Futtertasche

Alles für die Einfütterung der Bienen im Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Futtertasche

Beitragvon zaunreiter » Mo 8. Jul 2013, 15:23

Aus Interesse habe ich einen Satz Futtertaschen gebaut, um zu sehen, wie sie sich in Warrézargen bewähren.

Grundlage ist ein Warré-Rähmchen (warréoid zumindest) und zwei Platten.
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Auf die Rähmchenleisten lege ich Streifen von Mittelwänden.
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Die Streifen sind so breit, daß sie links und rechts etwas überstehen.
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Dann nagel ich die Platten fest. (Wachsstreifen dazwischen.)
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Mit dem Lötkolben fahre ich dann über die überstehen Wachsstreifen. Das flüssige Wachs füllt jetzt den Spalt zwischen Rahmen und Platte vollständig aus. Oben bereits abgedichtet - unten noch der Streifen vor dem Schmelzen.
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Aus Mittelwandstreifen habe ich eine Aufstiegs- und Kletterhilfe gebaut. Hier der Kontaktstreifen außen, der später an einer Wabe zu liegen kommt.
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Der Streifen ragt in den Fütterer hinein. Blick von der anderen Seite.
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So sieht das von innen aus.
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Mal sehen, ob und wie das Konstrukt funktioniert.
Cogito ergo summ.
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Re: Futtertasche

Beitragvon foobar » Mo 8. Jul 2013, 17:17

Hallo Bernhard,

und wie willst Du die mal Säubern?

Gruß Jan

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Re: Futtertasche

Beitragvon zaunreiter » Mo 8. Jul 2013, 21:15

Jepp, diesen Gedanken hatte ich auch schon. Kannst Du nur ausschlecken lassen. :roll:

Das Befüllen per Trichter ist von der Seite (1. Versuch) auch bescheiden. Ich werde ein dickes Loch in den Oberträger bohren und da hinein den Trichter stecken. (2. Versuch) Durch das Loch kann ich auch den Gartenschlauch stecken, zum Ausspülen.
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Re: Futtertasche

Beitragvon zaunreiter » Fr 12. Jul 2013, 14:45

Soweit funktioniert die Futtertasche. Es tropft nichts, die Bienen ertrinken bisher nicht drin (eine Hand voll Blähton habe ich als Schwimmer reingegeben). Und die Klettermittelwand haben sie zur Wabe aus- und bis an den Oberträger gezogen!

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Re: Futtertasche

Beitragvon zaunreiter » Di 6. Aug 2013, 14:39

Die Futtertaschen gefallen mir als Fütterer gut. So sehr, daß ich noch zwei Sätze (im Bild einer von zweien) davon gebaut habe.

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Ich habe allerdings die Seitenwände weiter hochgezogen und die Oberträger abgeschnitten, so daß ich Einblick von oben habe und auch von oben mittels einer Gießkanne das Futter reichen kann. (Das seitliche Eingießen war Käse, auch das mit dem Bohrloch = Käse. Durch den Trichter fließt das Futter nur langsam ab - zu langsam. War Mist.)

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Zum Füttern schiebe ich bei dieser, oben offenen Version einfach den Deckel der Beute ein Stück zur Seite; kurzer Rauchstoß in den Fütterer; Futter hinterher; Deckel wieder zuschieben; fertig.

Die Mittelwände als Aufstiegshilfe wurden zu einseitigen/halben Waben ausgezogen. Bis auf zwei Fällen, war es das gewesen. Anscheinend ist sobald der Bienenabstand erreicht wird, es vorbei mit dem Ausbauen. Die Aufstiegshilfe scheint zusammen mit den Schwimmern (Tonkügelchen) zu funktionieren, denn ich habe keine ertrunkenen Bienen gesehen.

Keine extra Zargen oder Aufsätze. Die Futtertasche erhöht den Turm nicht, ist leichter und kann das ganze Jahr über im Stock verbleiben. So kann ich bei Hungergefahr schnell reagieren. Und ich habe kein Zeugs herumfliegen, daß ich lagern muß. (Motto: Alles am Bienenstock.)

Die Bienen haben einen guten Zugang zum Futter, es befindet sich innerhalb des Nestes. Die Nestnähe kann auch für die Winterzwischenfütterung - also an schönen Tagen im Winter - oder zur Notfütterung ganz nützlich sein.

Nachteilig ist lediglich die geringe Menge von 1 - 1,2 Liter an Futter, die auf einmal gegeben werden kann. Allerdings ist diese Menge für Ableger und Zwischenfütterung und/oder Hochpäppeln ideal. Ob es zum Einfüttern reicht, werde ich sehen und berichten.

Jedenfalls finde ich die Futtertaschen bis dato eine gute Sache.

Viele Grüße
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Friedrich

Re: Futtertasche

Beitragvon Friedrich » Di 6. Aug 2013, 15:24

Hallo Bernhard,
Die jetzt so ausgereifte Konstruktion erscheint mir sehr günstig vor allem auch bei Zufütterung bei Trachtmangel zu sein. Besonders, wenn man den kleinen Fütterer von Warré nicht einsetzen kann, weil man moderne Varroa-Bodenkonstruktionen anstatt des geschlossenen Bodens von Warré benutzt.
Gratulation zu der ausgereiften Idee. Ich suchte auch schon länger nach einer günstigen Lösung, gerade für den von mir benannten Fall !

Beste Grüße
Friedrich

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Re: Futtertasche

Beitragvon zaunreiter » Di 6. Aug 2013, 15:58

(Nur zur Klarstellung: Die Idee habe ich auch nur kopiert. :oops:)
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Johann
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Re: Futtertasche

Beitragvon Johann » Fr 22. Nov 2013, 13:30

Ich hätte gerne ca.Maße zum Nachbau. Danke Johann :)


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