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Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 1. Apr 2015, 11:02
von Bummel
Hallo in die Runde :)

Ich bin absoluter Imkerneuling und gerade dabei, meine erste Warré-Beute zu bauen. Da ich dafür Rauspund benutze, in dem sich schon Nut und Feder befinden, kam die Idee auf, die obeliegende Nut durch herausbrechen der einen Seite zur Auflagefläche für die Oberträger zu nutzen. Der Abstand zur nächsten Zarge oben wären demnach aber nur 8-9 mm und somit leicht zu wenig für die 9mm dicken Oberträger.

Weiterhin bin ich hier im Forum auf die Möglichkeit des Einsatzes von 9 statt 8 Oberträgern bei geringerem Abstand zwischen den Trägern gestoßen, was wohl leichtere Waben zur Folge hätte. Blöd gedacht und beide Gegebenheiten addiert: wäre es möglich, bei Einsatz von 9 Oberträgern die Oberträger generell dünner zu machen, wenn ja, wie dünn könnten sie maximal sein?

Ich hoffe auf eure erfahrenen Meinungen :)

Liebe Grüße
Julia

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 1. Apr 2015, 11:43
von Distelbauer
Hallo Julia,

ich habe mit 9Waben leider keine Erfahrung, könnte mir aber vorstellen, daß es zu Wirrbau oder ausgebeulten Waben führen könnte. Zu den Oberträgern: Manche haben auch schon Schaschlikspieße dafür genommen. Die OT müssen ja nur anfangs das Gewicht der Waben aushalten später wird ja auch seitlich angebaut ;). Ich habe auch schon 6mm Sperrholzplatte genommen und Schlitze reingesägt. So konnte ich mir zwar die Falze an den Zargen sparen, aber erstens war das auch ne Arbeit und zweitens braucht man nie einzelne Waben ziehen wollen, ob man das natürlich überhaupt will :?:

VG Georg

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 1. Apr 2015, 11:48
von zaunreiter
Hallo Julia,

wenn man mit etwas beginnt, ist es bestimmt eine gute Idee, erstmal alle Maße und Praktiken zu ändern, die so üblich sind. ;)

Viele Grüße

Bernhard

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 1. Apr 2015, 12:20
von Bummel
Lieber Georg, lieber Bernhard,

vielen Dank für eure Antworten!

Bernhard, ich will ja auch nicht die ganze Warré-Beute revolutionieren :-D Es wäre nur wesentlich einfacher, die Nut der Brettchen zu nutzen, als nochmal eine neue Ecke rauszusägen. Und da ich nicht möchte, dass die Oberträger unter der Last der Waben zusammenbrechen, kam eben die Idee auf, diese auf mehrere (naja gut, "eins" ist nicht wirklich "mehrere") OT zu verteilen. Wenn es allerdings auch mit wenig dünneren OT klappen könnte, ist das schon mal eine brauchbare Info. Trotzdem bin ich froh über die Erfahrungen von euch "alten Hasen". Ich werde nochmal drüber nachdenken und schauen, wie ich alles am besten in meiner Holzkiste unterbringe ;-)

Liebe Grüße
Julia

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 4. Dez 2019, 03:00
von Schlossimker
Hallo,
weil es hier rein passt, hole das Thema wieder hervor.
Ich hab eine Idee für wesentlich dünnere Oberträger, so das die Kö noch weniger über Holz laufen muss, und es näher an den ungeteilten Brutraum kommt.

Man könnte die Oberträger aus Bambus Holz machen - das gibt es inzwischen als Bretter, 18mm stark. Das Holz ist super stabil und extrem hart, allerdings auch schwerer zu sägen. Davon könnte man streifen in passender Länge abschneiden.
Mit der Dicke könnte man auf 5mm, ggf. auch 4mm bei Warre runter gehen - vorsichtig muss man mit Stabilbau sowieso umgehen.

Was mich allerdings etwas abschreckt ist, dass es Leimholz ist. Bezüglich dem Formaldehyd gehalt des Holzes wird sicher viel versprochen (Grenzwerte). Aber ich möchte eigentlich den Leim, der in meinen Beuten zum Einsatz kommt selber aussuchen und nicht "glauben müssen".

Schlossimker - ein Kaiserfranke.

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Mi 4. Dez 2019, 06:35
von Deichkind

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: Sa 7. Dez 2019, 23:35
von Rolf_L
wenn ich Rauspund lese, denke ich an so ca. 16mm dicke Brettchen. Da hätte ich weniger Sorgen um die Oberträger, sonder viel mehr das die Beute komplett auseinander fällt,

Re: Dicke der Oberträger

Verfasst: So 8. Dez 2019, 09:21
von Nöld
Hallo Zusammen,

ein wie ich finde perfekter Oberträger:

- Sägerauhe Oberfläche
- Keine Astlöcher
- Homogene Jahrringlage (am besten parallel/rechtwinklig zu den Schnittflächen)
- Kernkieferholz
- Zentrierter Leitwachsstreifen

Viele Grüße,

Nöld

Oberträger.jpg