Wie es früher einmal war

Die Behandlung der Varroa in Klotzbeuten.
Gesina
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon Gesina » So 25. Nov 2012, 21:21

Egal, ich werde durch diese Aufstellung versuchen einen Kraftort entstehen zu lassen


Hallo Markus,

ganz so einfach scheint das allerdings auch wieder nicht zu sein. Ich war ja neulich dort (habe ihm gebrauchte Warrés abgekauft), da erzählte er etwas von den vorhandenen Bodenenergien, die gegeben sein müssen. Außerdem musste er den Kreis auch "neu aktivieren" mit dem Schaltstein in der Mitte.

Also wenn du das wirklich vorhast - ich find´s ne schöne Idee - dann wende dich doch am besten mal an ihn.
Er kann dir eine Menge darüber erzählen.

Liebe Grüße,
Gesina
Die Königin verkörpert die einigende Kraft der Gemeinschaft (Newman)

mahagugu
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon mahagugu » Di 27. Nov 2012, 18:51

Nur so nebenbei , aber mir ist ein Grund eingefallen warum die Völker in Klotzbeuten überleben.

Mein Gedanke ist , dass sie dass nicht wirklich tun - sondern einfach rechtzeitig das sinkende Schiff
verlassen. Die Varroa-migration ist ja eh bestens bekannt. Die Bienen lassen alles zurück und
begeben sich ohne Honig und Brut auf die Flucht.

Vermute mal , dass sie irgendwo ein neues Volk gründen - warum nicht in einer leeren Klotzbeute,
wenn alles passt.
Die herumstehenden Klotzbeuten, die selten angerührt werden, sind für die Bienen einfach nette
Behausungen , in denen sie sich immer wieder ansiedeln.
Nachdem zB in so einer varroaverlassenen Beute alle Milben abgestorben sind, ist die Beute wahrscheinlich
mehr als interessant für ein Volk was gerade wegen den Milben auszieht und eine neue Bleibe sucht,
weil gibt ja massenweise Honig und Wachs dorten.

Schwergeschädigte Bienen können nicht mitfliegen, 85 % der Milben sind im Schnitt in der Brut.
Schätze mal die Migration reduziert die Milben gewiss über 90 % , vielleicht sogar 95 % und
entspricht schon vom Effekt her einer konventionellen Varroabehandlung mit zB Oxalsäure.

Die Nichtentnahme von Honig verringert wahrscheinlich auch die Anzahl der nötigen Brutzyklen.
Der volle Honigraum macht die Bienen "fauler" und sie leben länger und setzen mehr Fett an.
(Bei den Primorskibienen hat man ja auch festgestellt , dass die länger leben , also demzufolge auch
weniger Brutzyklen brauchen).
Ein Brutzyklus weniger ist schon mal ein Faktor 3 bis 1,6 weniger an Varroa.

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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon zaunreiter » Di 27. Nov 2012, 22:29

mahagugu hat geschrieben:Schwergeschädigte Bienen können nicht mitfliegen, 85 % der Milben sind im Schnitt in der Brut.


Falsch. Es sind im Schnitt 50 % in der Brut und 50 % phoretisch auf den Bienen. Nur zu bestimmten Zeiten, wenn es eine Bruteinschränkung oder wenig Brut gibt, steigen die Milben vermehrt in die Zellen.

mahagugu hat geschrieben:Schätze mal die Migration reduziert die Milben gewiss über 90 % , vielleicht sogar 95 % und


Ein Schwarm kann gut und gern 90 % der Milben mitnehmen! Das habe ich selbst gesehen, daß so ein Schwarm absolut durchseucht sein kann. Es reicht, wenn sie nur 50 % mitnehmen, denn schon nach ein oder zwei Brutzyklen sind sie wieder bei 100 % des Anfangbestandes.

Hier gibt es also nicht viele Geheimnisse rund um die Klotzbeuten. Und ich kenne Klotzbeutenbienen, die an Varroose eingegangen sind. Ein Allheilmittel ist das noch nicht. Wird es auch nicht werden, denn die Cerana schwärmt viel häufiger. Ob das dann der ausschlaggebende Faktor ist, wage ich zu bezweifeln. In den Studien werden das Ausräumverhalten als Ursache für eine Resistenz besonders betont. (Außer bei den Gotlandvölkern. Die halten einfach nur mehr aus.)

Gruß
Bernhard
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon mahagugu » Mi 28. Nov 2012, 00:06

zaunreiter hat geschrieben:....
Falsch. Es sind im Schnitt 50 % in der Brut und 50 % phoretisch auf den Bienen. Nur zu bestimmten Zeiten, wenn es eine Bruteinschränkung oder wenig Brut gibt, steigen die Milben vermehrt in die Zellen.
.....


Hmm... dann habe ich da eindeutig was falsches gelesen.
Zahlt sich also nicht aus wegen 50 % die gesamte Brut zu vernichten.

Wenn ein Schwarm 90% aller Milben mitnehmen kann, dann sollte ein Schwarm immer behandelt werden, solange er noch keine
Brut hat.

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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon zaunreiter » Mi 28. Nov 2012, 22:59

apiarius hat geschrieben:Bernhard, wann hast Du das beim Schwarm genau bemerkt- gleich beim Einfangen..


Gleich beim Einfangen. Hat mich selbst gewundert, weil es ja heißt, daß Schwärme ach-so-milbenfrei seien. Wenn Du aber mal näher hinsiehst, wirst Du bei allen Schwärmen Milben finden und in manchen eben mehr!

Gruß
Bernhard
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon zaunreiter » Do 29. Nov 2012, 22:56

Buona sera, Herr Wissenschaftler!

Ja, Du hast schon recht - aber diese meine Schätzung kommt schon hin. Das nächste Mal zähle ich extra für Dich nach! :P

Leider richtet sich die Realität nicht nach unseren Träumen und Wünschen. Und deswegen gilt auch hier: es gibt nichts, was es nicht gibt. Oder so... :oops: Auch bei Schwärmen ist es ratsam, ein waches Auge zu haben.

Gruß
Bernhard
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon zaunreiter » Fr 30. Nov 2012, 00:04

Ich bin schlecht im Rechnen. :wink: :oops:
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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon mahagugu » Fr 30. Nov 2012, 09:06

Es gehen ja mehrere Schwärme ab in einem Volk.

Es bestünde also , die Möglichkeit , dass die ersten Schwärme , die meisten
Milben mitnehmen und die Nachschwärme , dafür um so gesünder sind.

Habe noch nirgends gelesen, dass die Varroa auf gleichmässige Verteilung achtet und
wies aussieht , hat sie das auch nicht nötig.

Okay, ist vielleicht alles nur Wunschdenken , aber momentan finde ichs halt plausibel.

Hmm ... (mögliche Verteilung)

Primärschwarm ... 90 % Milben
zweiter Schwarm .. 8 % Milben
dritter Schwarm .... 2 % Milben

Manfred

Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon Manfred » Fr 30. Nov 2012, 14:07

Grüß Euch,

Klar kann es geschehen, daß viele Milben mit auf die Reise gehen.
Als Resultat fehlgeschlagener imkerlicher Bemühungen mit Hilfe gestutzter Königinnen und gebrochener Zellen den Schwarm zu verhindern, ergibt sich entgegen dem natürlichem Verlauf eine erhebliche zeitliche Verzögerung.

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Wie es früher einmal war

Beitragvon zaunreiter » Fr 30. Nov 2012, 14:47

Manfred hat geschrieben:...eine erhebliche zeitliche Verzögerung.


Wobei?

Gruß
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.


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