Bienenkugel

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zaunreiter
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Re: Bienenkugel

Beitragvon zaunreiter » Di 5. Jul 2016, 21:29

Einfach einen Aschensauger aus dem Baumarkt vor einem regulären Staubsauger klemmen. Fertig.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

FrankT
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Re: Bienenkugel

Beitragvon FrankT » Sa 16. Jul 2016, 12:47

Hm, jetzt sich alle Beiträge zu diesem Thema bereits "ein paar Tage" her aber ich versuche es trotzdem einmal.
Ich besitze seit diesem Jahr eine Bienenkugel ind die ich Anfang Mai einen Naturschwarm einlogiert habe (habe ihn einlaufen lassen).
Der Schwarm hat sich sehr gut entwickelt, die BiKu war innerhalb 5 Wochen komplett ausgebaut und die Bienen sind extrem friedlich.
Ich habe mir einen Minibienenhaus drum herum gebaut, in dem die BiKu steht. Damit ist sie optimal Wetter-geschützt, sowohl Kälte, aber auch Hitze sollten da nicht so stark ran kommen. Der Ein-Ausflug geschieht bei meiner Version noch über 3 kleine Fluglöcher. Das scheint sehr gut zu funktionieren, vor allem in Sachen Verteidigung: Ich habe inzwischen schon einige Wespenangriffe beobachtet (geht ja jetzt wieder los), die aber ohne Probleme abgewehrt wurden.
Es wäre schön wenn sich neben Warré- Klotz- und Trogbeuten in diesem Forum auch eine kleine Gemeinde von BiKu-Imkern finden würde. Ich würde mich über einen regen Austausch freuen?!



Frank
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FrankT
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Re: Bienenkugel

Beitragvon FrankT » Sa 16. Jul 2016, 13:04

biene1.0 hat geschrieben:viel Futter - und sie haben den Winter nicht überlebt. Also keine Wintererfahrungen! Ursachen gibt es sicher viele. Es hat getröpfelt und das Ergebnis habe ich heute gesehen.

Hallo Harald, kannst Du sagen, warum das Volk nicht überlebt hat?! Ist es verhungert, oder waren es die Milben?!

Ich habe sehr guten Kontakt zu einem Imker der 16 BiKus seit nunmehr 4 Jahren hat. Der hat da einige gute Konzepte entwickelt, die zu funktionieren scheinen:
So legt er generell im Januar einen Futterteigblock (Apifonda, 2,5 Kg) auf die Öffnung im Deckel auf. Die Bienen können den Futterteig verarbeten....die Stockfeuchte reicht dazu wohl aus (seine Aussage). Somit vermeidet er das Verhungern des Volkes unabhängig von äußeren Einflüssen...und wenn sie genug Futter haben, gehen sie eh nicht an den Futterteig.

Varroabehandlung mit AS funktioniert nur über ein Schwammtuch (ungenau). Die Verdunstung über den Nassenheider (in aufgesetzter Zarge) geht, bedingt durch das kleine Deckelloch nicht. Aber es gibt z.B. die Alternative ApilifeVar oder "Bienenwohl" (nicht zugelassen ;) ;) ;) ) , mit dem auch eine Dauerbehandlung sehr gut (!) möglich ist. Zu Bienenwohl gibt´s sehr gute Erfahrungen bei den Salzburger Imkern (Online).
Es gibt also funktionierende Alternativen.....

Frank

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Re: Bienenkugel

Beitragvon biene1.0 » So 17. Jul 2016, 17:14

Hallo Frank,
da hast Du ja eine gute Unterstützung durch einen Imker mit 16 BiKus (wir stehen auch sporatisch in Kontakt). Er wird dir auch sagen können wo die Überwinterungsprobleme lauern. Ich hatte erst den ersten Winter und kann schlecht sagen warum das Volk nicht überwintert hat. es können auch einfach "Anfängerfehler" gewesen sein, die da sind:Brutnest zugefüttert, zu spät gefüttert, geringe Wirkung der AS-Behandlung, fehlerhafte OS-Dosierung, u.a.m.
Im vergangenen Jahr habe ich 2 x mit AS mit Schwammtuch behandelt. In diesem Jahr will ich der Nassenheider Verdunster anwenden. Die obere und untere Öffnung zur Kugel hat die Abmessungen 160 x 160 mm. Die könnte großgenug sein zum wirksamen Verdunsten der AS in einer aufgesetzten 1/2 Leerzarge. Zur Zeit mache ich die Milbenkontrolle (Bilder)
Vo kurzerr Zeit habe ich einen Honigraum aufgesetzt. Sie nehmen ihn aber sehr zögerlich an. Nur am Übergang an zwei MW mit dem Ausbau begonnen.
Da noch auf div. BIO-Äckern viel blüht habe ich die Hoffnung, dass der Ausbau noch voran geht.
Gruß
Harald
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Re: Bienenkugel

Beitragvon FrankT » Fr 22. Jul 2016, 15:47

Hallo Harald,
ich habe mich mit einigen Imkern, die mit der Bienenkugel arbeiten ausgetauscht. Alle sagen mir, dass der Nassenheider mit aufgesetzter Zarge nicht funktioniert, weil das Loch zu klein ist. Wenn Du unbedingt mit AS behandeln willst, dann nur mit Schwammtuch und das ist zu ungenau zu dosieren.....entweder Du bringst zu viel rein (und schädigst damit die Bienen) oder es ist zu wenig (dann wirkt´s nur bedingt).
Wirklich sinnvoll und auch zugelassen ist in der BiKu nur ApiLifeVar anzuwenden (unbedingt VORHER auffüttern)....oder, wie schon geschrieben, "BienenWohl" Zu beiden Produkten gibt es (leider nicht für die BiKu), wie schon erwähnt sher ausführliche Erfahrungs- und Anwendungsberichte unter www.imkerhof-salzburg.at . Herr Matthias Fink (scheint mir der führende Kopf dort zu sein) gibt auch sehr bereitwillig per Telefon oder Mail Auskunft.
Ich persönlich bin kein Freund von AS: wir selbst schützen uns mit allen möglichen Mitteln gegen das Zeug und muten´s diesen kleinen Wesen dann per Dauerbehandlung zu ???? In diesem Zusammenhang interessant: Laut Statistik arbeiten über 60% der Imker mit ApiLifeVar und nur knapp über 20% mit AS....auch wenn alle (konventionellen) Imker was anderes sagen ?!?!?!? .....schon komisch, oder?!

In Sachen Honigraumwirst Du, wenn ich nach unserer Trachtlage hier in Unterfranken (Würzburg) gehe nicht mehr viel Glück haben. Die Mädels kleiden den ja erst mal komplett mit Propolis aus, bevor sie richtig anfangen. Ich denke, da ist die Zeit zu knapp...aber das kann bei Dir natürlich anders sein... Ich nehme nmeinen Honigraum Mitte der kommenden Woche runter und werde dann mit Varroabehandlung (Bienenwohl) und Auffüttern anfangen....da bekommen die Mädels dann ihren Honig aus dem Honigraum (fast komplett) zurück. Das ist auch so eine Sache: wir nehmen den Tieren die Grundlagen für ihre Gesundheit, eben den Honig, und ersetzen ihn durch minderwertiges Zuckerwasser.......und dann wundern wir uns, wenn unsere Bienen keine Abwehrkräfte mehr haben. Ich versuche so zu imkern, dass ich mir nur einen kleinen Teil für den Eigenbedarf abzweige und den Hauptteil an Honig dem Volk lasse. Allerdings imkere ich auch nicht, um mglichst viel Honig zu bekommen. Das ist bei den meisten Imkern natürlich anders.

Hast Du auf Deinen beiden Bildern mal die Milben gezählt?! Ich kann die audf diesem Rechner nicht genug vergrößern, aber das sieht doch sehr gut aus: ehr Richtung "0", oder ?! Wenn das ein neu einlogierter Naturschwarm ist, ist die Frage, ob Du überhaupt behandeln musst?! Musst halt permanent kontrollieren um den Zustand im Auge zu behalten!!!
Übrigens: was hast Du denn da für eine Windel?! Die ist aber doch nicht aus der Kugel?!?! Der EInsatz unter der Kugel ist doch rund?!?!

Frank

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Re: Bienenkugel

Beitragvon biene1.0 » So 24. Jul 2016, 22:41

Hallo Frank,
die Windel ist von (meiner) Bienenkugel. Die Öffnung oben und unten ist 160 mm x 160 mm. Deshalb das quatratische Format.
Mit dem aufgesetzten Honigraum werde ich noch Glück haben, weil vor einer Woche der Buchweizen angefangen hat zu blühen. Und es gibt noch einiges auf den umliegenden BIO-Äckern.
Mir geht es nicht um eine Honigernte. Es wird wohl alles Futter werden. Am Mittwoch (Bienentag) werde ich wohl den ersten Nektar sehen können.
Auf der Windel habe ich bisher keine Varroen gesehen. Gegen Ende des Monats werde ich mich entscheiden müssen. Wohl oder Übel! Im vergangenen Jahr habe ich das Schwammtuch ausprobiert. Könnte ein Grund (neben vielen anderen) gewesen sein, dass das Volk nicht überlebt hat.
Lass mir doch mal eine persönliche Nachricht zu kommen.
Gruß
Harald
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