Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Alles rund um die Zargen und Oberträger in einem Warré-Bienenstock.
Benutzeravatar
Distelbauer
Beiträge: 378
Registriert: Sa 11. Sep 2010, 22:12

Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon Distelbauer » Do 26. Mai 2011, 11:00

Hallo,

Leider hab ich mich nicht an die Baupläne der Fensterzargen gehalten. Hab halt alles so einfach als möglich gemacht und auch nur Plexiglas verwendet. Die Fenster hab ich nur in den Ecken mit je 2 Nägel fixiert. Das Plexiglas lag ja über die ganze Länge an den Holzleisten an, also alles dicht. Seit ich nun aber Bienen drin habe, hatten sich die Fenster innerhalb von kurzer Zeit so gewölbt, daß sogar Bienen durchkriechen konnten. Die oberste ausgebaute Zarge haben sie schön verkittet und in den unteren beiden habe ich die Scheiben nun zusätzlich mit Reisnägeln wieder gradegekriegt. In der Bienenbesetzten nur mit 2, da die Bienen da nicht so begeistert waren über diese "unnötige" Aktion, sonst sind sie eigentlich recht friedlich ;) .Dies mal so als meine erste Erfahrungen damit. Ich hoffe ich kann die nächsten Tage noch ein paar Bilder dazu einstellen.

LG Georg

bernhart
Beiträge: 64
Registriert: Fr 6. Aug 2010, 15:01
Wohnort: wein4tel
Kontaktdaten:

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon bernhart » Mo 30. Mai 2011, 11:19

Danke, dass du die Erfahrung gepostet hast. Ich habe Zargen mit Glasscheiben und hab mich schon gefragt wie ich sie ersetze, sollte mal eine brechen. Wohl nicht mit Plexiglas ... ;-)

lg
Bernhart

kaibee
Beiträge: 626
Registriert: Mo 9. Mai 2011, 21:53
Wohnort: Essen

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon kaibee » Mo 30. Mai 2011, 17:46

Ich finde, dass Plexiglas ein deutlich schlechtere Wärmeleitfähigleit als Glas hat. Könnte mir vorstellen, dass das im Winter ein Vorteil ist. Daher habe ich mit Plexiglas gearbeitet. Allerdings 4mm stark!

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4649
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon zaunreiter » Do 9. Jun 2011, 12:54

Also ich habe jetzt auch eine Beute mit Fenstern und muss schon sagen, daß das Beobachten am Fenster durchaus spannend ist. :D

Vor allem begegne ich ab und zu der Königin und schaue ihr bei der Arbeit zu:
Bild

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie ich beim Photografieren das Spiegeln des Blitzes verhindere...und wie ich Makroaufnahmen durch die Scheiben machen kann.

Viele Grüße
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

kaibee
Beiträge: 626
Registriert: Mo 9. Mai 2011, 21:53
Wohnort: Essen

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon kaibee » Do 9. Jun 2011, 14:10

Für das erste Jahr kann man das sicherlich machen. Allerdings hat man dann nicht die Möglichkeit zu füttern. Wenn man die Bienen später im Jahr mit Ameisensäure behandeln möchte, muss das Schied natürlich wieder raus, bis zum April des nächsten Jahres kann es wieder rein... also wie das normale Trennschied auch.

Also warum nicht? Die Bienenkiste ist ja eh hinten geschlossen. Das Einzige was dagegen sprechen würde, wäre eine schlechtere, bzw. keine Belüftung des abgetrennten Honigraums. Für die ersten Tage/Wochen nach Schwarmeinschlag würde ich das mal ausprobieren!

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4649
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon zaunreiter » So 12. Jun 2011, 23:17

Die Königin und ich treffen uns jetzt fast jeden Abend am Fenster - gegen 23 Uhr! :lol:

Da kommt sie an den Rand der Waben und prüft fleißig den Baufortschritt, steckt hier und da zuerst den Kopf und dann das Hinterteil in die Zellen.

Das ist schon etwas besonderes, so etwas beobachten zu können. Auch wenn ich mit der Taschenlampe leuchte, stören sich die Bienen nicht die Bohne daran.

Viele Grüße
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

beetic
Beiträge: 55
Registriert: Do 5. Aug 2010, 23:29
Wohnort: Sauerland, NRW

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon beetic » Mo 13. Jun 2011, 00:16

Hallo Bernhard,

ja, genau das hab ich auch schon gemacht! und auch am Abend.
Mittlerweile sind die Zellen am Rand alle verdeckelt, das untere Drittel der Waben ist größtenteils nicht angebaut, man blickt direkt auf die Brutzellen und ich freu mich schon, die Mädels auch beim Schlupf mal zu sehen. 8-)

Liebe Grüße

Marion

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4649
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon zaunreiter » Sa 25. Mai 2013, 22:04

Ein kleines Flug- und Guckloch ist ein kleiner Fensterersatz. Die Aktivität am Flugloch läßt Rückschlüsse auf die Aktivitäten in der betreffenden Zarge zu.
Man muß nur am Abend oder frühen Morgen hingehen, da tagsüber meist alle Fluglöcher genutzt werden und man nicht so wirklich schlau daraus wird.

Voll besetzte Zarge - meist sind es die Brutzargen, die am frühen Morgen belagert werden.
Bild

Bild

Typische Honigzarge.
Bild

Zarge noch nicht angenommen.
Bild
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon mahagugu » So 26. Mai 2013, 18:46

Wieso benutzt eigentlich niemand rote Scheiben?
Angeblich können Bienen und Ameisen rotes Licht nicht sehen und man würde sie so weniger stören.

kaibee
Beiträge: 626
Registriert: Mo 9. Mai 2011, 21:53
Wohnort: Essen

Re: Warrèfenster Erfahrungen und Probleme

Beitragvon kaibee » So 26. Mai 2013, 19:41

Ich finde es ist eh schon recht duster, wenn man durch die Scheiben guckt. Rotes Glas würde es extrem abdunkeln und man könnte kaum noch was erkennen. Ich mache die Fenster wirklich selten auf... und wenn, dann für ca. 10 sec. Ich denke das stört nicht soooo viel.


Zurück zu „Die Warré-Zargen und Oberträger“