Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Alles rund um die Zargen und Oberträger in einem Warré-Bienenstock.
Johannes-Mellifera
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mi 23. Aug 2017, 15:39

Hallo Bernhard,

wurde dein Thema mit den Fotos von Brutwaben im Imkerforum.de entfernt? :shock:
Ich fand das sehr lehrreich!

Kann es sein, dass viele den Ernst der Lage nicht wahrhaben wollen und das Problem lieber totschweigen würden? :o ... Kann ich irgendwie nicht so recht verstehen. Da wird seitenweise diskutiert, ob OS-Verdampfung nun gemacht werden darf, aber über Gift im Wachs, was existentiell bedrohend ist, will niemand reden... Komisch!

Gruß Johannes

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon zaunreiter » Mi 23. Aug 2017, 16:25

Ja, komisch in der Tat. Da steckt viel mehr im Busch, als bis jetzt rausgeklopft wurde. Wir sehen weiter.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mi 23. Aug 2017, 18:04

Dann halte uns bitte hier auf dem Laufenden, wenn es an anderer Stelle nicht erwünscht ist!

Gruß Johannes

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon stefanzo » Do 24. Aug 2017, 00:46

Ja Vorsicht, viele verdienen mit Wachsumarbeiten Geld. Gerüchte über schlechtes Wachs schaden ihren Geschäften. Mit der Wahrheit macht man sich selten Freunde. Jedes Problem muß man heute mit der Varroa begründen, ansonsten bekommt man ein Problem. Man darf nicht sagen, die Mittelwände waren ein Problem, oder es waren Spritzmittel, oder man hat einen Mähschaden erlitten. Wer aufklären will und erzählt was er sieht wird einen rauhen Gegenwind zu spüren kommen, das war schon immer so.
mfg stefanzo

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Rolf » Sa 26. Aug 2017, 11:08

Das "Übel" scheinen die Menschen zu sein.
Nicht ALLE aber viele ...


Rolf

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon zaunreiter » So 27. Aug 2017, 07:17

Kein Grund direkt Misanthrop zu werden und alles Menschliche zu verteufeln. Es gibt so viele wunderbare Menschen, die Gutes tun und Herz haben.

Also die Menschen nicht nur negativ sehen.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon jonas » Mo 28. Aug 2017, 21:29

sehr interessanter Beitrag über Wachs:
https://www.youtube.com/watch?v=uX8A4sYql_E

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Isabella » Di 29. Aug 2017, 14:16

Hallo Jonas,
erst einmal einen großen Dank für den verlinkten Vortrag, der das Problem sehr aufschlussreich darstellt, auch die anschließende Diskussion des Vortrages ist sehr interessant !
Das bedeutet aber, das Problem besteht nicht nur bei der Mittelwand-produzierenden Industrie, sondern auch im Wachskreislauf zwischen den Imkern und den Mittelwandherstellern. Da die Wachsrücklieferung in Minnichargen durch die Imker schon aus Kostengründen analytisch nicht kontrolliert werden kann, wird sie zukünftig nicht mehr stattfinden können oder nur noch zu einem wesentlich geringerem Ertrag, wenn man für unverfälschtes und nicht mit Pestiziden kontaminiertes Wachs garantieren muß.
Und solange es für Imkereiwachs keine allgemeinverbindliche chemische Standardisierung gibt, wird das Problem überhaupt nur sehr schwer in den Griff zu bekommen sein.
Eine generelle Sicherheit wird es auch dann nicht geben, da Zertifikate allzuleicht mißbraucht werden können.

Keine guten Aussichten für die Imkerei ! Es sei denn die Imker finden wieder zum "Naturbau" zurück.

Mit besten Grüßen von KW nach Berlin

Friedrich
Ubi apis, ibi salus ! - Wo Bienen sind, da ist Gesundheit !

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon jonas » Sa 9. Sep 2017, 11:05

Hatte gestern im Lager ein bisschen mit der Wachmotte zu tuen. Beim meditativen Säubern fragte ich mich wie die Wachsmotte denn mit so Verseuchten Wachs wie von Bernhard beschrieben umgehen würde.. Wäre mal interessant zu gucken ob die das befallen.

Grüße,
Jonas

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon stefanzo » Sa 9. Sep 2017, 21:29

Gute Frage! Ich hatte vor einigen Jahren einmal den Fall, das ein starkes Volk während dem Füttern überraschend auszog. Es nahm die erste Futtergabe von ca. 6kg Flüssigfutter rasch auf, bei der zweiten Futtergabe nahm es die Hälfte, und verschwand. Weder das übriggebliebene Futter, noch die Futterwaben wurden beraubt. Ich ließ die Beute noch zwei bis drei Wochen weiterhin offen stehen, (sollte man keinesfalls machen). Auch nach drei Wochen wurde noch kein Futter geraubt, und keinerlei Wachsmottenbefahl. Varroa wurde mir gesagt, aber ich bin überzeugt, daß damals etwas anderes im Spiel war. Wenn ein Volk zusammenbricht, dann kann man normalerweise gar nicht so schnell schauen, wie das Futter geraubt wird und sich die Wachsmotten entwickeln. Das ganze war damals im August, mitten am Stand. Keine Wachsmotten und keine Bienen am Selbstbedienungsladen, außergwöhnlich würde ich sagen. Es gab auch keine Tracht, das ich sagen könnte die haben etwas besseres gehabt. Vielleicht lag des Rätsels Lösung damals ebenfalls im Wachs?
mfg stefanzo


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