Kondenswasser in der Beute

Rund um das Dach des Warré-Bienenstocks, sowie dem Kissen.
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Rumpel
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rumpel » Do 13. Dez 2018, 16:25

In der Kotblase befinden sich Rektalwülste, die bei Wassermangel den
Wassergehalt der Hämolymphe regeln können, indem sie das in den Enddarm ausgeschiedene Wasser zurückgewinnen können.
-Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Rumpel
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rumpel » Do 13. Dez 2018, 19:05

Vielleicht braucht es wer noch genauer.
https://www.spektrum.de/lexikon/biologi ... esse/40895
-Jörn
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rolf_L » Fr 14. Dez 2018, 09:55

zaunreiter hat geschrieben:
Rolf_L hat geschrieben:Einfach mal...


Geht nicht.

Es würde schon gehen, wenn man will ( und den Link anklickt)
http://www.immenfreunde.de/docs/Stockklima.pdf
Ich habe die Rechnung für die "Verbrennung" von Zucker gemacht. Zum Verstoffwechseln habe ich nichts. Ich habe das Wort nicht mal im Duden gefunden.

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Rumpel
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rumpel » Fr 14. Dez 2018, 10:21

Verstoffwechselung die bei ­10°C
Außentemperatur fest sitzende Wintertraube verlassen muß.

Aha, na dann.
Die Verarbeitung von Invertzucker(C6H12O6) findet in der Biene statt, und nicht außerhalb.
Durch Zutritt von Sauerstoff (Verbrennung), wobei Wasser und Kohlendioxid frei
werden.
Was futtern die im Winter?
Bei 20% Wasser im Honig müssen da aber noch einige mengen Wasser dazu um Nektarähnlich zu werden.
Labialdrüse, die hat eben nicht wenig zu tun um alles was man befeuchten will, auch Futter.
_ Jörn
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon zaunreiter » Sa 15. Dez 2018, 09:51

Wieder was gelernt. Danke Jörn.
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon biene1.0 » Sa 15. Dez 2018, 12:38

Hallo,
das erklärt auch warum meine so trockenen Beuten bisher keine (sichtbaren) Probleme in dieser Beziehung gemacht haben.
Trotzdem, Reste an Wasser wird es hier und da trotzdem geben. Und da ist es nicht schädlich wenn das sich nicht aus Kondensat in der Beute befindet.
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer

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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rumpel » Mo 17. Dez 2018, 11:57

Trotzdem, Reste an Wasser wird es hier und da trotzdem geben.

Ich hab mir mühe gegeben, aber ab hier wird es religiös.
Scherz :)
-Jörn
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Nöld » Mi 19. Dez 2018, 16:48

Hallo Zusammen,

also meine Beuten sind im Frühjahr deutlich leichter als im Herbst und ich bezweifle, dass die Differenz bei Reinigungsflügen im Frühjahr ausgeschieden/rausgetragen werden. Soweit meine Beobachtung.

Über die Tracheenatmung habe ich gelesen, dass durch die meist offenen Stigma, sehr wohl viel Wasser verloren geht (dampfförmig).

Um auf den Eingangstext Bezug zu nehmen, würde ich eine gute Isolation vorsehen, welche verhindert, dass das gasförmige Wasser überhaupt auf der Innenseite der Konstruktion kondensiert (den Taupunkt nach aussen verlegen). Das Wasser in der Luft sollte ohne den Aggregatzustand zu wechseln durch den Deckel/Wand/Boden diffundieren. Hierzu müssen Materialien mit einem möglichst kleinen Wasserdampfdiffusionswiederstand gewählt werden. Der Lösungsansatz von Michi scheint mir gut gewählt und einfach zu realisieren. Meine Dächer sind auch leicht modifiziert und nach oben hin komplett offen (unter dem belüfteten Stülpdeckel).

Das als Abfallprodukt der Verbrennung anfallende CO2 könnte, wenn der Gasaustausch der Beute klein gehalten wird, die Sterblichkeit der Varroa erhöhen, ohne die der Bienen negativ zu beeinflussen. Diese Idee hab ich Bahreini, B. (2014, S. 99ff) geklaut.

Daher werde ich meine nächste Beute (mir als Vorbild folgend) "nicht ganz dicht" bauen!

Bahreini, B. (2014) The Costs and Benefits of Resistance and Tolerance Behaviors against Varroa mite (Varroa destructor Anderson and Trueman) in
Honey bee (Apis mellifera L.)

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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Rumpel » Mi 19. Dez 2018, 19:37

Deine Bienen verlieren auch Wasser über ihre große Körperfläche, die menge ist von der Sättigung der sie umgebenden Luft abhängig. (Efflux)
Das bedeutet wenn man die Bienen zB. in einen Raum bei 0 Grad und nur 40% Luftfeuchte stellt, dann gehen die Null Komma nix über die Wupper!
- Jörn
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Re: Kondenzwasser in der Beute

Beitragvon Hobbyimker » Di 1. Jan 2019, 12:35

Hallo
Labialdrüse das hab ich als normalie Hobbyimker die ersten Jahre gar nicht auch nur ansatzweise zu ordnen können erst nach neugier rum spielereien ist mir optisch der Begriff Labialtaser mal durch Zufall unter etwas vergrößerung zum Vorschein gekommen und daher auch die Labialdrüse nun mir etwas bekannt. aber welche Funktion oder Sinnbedeutung dahinter stecken bleibt doch un beantwortet deshalb mal ein danke an diesen Diskusionsansatz .
vielleicht intressierts jemanden hier das war das erstemal in meinem Leben als ich die Labialtaster mal optisch und gedanklich wahr nehmen konnte ...
schon etliche Jahre nun wieder vergangen seitdem viel versucht zu erfahren drüber und es gibt immer wiedermal neue Erkenntnisse die wie grad gelesen drüber die sich dazu ansammln...warum schreib ich das nun hier ...einfach mal danke für den Beitrag hier zum lesen drüber Labialdrüse

Hier mal das Foto seiner Zeit als ich die Labialtaster erstmalig optisch wahrnahm https://flic.kr/p/7PkqEZ
Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde daran denken leider nur die wenigsten menschlichen Bewohner


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