Auffütterungsrate

KMP
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Auffütterungsrate

Beitragvon KMP » Mo 20. Aug 2012, 20:48

Ich habe am vorletzten Sonntag ungefähr 800 g Futterteig bei meinem neuen "1/3 voll Volk" eingelegt. Morgen wird es alle, denke ich, also ungefähr 100 g pro Tag. Klingt das vernünftig? (Kann man hier schon von Auffütterung reden?)

-K
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Manfred

Re: Auffütterungsrate

Beitragvon Manfred » Mo 20. Aug 2012, 21:18

Grüß Dich, K

Ein 1/1 Vollvolk hat zur Zeit einen Verbrauch von ca. 200 g täglich .

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon KMP » Di 21. Aug 2012, 09:51

Manfred hat geschrieben:Grüß Dich, K
Ein 1/1 Vollvolk hat zur Zeit einen Verbrauch von ca. 200 g täglich .


Danke, Manfred! Heute war der Teig nicht ganz alle, also ich schätze jetzt 80 g/Tag. Heute habe ich gewogen und die haben in 2 Wochen etwa 2 kg zugenommen.
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon KMP » Fr 24. Aug 2012, 10:31

Gestern morgen habe ich dem Bienenvolk eine 3:2 Zuckerlösung gegeben -- 600 g Zucker und 400 g Wasser (der 1 l Eis-Behälter war fast voll). Heute morgen war die Schüssel leer. (Es war auch eine Wespe hinten in der Kiste.) Gestern hatte ich wieder den Eindruck, dass nach der Futterabgabe Räuberei unterwegs war. Ich konnte kein Kämpfen sehen, aber der Andrang am Flugloch war mir nicht normal. Ich habe die Breite stark eingeengt (2 cm) und der Andrang nahm allmählich ab. Später habe ich die Eröffnung wieder etwas breiter aufgemacht (etwa 7 cm).

Kann ein kleineres Volk 600 g Zucker flüssig abgereicht tatsächlich wegschaffen?

-Kevin
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon zaunreiter » Fr 24. Aug 2012, 13:36

Hört sich eher danach an, als ob sie dabei "Hilfe" gehabt haben. :?

Das Flugloch kannst Du ruhig bei 2 cm oder kleiner belassen. Außerdem was vor das Flugloch stellen. Wenn die Beute allerdings außen von den Räuberbienen markiert wurde, dann werden die keine ruhige Minute mehr kriegen.

Gruß
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Re: Auffütterungsrate (und Räuberei)

Beitragvon KMP » Sa 25. Aug 2012, 08:20

Gestern, sehr spät wieder flüssig gefuttert. Heute morgen war wieder die Hölle los. Gestern fiel es mir auf, weil Bienen hinten an der Kiste herumgelauert und geflogen sind, was vorher nie passiert. Das fand ich ziemlich verdächtig. Heute morgen war es wieder der "Andrang", und das Summen -- eine bestimmte Unruhe, die der Tageszeit und Wetter nicht passt. Also wieder eine Gitter angebracht.

Hier noch ein Tipp von jemanden wie man eine einfacher Räubereigitter herstellen kann:
http://www.colonialbeekeepers.com/Files/robbingscreen/Beekeeping_RobbingScreen_03.JPG

Soll dem Flugloch 7-10 cm links und rechts länger sein.
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon Gesina » Di 28. Aug 2012, 19:40

Hallo Kevin,
Dein Brief ist heute angekommen, vielen Dank. Wie sieht`s denn momentan bei Deiner Kiste aus? Wirkt das Räubergitter? Also bei mir ist nach wie vor die Hölle los, eben habe ich wieder eine Biene mit einem Stück Wabe gesehen. Habe jetzt noch zusätzlich zum Gitter das Flugloch ganz klein gemacht.
Ausgerechnet mein starkes Bienenkistenvolk, an dem Segeberger-Ableger daneben ist alles ganz friedlich...
Bin etwas ratlos.
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon KMP » Mi 29. Aug 2012, 07:31

Gesina hat geschrieben:Wie sieht`s denn momentan bei Deiner Kiste aus? Wirkt das Räubergitter?


Etwas ruhiger. Die Bienen haben jetzt auf Dauer Futterteig und bekommen spät am Abend (nach Dunkelwerden) die 3:2 Lösung mit 600 g Zucker. Die meisten Bienen auf der Gitter finden den Weg rein, und ich will glauben, dass die fast alle meine sind. Aber wie meine Mutter mich immer fragt: "Wie unterschiedest du zwischen deinen Bienen und die Räuber?"

Als ich vor 2-3 Tagen die Gitter wieder angebracht habe, war das Volk früh am Morgen _sehr_ laut und einige Bienen waren hinten auf der Kiste und suchten nach einen Weg rein -- das sehe ich so gut wie nie unter normalen Umständen.

Kann sein, dass einige immer noch "mitfresse". Da frage ich mich was dahinter stecken könnte -- eigentlich werden z. Zt. die meisten (betreuten) Völker gefuttert, denke ich. Vielleicht ein wildes Volk in der Nähe? Da fehlt mir die Erfahrung. Diese Jahreszeit ist mir Neuland, also ich habe noch kein richtiges Auge dafür. (Habe gerade eine Biene aus der Wohnung herausgeführt -- dass passiert auch zur Zeit häufiger.)

Hier ein interessanter Artikel (Teil 1) aus dem American Bee Journal (ja, leider auf Englisch). Der Autor unterscheidet zwischen "massive robbing" und "progressive robbing" (fortlaufende Räuberei):
<http://www.americanbeejournal.com/site/epage/132584_828.htm>

Gesina hat geschrieben:Also bei mir ist nach wie vor die Hölle los, eben habe ich wieder eine Biene mit einem Stück Wabe gesehen. Habe jetzt noch zusätzlich zum Gitter das Flugloch ganz klein gemacht.
Ausgerechnet mein starkes Bienenkistenvolk, an dem Segeberger-Ableger daneben ist alles ganz friedlich...
Bin etwas ratlos.


(Die sind hoffentlich nicht dran beteiligt?)
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon Gesina » Mi 29. Aug 2012, 09:01

"Die (Segeberger) sind hoffentlich nicht dran beteiligt?"

Hatte auch kurz den Verdacht. Aber die Bienen, die meine Kiste räubern, sehen total anders aus. Ganz schwarz. Während in meinem eigenen Volk auch einige "schwarze" Bienen sind (ist ja ein Schwarm gewesen, wer weiß, was für eine Mischung), sind die Bienen aus der Segeberger Reinzucht-Carnica mit junger neuer Zuchtkönigin. Nicht dass ich das irgendwie besser finde - im Gegenteil - aber so kann ich ein Räubern dieses Volkes ausschließen.

Ich war gestern echt verzweifelt, mittlerweile hoffe ich, dass sich das wieder legt. Heute Morgen sah es ruhiger aus, keine Kämpfe, die Wächter sind sehr aufmerksam.
Ich möchte unter diesen Umständen ungerne eine weitere Puderzuckerprobe machen, hatte mir schon vorgenommen, auf blauen Dunst zu behandeln.... man ist das schwer!
Heute bin ich wieder gegen eine Behandlung, denn schließlich brauchen die Bienen dringend Futter.
Danke für den Link, werde ich mir vornehmen.
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Re: Auffütterungsrate

Beitragvon zaunreiter » Mi 29. Aug 2012, 10:00

KMP hat geschrieben:...eigentlich werden z. Zt. die meisten (betreuten) Völker gefuttert


Auch wenn ein Volk gefüttert wird oder ausreichend Futter hat, wird es das Volk nicht daran hindern, bei anderen Völkern räubern zu gehen. Es sind meistens die Starken, "gut geführten" Völker, die ausreichend Flugkraft für solche Angriffe haben. Ein wildes Volk, die meistens Mickerlinge sind, scheidet daher eher als Verursacher für Räuberei aus.

Gesina hat geschrieben:...die Bienen, die meine Kiste räubern, sehen total anders aus. Ganz schwarz.


Selbst gelbe Bienen sehen schwarz aus, wenn sie räubern. Sie verlieren die Haare bzw. sind mit Honig eingekleistert. Nimm mal zur Probe eine tote Biene aus deinem Volk und tauche sie in Wasser und schaue Dir an, wie das Aussehen sich dadurch ändert! Räubernde Bienen sind meistens schwarz, daran kannst Du sie gut erkennen. Wenn die Räuberei "still" ist, sind die Räuber weniger schwarz.

Das wichtigste Gegenmittel zur Räuberei ist das Einengen des Flugloches auf ein-zwei Bienengröße. Also richtig klein. Sowie das Vorstellen eines Gegenstandes. Die Räuber hinterlassen eine Duftmarke mit der Aufschrift: Dieser Stock kann geräubert werden. Ich wasche daher die Front eines geräuberten Bienenstockes in der Morgenstunde ab, mit Wasser und Spülmittel.

Viele Grüße
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.


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