Zarge für die Bienenbrotproduktion

Alles rund um die Zargen und Oberträger in einem Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon zaunreiter » Mi 23. Jul 2014, 09:02

Ich würde gern gezielt Bienenbrot produzieren und denke da eine halbhohe Zarge direkt über dem Brutnest, in die ich leere Waben einschneide. In leere Zellen über dem Brutnest wird gern Pollen eingelagert. Diese kleine Zarge soll dann als Speckzarge und Notreserve das ganze Jahr über drauf bleiben. So habe ich einen guten Zugriff auf die Pollenwaben, so daß ich mir ab und an eine Scheibe abschneiden kann und zweitens gibt es weniger Pollen in den Honigräumen.

Werde mir da mal was zu ausdenken.
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Ich summe, also bien ich.


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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon zaunreiter » Mi 23. Jul 2014, 09:20

Nachdem ich mit Walt ein wenig geplaudert habe, bin ich nicht sehr von seinem Bienenverständnis überzeugt. Walt tüddelt ganz schön rum. Eine Zarge voll Pollen unterhalb des Bienensitzes - weit entfernt von der Bienentraube: bei mir gäbe das im Frühjahr eine Box voll Wachsmotten.

Bevor der erste Nektar im frühesten Frühjahr reinkommt, wird ja sehr viel Pollen eingetragen. Diese erste Pollenwelle abzufangen und zwar da, wo der Pollen natürlicherweise eingetragen wird - als Pollenbogen über der Brut - das will ich versuchen, indem ich zuerst - vor der ersten Nektartracht - mit einer Halbzarge leerer Waben nach oben hin erweitere.

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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon lilie » Mi 23. Jul 2014, 22:05


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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon lilie » Mi 23. Jul 2014, 22:10

Sieht interessant aus. Bin Greenhorn, darum Frage: "ein Stück abschneiden" zum selber verspeisen oder um andere Völker zu nähren?
Hat denn ein Volk nicht grundsätzlich vollen Eigenbedarf an Pollen oder je nach Jahr/Tracht doch davon Überfluss?

Manfred

Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon Manfred » Mi 23. Jul 2014, 23:27

Grüß Dich, Bernhard

zaunreiter hat geschrieben:Nachdem ich mit Walt ein wenig geplaudert habe, bin ich nicht sehr von seinem Bienenverständnis überzeugt. Walt tüddelt ganz schön rum. Eine Zarge voll Pollen unterhalb des Bienensitzes - weit entfernt von der Bienentraube: bei mir gäbe das im Frühjahr eine Box voll Wachsmotten]


Den Rhytmus, wo ich mitmuß konnte mir bisher keiner besser als Walt Wright verdeutlichen.

Dee Lusby steht ganzjährig mit der vollen Garnitur von 4-5 Deeps draußen. Die müßt dann ja praktisch ein Riesenmottenproblem haben. - Hat Sie augenscheinlich nicht.
Ich werde heuer Völker auf 4 Flachzargen überwintern und dann berichten, wieviel infolge Mottenfraß lädierte Waben ich einschmelzen muß. :lol:

Gute Nacht Manfred

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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon zaunreiter » Mi 23. Jul 2014, 23:34

Manfred hat geschrieben:Hat Sie augenscheinlich nicht.


Von den mehreren tausend Beuten sind nur noch circa 200 Beuten mit Bienen besetzt. :cry:
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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon zaunreiter » Do 24. Jul 2014, 08:57

Hallo Lilie!

lilie hat geschrieben:... zum selber verspeisen oder um andere Völker zu nähren?


Sowohl als auch. Und zum Verkauf. Ich esse sehr gern Bienenbrot vermischt mit Honig. (Im Glas und wenn ich an den Beuten arbeite.) Das milchsauer vergorene Bienenbrot ist ein echtes Stärkungsmittel mit vielen Fermenten und Vitaminen.

lilie hat geschrieben:...Hat denn ein Volk nicht grundsätzlich vollen Eigenbedarf an Pollen oder je nach Jahr/Tracht doch davon Überfluss?


Die Bienenvölker haben einen Eigenbedarf, siehe auch: viewtopic.php?f=13&t=14

Die Bienen tragen aber locker mehr als das Doppelte pro Jahr ein. Wenn Du ihnen leere Zellen gibst, dann wollen sie diese Zellen auffüllen. Wenn Du die leeren Zellen zu Zeiten von Pollenüberangebot und wenig Nektarangebot gibst, kriegst Du schöne Pollenbretter, also Waben, die vollflächig mit Pollen verfüllt wurden.

Viele Grüße

Bernhard
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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon zaunreiter » Do 24. Jul 2014, 09:01

@Manfred: Du würdest mit Bush oder Wright sogar noch mehr schimpfen als Du schon mit mir tust. Da ist nicht viel Verständnis für die Vorgänge im Bien. Wenn Du dich mit denen unterhältst, ist der Status des Imkersternchen schnell verflogen. Aber: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
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Re: Zarge für die Bienenbrotproduktion

Beitragvon edlBeefit » Do 24. Jul 2014, 10:27

Ja Bernhard, hoffe nur für Dich, von Dir wird später nicht auch mal so geschrieben :lol: Weil Imkern verstehst natürlich nur Du :D
Gruss Kurt Edlinger

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