Varroawindel

Hier werden die verschiedenen Böden und die möglichen Ständerwerke diskutiert.
waldrabe
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Varroawindel

Beitragvon waldrabe » Mo 31. Jan 2011, 11:01

hätte auch in modivikationen gepasst hoff es is jetzt nicht ganz verkehrt.

Da nach allem was ich gelesen habe eine Varroabehandlung nicht vollständig zu umgehen ist habe ich mir überlegt ob es nicht sinnvoll wäre einen Boden mit sog. Windel einzubauen. Den Vorteil sehen ich darin vor allem als Anfänger einen Anhaltspunkt zu haben ob Varroabefall vorliegt oder nicht.

Die frage ist ob man den boden einfach wie eine schublade gestalten kann oder ob man die schublade durch ein gitter abtrennen muss um ein verbauen zu verhindern.
Außerdem frage ich mich welchen rolle die flugloch größe spielt.
Von außen gesehen hat das flugloch eine größe von 12cm X 1cm diese maße mit einem schubladenboden beizubehalten ist jetzt nicht das problem allerdings ist der eingang ja auch noch durch eine art gang begrenzt. meint ihr diesen gang kann man vernachlässigen oder ist er evtl. zur verteidigung etc. wichtig?

ich entschuldige mich gleich mal für meine wirre bzw. nicht vorhandene groß und klein schreibung bzw. auch für die restlichen rechtschreibungs schandtaten.

gruß
bertram

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Re: Varroawindel

Beitragvon zaunreiter » Mo 31. Jan 2011, 11:37

Hallo Bertram,

ich habe bei einem Volk einen hohen Boden im Einsatz, der aus vier Latten 4x6cm besteht. Drei Latten sind miteinander vernagelt, die vierte Latte habe ich etwas in der Höhe abgehobelt und dient als Verschluß. Einen Handgriff habe ich ebenfalls an die Verschlußlatte drangenagelt. Das Ganze stelle ich auf den normalen Warréboden.

Vernünftigerweise sollte der hohe Boden an den normalen Boden geschraubt werden - für die Stabilität des Turmes.

Als Windel verwende ich ein dickes Stück Pappe, das ich paßgerecht aus einem Karton ausgeschnitten habe.

Funktioniert und ist pragmatisch einfach herzustellen. Ich werde vermutlich noch weitere davon bauen.

Wichtig ist dabei aber zu wissen, daß dadurch ein Luftzug zwischen Flugloch und dem kleinen Schlitz des Verschlusses entsteht. Ich klebe das im Winter einfach ab. Möglich wäre auch eine Gummilippe anzukleben, wie sie ähnlich an der Haustüre verwendet wird.

Skizze:

HoherBoden.png


Viele Grüße
Bernhard
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Re: Varroawindel

Beitragvon waldrabe » Mo 31. Jan 2011, 23:18

okay danke
oh mann manchmal denkt man zu kompliziert und sieht das einfachste nicht.

ergibt es eigentilch sinn die bienen in der warre auf gitterboden zu halten in meinem buch pber bio-imkerei wird es als wichtige beuteneigenschaft beschrieben.

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Re: Varroawindel

Beitragvon Finvara » Di 1. Feb 2011, 19:19

Hallo Waldrabe,
über Sinn und Unsinn derartiger Einrichtungen lässt sich streiten.
Ich persönlich lehne den Gitterboden ab weil er meiner Meinung nach eine Klimaregulierung durch den Bien innerhalb der Beute erschwert ! Bei modernen Magazinbeuten mag er seine Berechtigung haben um Schimmel und Nässe in der Beute zu verhindern. ( Die Ursachen dafür liegen aber nicht in Beutenart oder Biene ! )

In einer Warrebeute ist er aber mit Sicherheit unnötig. ( Allerdings muß ich sagen das ein Franz. Berufsimker meines Wissens nach Gitterböden verwendet. Was aber betriebstechnische Gründe hat.) In einer original belassenen Warrebeute ist , bedingt durch das Tuch und Kissen eine Nässebildung unmöglich. Vorrausgesetzt deine Beutengröße ,( Zargenzahl) ist so bemessen das das Volk die Beute auch ausfüllt. Zu Kleine Völkchen in einer zu großen Beute werden in jeder Beute ein Problem mit der Klimaregulierung bzw. Nässe / Schimmel, etc. haben.
Der zweite Grund der Verwendung von Gitterböden ist die Kontrolle des Varroabefalles, bzw, die Absicht das abfallende Milben auf die unter den Gitterboden eingeschobene Windel fallen und so besser kontrolliert werden können.
Dazu kann ich sagen : Ich verwende seit jeher nur flache Holzböden. Darauf sehe ich den Milbenfall bei Behandlung genauso. Windeln habe ich noch nie benutzt , wozu ? Wenn du darauf achtest das deine Böden immer sauber sind wirst du jede Milbe drauf sehen. Wenn deine Böden so gammlig sind das du nichts mehr siehst, ... gieb das Imkern auf ;) .

gruß Uwe

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Re: Varroawindel

Beitragvon Finvara » Mi 2. Feb 2011, 22:24

Hallo Markus,
ich kehre die Bretter einfach ab. Aber das regelmäßig , sozusagen nebenbei. Immer wenn ich die Stände abgehe werden die Zargen etwas angekippt und die Böden abgefegt. ( Dazu reicht notfalls ein Bündel Pfeifengras od. Ginster od. Kiefernzweig.) Wenn man da konsequent hinterher ist giebt es eigendlich nie Probleme mit verschmutzten Böden. ( Ich muß dazu sagen das ich persönlich der Reinigung der Bodenbretter, bzw. deren Sauberkeit, einen sehr großen Stellenwert bezüglich der Bienengesundheit beimesse.In dem Punkt halte ich es mit den alten Heideimkern.)
Einen weiteren Vorteil hat die Sache ebenfalls : der Zustand des Bodens sagt schon sehr viel über ein Volk aus. Finde ich ein Volk mit einem sehr verschmutzen Boden, ev. sogar feuchte und festgebackte Gemüllreste , kann ich ziemlich sicher sein das da was nicht stimmt. In gesunden Völkern findet man während der Flugperiode auf dem Boden höchstens trockene Wachsdeckel, -krümel und in den Ecken vieleicht ein paar tote trockene Bienen. ( Im Sommer werd ich mal diesbezügliche Fotos reinstellen.)

gruß Uwe

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Re: Varroawindel

Beitragvon supasauba » Fr 25. Mär 2011, 13:05

»Ich tödte keine Bienen, um Hönig und Wachs zu bekommen, sondern erhalte sie frisch und gesund, auf daß sie mir das künftige Jahr wieder Wachs und Hönig eintragen.« – Anton Janscha

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Re: Varroawindel

Beitragvon Finvara » Fr 25. Mär 2011, 15:36


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Re: Varroawindel

Beitragvon supasauba » Fr 25. Mär 2011, 23:34

»Ich tödte keine Bienen, um Hönig und Wachs zu bekommen, sondern erhalte sie frisch und gesund, auf daß sie mir das künftige Jahr wieder Wachs und Hönig eintragen.« – Anton Janscha

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Re: Varroawindel

Beitragvon Finvara » Sa 26. Mär 2011, 10:05

Hallo Supasauber,
dieser Boden ist nichts neues. Wäre es so einfach, hätten ihn bereits alle.
Ohne Varroabehandlung auszukommen ist , zumindest bis heute, illusorisch.

" Wie merke ich ob die Bienen etwas merken ? "
- Probiers aus , das Erlebnis hinterläßt sichtbar bleibende Eindrücke. :lol:
Aber Spaß beiseite, im Winter hat der Imker meiner Meinung nach auch nichts in seinen Beuten zu suchen.
Und ansonsten, ... satte Bienen sind friedlich. also ist es gut wenn sie Futter aufnehmen.
Genau aus diesem Grund giebt man erst einen Rauchstoß ins Flugloch, wartet nach dem Aufbrausen etwa zwanzig Sekunden bis sich die Bienen mit Honig vollgesogen haben, und geht erst dann an die Arbeit.
Nur blutige Anfänger reißen erst den Deckel und die Folie runter, nebeln dann den Stock exessiv ein wie bei einem Waldbrand, und wundern sich hinterher warum sie niiieee ohne Schleier an ihren " Stechern " arbeiten können.
( So entsteht dann das Imkerbild : der im weißen Raumanzug von Rauchschwwaden umwallte Imker der seinem saugefährlichen Hobby nachgeht ;) .)

Eine Warrebeute kannst du ganz bequem von unten bearbeiten in dem du die Beute auf den Kopf stellst. Da fliegt kaum eine Biene auf. Ein Bearbeiten von unten tolerieren Bienen viel besser als das Aufreißen der Beute von oben. Darum lasse ich auch beim Zarbgenabheben immer das Festgekittete Abdecktuch auf der obersten ZArge. Dieses wird nur bei absoluter dringlichkeit abgelöst. Du kannst beqem die ganze Beute umstülpen um zB. auf Weiselrichtigkeit zu kontrollieren oder um Schwarmzellen zu ernten oder zu brechen, usw. . Da wird kaum eine Biene angreifen wenn du ruhig, mit wenig Rauch und wenig Erschütterungen vorgehst.

gruß Uwe

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Re: Varroawindel

Beitragvon zaunreiter » Mo 27. Feb 2012, 12:22

Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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