Kondensatordach

Rund um das Dach des Warré-Bienenstocks, sowie dem Kissen.
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Rumpel
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Mo 4. Nov 2013, 07:02

Weil keiner weiter schreibt, tu ich mal was.
Nach der erfolgreichen Amputation der Symbiose fängt das widernatürliche an.
Warre , Strohkorb von mir aus auch der obere Eingang, und andere folgen der Verdünnungslüftung,
unterscheiden sich in der Kondensatführung je nach Lage der Strömungswalzen. (Reaktion Schnell)
Der offene Gitterboden folgt der Verdrängungslüftung. (Reaktion langsam)
Ausrechnen und auf den Standort zuordnen.
Geschrieben für angehende Lufttechniker, oder die es werden wollen.
LG. Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Mo 4. Nov 2013, 10:05

So ganz kann ich Deinen Gedankengängen nicht folgen wenn ich ehrlich bin

Schade habe mir doch Mühe gegeben,oder einfach fragen.
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon zaunreiter » Mo 4. Nov 2013, 12:09

Ein wenig konkreter könnte das schon sein. ;)
Cogito ergo summ.
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Mo 4. Nov 2013, 12:48

Ich weiss, wird dann aber ein Buch.
Zwei Jahre im Zeichen des Bien unterwegs, der Haussegen ist in Schieflage. :)
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Di 5. Nov 2013, 08:53

Ein wenig konkreter könnte das schon sein.

Stülper: Wandaufbau untersuchen ,Was passiert wann und wo.
Flugloch ist Wo und warum.
Viellicht hilft es beim Mitdenken.
LG. Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon zaunreiter » Di 5. Nov 2013, 11:28

Ich verstehe immer noch nicht, wie die Bienen das machen. Es werden ja Zunahmen über die Stockwaage bis zu 10 kg am Tag gemessen. Das sind 10 kg Nektar. Wenn der Wassergehalt bei 60 % liegt, sind das 4 kg Trockensubstanz und 6 Kilogramm Wasser.

Um aus 60 % im Nektar die 18 % im Honig zu erreichen:

4 kg = 82 %
0,9 kg = 18 % (das ist der Wassergehalt des Honigs)

Das heißt:

6 - 0,9 kg Wasser  = 5,4 kg Wasser, das verdunstet werden muß.

Wie viel Wasser kann warme Luft halten? Vor allem: die Umgebungsluft hat ja schon eine gewisse Luftfeuchte. Sagen wir 70 % im Stock. Bei 30°C kann die Luft maximal 30 g/m³ Luft halten, wovon ja 70 % schon belegt sind, also 21 Gramm. Übrig bleiben 9 g Aufnahmefähigkeit. Pro Kubikmeter!

5.000 Gramm Wasser geteilt durch 9 Gramm = 555 Kubikmeter Luft, die benötigt werden, um die Menge von 5 kg Wasser zu verdunsten. Das sind 555.000 Liter!

Eine Warrébeute mit drei Zargen hat 54 Liter und wenn man 555.000 Liter durch 54 teilt, kommen 10.277 heraus - so oft muß die Luftmasse in der Beute am Tag ausgetauscht werden. Das ist 428 Mal in der Stunde! Das ist einfach nicht möglich!

Wie machen die Bienen das?
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Re: Kondensatordach

Beitragvon foobar » Di 5. Nov 2013, 11:47

Hallo Bernhard,

meinst Du nicht, dass die Bienen den Wassergehalt des Nektars schon in ihrem Honigmagen senken, so das der 1. eingelagerte Nektar einen schon viel geringeren Wassergehalt aufweist.

Gruß Jan

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Re: Kondensatordach

Beitragvon zaunreiter » Di 5. Nov 2013, 12:32

Ja, im Flug geht schon was verloren - je näher an der Tracht, desto feuchter der Honig!

Nur der verbleibende Rest ist immer noch enorm.
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Di 5. Nov 2013, 13:25

Beim Stülper stehen die Strömungswalzen auf Kondensat raus, der Wandaufbau schaltet auf Verdunstungskühlung.
Alle Jahreszeiten und Zustände abfragen dann kommt was bei raus, Zahlen sind erst mal unwichtig.
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Di 5. Nov 2013, 14:24

Bei Warre genau anders herum wegen den milderen Anforderungen. niedrigere Luftfeuchte.
Die Bienen brauchen dann Wasser zur Stockkühlung, und das hat der gute Warre gewusst.
Gruss Jörn
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