen auf die beiden Ableger (am alten Beutenbock) verteilen. Dann kann dann ich auch mein Neopoll und den restlichen halben Kanister Futtersirup aus 2019 verwenden. Damit sollte dann die Schwarmthematik für den Rest des Jahres erledigt sein - meine ich. Dass ich dabei Brutfreiheit beim Muttervolk bräuchte, danach sieht es nicht aus - es fällt keine Milbe.
Von meinen Krokussen, Schneeglöckchen und Blausternen ist noch nix am Blühen, dauert hoffentlich im ersten Jahr länger, obwohl im Wald schon Schneeglöckchen blühen.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Math. » Mo 24. Feb 2020, 10:30

moin.

an jedem bienenstand muss ein name und eine telefon nr des imkers stehen, der zu dem bienenvolk gehört.
wenn da nichts steht ist das falsch und nicht rechtmäßig.

aus gründen der bienenseuchenkrankheiten MUSS an jedem stand name und kontakt des imkers stehen.
sonst gibt es ärger mit dem veterinäramt.

vielleicht kannst du einen zettel an die beute pinnen, dass da seine name fehlt.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon zaunreiter » Mi 26. Feb 2020, 12:48

Der Name muss dort nur stehen, wenn es sich um einen Wanderstand handelt.

Bei einem permanenten Bienenstand muss lediglich eine Meldung an das zuständige Veterinäramt und an die Tierseuchenkasse erfolgen, eine Pflicht zur Anbringung eines Namensschildes mit Telefonnummer besteht nicht.

Eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf wäre eine Alternative zur Massregelung.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Math. » Mi 26. Feb 2020, 17:27

moin.

das sieht unsere veterinärin hier anders als du.
als bsv'ler kann ich nur dazu raten, name udn tel nr daran zu schreiben.

auch weil es ja gut sein kann, dass böse menschen sich da zu schaffen machen und gute mitmenschen das sehen,
die können dann schnell beim imker anrufen.

ob also gesetzlich vorgesehen oder nicht, ich rate dazu.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Christine » Mi 26. Feb 2020, 17:35