Kondensation, Futtersaft und Varroa

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mo 27. Okt 2014, 15:22

Noch was zur Wärme:

Influence of Temperature on Rate of Development and Color Patterns of Queen Honey Bees (Hymenoptera: Apidae)
SPIVAK, MARLA; ZELTZER, ABBIE; DEGRANDI-HOFFMAN, GLORIA; MARTIN, JOSEPH H.
Environmental Entomology, Volume 21, Number 2, April 1992, pp. 364-370(7)
http://www.ingentaconnect.com/content/esa/envent/1992/00000021/00000002/art00021

"Queens are significantly darker when held at constant temperatures of 30.5°C during the last instar and pupal stages compared to 35.5°C."
"This study and that of Spivak et al (1992) demonstrated that the expression of genes for color is modulated by constant temperatures."
https://hal.archives-ouvertes.fr/file/index/docid/891063/filename/hal-00891063.pdf

Sprich: die konstante veränderte Umgebungstemperatur der verdeckelten Weiselzelle veränderte im Laborversuch die Farbe der Königin. Wobei die kühler aufgezogenen (31°C) dunklere Königinnen hervorbrachte, und wärmer aufgezogene Weiselzellen (35,5°C) brachte hellere Königinnen hervor. In Freilandversuchen konnte das nicht bestätigt werden, weil dort die Temperatur Schwankungen erfährt und daher die Auswirkung geringer aussieht.

Interessanterweise wird hier berichtet, daß die Arbeiterinnen der Cerana je nach Jahreszeit, in der sie schlüpfen, sich in der Helligkeit unterscheiden.
Cogito ergo summ.
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mo 3. Nov 2014, 11:42

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Rumpel » Mo 3. Nov 2014, 12:53

Die dunklen Bienen sind zu Gange wenn die anderen noch nicht mal ihre Antennen aus dem Fluster stecken, geschweige denn fliegen!

Hmm, jo na ja so so. ;)
Habe ja auch etwas Kontakt in meinen Kisten, zu den Rotär.... Äh Rothäuten. Welchem Stamm sie Angehören weiss ich nicht. ;)
Aber fit sind se stimmt.
Gruss Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mo 10. Nov 2014, 11:54

Interessant: mehr CO2 in der Luft bedeutet mehr Pollen: (bei Gräsern, vermutlich aber auch bei anderen Pflanzen.)
http://www.welt.de/gesundheit/article134163889/Heuschnupfen-Saisons-werden-noch-qualvoller.html
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mo 10. Nov 2014, 12:03

Für mich immer wieder ein Zeichen dafür, daß die Natur den Ausgleich anstrebt und auch vollführt - so überraschend die Mechanismen manchmal sind.
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Re: Wintervorbereitung laut Johann Thür: "Umhüllung"

Beitragvon Rumpel » Mo 10. Nov 2014, 21:40

Vitellogenin als Parameter zu verwenden

Super interessant Bernhard ehrlich!
Irgendwo hab ich da was muss mal suchen, so was dauert halt immer.
Gruss Jörn
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Re: Wintervorbereitung laut Johann Thür: "Umhüllung"

Beitragvon Rumpel » Di 11. Nov 2014, 07:24

Vitellogenin als Parameter
Grundsätzlich geht das, wird bei Eierlegenden Tieren zB, Fischen gemacht.
Was es aber alles noch so macht und kann ist jetzt etwas viel.
Was es bei den Bienen macht ist halt Ähnlich.
Mal mit Polychlorierte Biphenyle auseinander setzen, und dann weiter denken wer möchte.
Heisst saubere Nahrung für die Bienen, dann gibt es auch keine grosse Verschiebung im Hormonhaushalt.
Juvenile und männliche Tiere reagieren sehr sensibel, also ebenfalls zu überdenken. ( Erbgut ? ? ?....)
LG. Jörn
Angriff auf das Hormonsystem : http://www.uniterra.de/chlorstory/c03012.htm
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Re: Wintervorbereitung laut Johann Thür: "Umhüllung"

Beitragvon Rumpel » Di 11. Nov 2014, 08:28

Heisst saubere Nahrung für die Bienen

Das schliesst natürlich auch durchgängige Pollenversorgung ein, die selbstverständlich nicht nur aus zB. Mais bestehen sollte. ;)
Bedeutet auch das beim fertigen Insekt nach Abschluss der Entwicklung nix mehr zu löten ist.
Gruss Jörn
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Di 11. Nov 2014, 11:55

Zur Ventilation per Zargenflugloch noch folgende Rückmeldung. Ich hatte im letzten Winter die Fluglöcher in den Zargen als Winterflugloch genutzt. In diesem Jahr habe ich die Ableger bis in den Herbst mit diesem Flugloch geführt. Das Flugloch in der Mitte der Zarge hat ca. einen Durchmesser von 2,5 cm. Ich hatte den Eindruck, daß diese Fluglochgröße nicht ausreicht, um den Bienenstock hinreichend zu belüften.

1) Am Eingang des Flugloches stehen im Herbst, sobald es etwas wärmer ist, immer Fächelbienen am Flugloch. Klar können sie die Luft über das Fächeln hinaustransportieren und austauschen - was aber, wenn es zu kühl und ein aktives Fächeln den Bienen nicht möglich ist? Das Fächeln ist für mich immer ein Zeichen dafür, daß das System per se versagt und die Bienen nachhelfen müssen. (Ich habe daraufhin den Bodenschieber ein Stück hinausgezogen und so für mehr Lüftung gesorgt.

2) Die Luft ist trocken-stickig, wenn man den Bienenstock öffnet. Feuchte kam nicht auf, ich hatte sogar den Eindruck, daß es den Bienen zu trocken war.

3) Diese typische Atembewegung des Bien - Einatmen; Ausatmen - trat bei dieser Art Flugloch nicht so fühlbar auf, wie es bei einem kleineren Bodenflugloch in der originalen Warrégröße (12-16 cm² Öffnungsfläche) der Fall ist.

4) Bei der Sublimierung von Oxalsäure kann man gute Studien zur Ventilation machen. Hierbei fiel auf, daß die Bienen bei einem Bodenflugloch den Nebel sehr gut herauspressen können, während das Herausströmen aus dem Zargenflugloch weniger dynamisch ausschaut. (Kann ich schwer beschreiben. Mir kommt es vor, als ob der Atem stockt.)

In Summe der Beobachtungen ist so ein einzelnes Zargenflugloch mit einer Öffnungsfläche von 4,9 cm² viel zu klein. Die von Seeley beschriebenen 16 cm² sind wohl das Optimum und das von Warré propagierte 12 cm² das Minimum. (Bei geschlossenem Boden wohlgemerkt.)

Beobachtung am Rande: Die oberen Zargenfluglöcher habe ich mit kleinen Blechdeckeln abgedeckt. Die Blechdeckel biegen sich manchmal auf und stehen etwas von der Wand ab. Diese kleinen Ritzen werden von den Bienen vollständig zupropolisiert.

Ein Flugloch im Boden oberhalb eines Bodensumpfes ist bis dato die für mich harmonischste Variante eines Flugloches.

Viele Grüße
Bernhard
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon dornbusch » Di 11. Nov 2014, 12:13

Hallo Zaunreiter,

vielen Dank für die ausführliche Schilderung Deiner Beobachtungen zum Zargenflugloch. Die Größe ist jedenfalls mit Sicherheit ein Argument und von Seeley wissenschaftlich belegt. Die Freunde in Slowenien scheinen trotzdem damit hinzukommen, jedenfalls nach den Bildern. Aber möglicherweise ist es nicht das Optimum. Dabei hatten die so einen charmanten Räubereiausgang zum festschnallen. Das kann man aber bestimmt auch anders einsetzen. Räuberei war bei mir dieses Jahr ein Problem, da muss ich nächstes Jahr etwas machen.

Gruß Hagen


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