Rähmchen für Warré

Alles rund um die Zargen und Oberträger in einem Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Mi 11. Jul 2012, 13:38

Mit der Überschrift habe ich euch erschreckt, was?! :lol: Aufklärung weiter unten.

Von Ickowicz habe ich mir unter anderem ein Paket Rähmchen für Warré schicken lassen.
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Und passende Mittelwände.
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Die Rähmchen sind fertig gedrahtet. Sie passen in Warrézargen mit den originalen Maßen, also nicht extra modifziert für Rähmchen.
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Hier montiert.
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Die Oberträger haben Schlitze. Wer keinen Draht will, kann hier Laschen der Mittelwände durchstecken, umschlagen und festlöten. Wie bei Delon: http://warre.biobees.com/delon.htm
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Die Fase ist bei meinen Selbstbaubeuten etwas zu klein und mußte erweitert werden, weil die Ohren der Rähmchen relativ groß sind. Ist aber schnell erledigt.
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Man sieht schon von unten, daß so Rähmchen einen Blick von unten versperren, während reine Waben von unten gut eingesehen werden können. Zumindest solange sie noch relativ jung sind.
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So nun zum Sinn der Übung. Die Versuche mit dem Aufsetzen und den Mittelwänden als Leiter waren erfolgreich.
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Ich hatte den Eindruck, daß die Bienen den mit den zwei Mittelwänden verengten Raum gerne annahmen, insbesondere, weil dieser ja wie eine Minizarge innerhalb der Zarge funktionierte. Die Traube kettete sich innerhalb des Zwischenraumes auf. Fast so gut wie eine Flachzarge.

Wenn ich sowieso schon zwei Mittelwände reinhänge, dann kann ich das auch mit Rähmchen machen - so meine Überlegung. Denn dann kann ich notfalls zwei Rähmchen zur Kontrolle auf Brutkrankheiten ziehen (zum Beispiel für die Futterkranzprobe).

Meine Beuten komplett mit Rähmchen füllen - das werde ich auch in Zukunft nicht, denn ich empfinde Rähmchen weiterhin als lästig. Wenn es die nicht fertig gedrahtet gäbe, würde ich nicht mal daran denken, die zu verwenden. Zwei Rähmchen pro Zarge finde ich gerade noch tolerabel.

Zumal ich mir das Anlöten von Anfangsstreifen in Gänze sparen kann. Ich habe bei Verwendung zweier Mittelwände als Leiter keine Anfangsstreifen mehr verwendet. Die Waben wurden astrein gerade an den Oberträgern ausgezogen, ganz ohne weitere Bauvorgabe durch Anfangsstreifen. Das hat sich auch wiederholt, wenn sich anstatt der Mittelwände nur Anfangsstreifen an den Positionen Oberträger 3 und Oberträger 6 befanden. Also zwei leere Oberträger, ein Oberträger mit Anfangsstreifen, zwei leere Oberträger, ein Oberträger mit Anfangsstreifen, zwei leere Oberträger.

Viele Grüße

Bernhard
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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon kaibee » Mi 11. Jul 2012, 15:30

zaunreiter hat geschrieben:Die Rähmchen sind fertig gedrahtet. Sie passen in Warrézargen mit den originalen Maßen, also nicht extra modifziert für Rähmchen.

Kannst Du das genauer beschreiben. Wie breit sind die Oberträger der Rähmchen. Wie breit der untere Teil, wie hoch im gesamten...

zaunreiter hat geschrieben:Meine Beuten komplett mit Rähmchen füllen - das werde ich auch in Zukunft nicht, denn ich empfinde Rähmchen weiterhin als lästig. Wenn es die nicht fertig gedrahtet gäbe, würde ich nicht mal daran denken, die zu verwenden. Zwei Rähmchen pro Zarge finde ich gerade noch tolerabel.

Habe ich dieses Jahr auch gemacht. Allersdings habe ich Halb-Rähmchen genommen und in jeder Kiste auf 3 und 6 gehängt. Zur Durchsicht oder Ablegerbildung a la Denis. Die Beeinträchtigung durch zwei Halb-Rähmchen ist extrem gering, aber lasst einige Interventionen zu. So wie ich finde, ein guter Kompromiss.

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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon kaibee » Mi 11. Jul 2012, 16:11

Was ich immer hasse, ist, dass die Händler nie vernünftige Fotos im Shop haben. Die gekauften Rähmchen unterscheiden sich schon deutlich von denen im Shop.

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http://www.icko-apiculture.com/fr/ruche ... warre.html

Genaue Maße findet man auch keine...

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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Mi 11. Jul 2012, 17:54

Im Text beziehen sie sich auf Marc Gatineau. Die Maße Gatineau finden sich hier: http://warre.biobees.com/frames.htm

Ich habe noch nicht nachgemessen. Die Rähmchen passen aber gut in normale Warrézargen.

Gruß
Bernhard
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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Mi 11. Jul 2012, 21:34

apiarius hat geschrieben:Bei Anfangsstreifen kommt es tatsächlich auf die Länge der Oberträger an, also mit allgemeinen Aussagen bitte vorsichtig sein!


Da hast Du Recht. Das sollte auch gar nicht so allgemein rüberkommen, sondern für Warré-Maße.

apiarius hat geschrieben:was sollte unsere oberste Maxime sein?


Keine Dogmen. Das sollte die Maxime sein. Ich habe gestern mein Geschreibe unter immenfreunde.de gelesen. Und werde mich an vielen Wendepunkten wieder rückbesinnen. Genau dahin wollte ich aber auch wieder kommen, wenn ich dieses Jahr in vielen Dingen den Bogen überspanne, übertreibe und überziehe. Ich denke, dass Grenzerfahrungen wichtig sind, um zu lernen.

Freundliche Grüße
Bernhard
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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon Manfred » Mi 11. Jul 2012, 22:36

Grüß Euch,

Fremdwachs und wenns noch so schön zertiverziert ist, würde ich nie in meine Kisten hängen.

bemerkt der Mahnfred

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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Do 12. Jul 2012, 01:09

>>Gegenüber dem Ausbau von Mittelwänden
wird der Ausbau von Naturwaben aber lang-
samer vollzogen. Interessanterweise wird da-
durch die Bruttätigkeit kaum eingeschränkt,
und die Völker entwickeln sich ähnlich wie
die Kontrollvölker auf Mittelwänden 12; 26; 93.
Auch was den Honigertrag pro Volk anbe-
langt, unterscheiden sich die beiden Grup-
pen ebenfalls nicht signifikant 12; 26.<<
http://www.agroscope.admin.ch/data/publ ... _d_web.pdf
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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Jul 2012, 21:51

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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » So 29. Jul 2012, 08:20

Sag mal, Herr Kollege - wo sind denn deine Bilder von deinen Versuchen? Außer vagen Andeutungen, was Du gerade so treibst, ist da noch gar nix gekommen. Daß Du Bilder machen kannst, das weiß ich wegen der Blumenbilder, die Du gemacht und eingestellt hast.

Fange doch einfach mal mit ein paar Bilder deiner Beuten an.

Danke für die Zusammenarbeit.

Gruß
von der dunklen Seite der Macht :lol:
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Re: Rähmchen für Warré

Beitragvon zaunreiter » Mo 6. Aug 2012, 22:45

Es geht gar nicht um Beweise, ich glaube Dir auf dein Wort. Es geht nur um das Teilen und Bilder sagen mehr als tausend schöne Worte. Und Breitwaben interessieren mich tatsächlich. Ich kenne aus eigener Erfahrung vornehmlich Deutsch Normal-Rähmchen, sowie Einraumbeuten-Rähmchen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich solche Waben darauf aussehen können.

Apropos teilen. Noch ein paar Schnappschüsse.

Der Anfang der Brutnestkugel - alle Zellen sind schon bestiftet, nur der innere Zirkel hat ältere Maden.
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Diese Wabe ist aus dem Zentrum. Auffällig an den Warre-Waben ist, daß solche Waben immer ganz mit Brut oder ganz mit Honig oder ganz mit Pollen belegt sind. Über Vor- und Nachteile dieses Umstandes läßt sich vortrefflich streiten. Eines ist aber sicher - das Brutnest in einer Warre ist kompakt und warm.
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Ein paar Nahaufnahmen.
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Die Maden sehen sehr knackig aus - zum Anbeißen! 8-)
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Gruß
Bernhard
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