TBH vs Einraumbeute

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wonderfool
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TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Mo 2. Mai 2016, 16:02

Hallo,
ich überlege mir immer mal wieder neben der Warré noch ein zweites Beutenmaß zu betreiben. Hintergrund ist, dass ich für mich persönlich gerne noch eine Beute mit Mobilbau in Betrieb hätte.

Trotzdem möchte ich weitgehend mit Naturbau und natürlichen Schwärmen arbeiten. Zielsetzung ist nicht maximaler Ertrag, sondern maximale Entspannung. Sowohl bei den Bienen, wie auch beim Imker :D

Die TBH ist da irgendwie sowieso in der engeren Auswahl. Nebenher würde mich allerdings auch die Einraumbeute interessieren. Das Prinzip kommt mir eigentlich sehr ähnlich vor. Eigentlich ist die TBH ja auch nur eine Art Trogbeute, wenn auch ohne Rähmchen. Die meisten berichten allerdings davon, dass in der TBH immer an die Wände angebaut wird. Wenn also sowieso angebaut wird, könnte ich auch ebenfalls mit Rähmchen arbeiten und mir das lange Messer sparen.

Selbst bauen ist für mich keine wirkliche Option. Die Kosten währen sich daher also ähnlich (TBH von Oekobeute vs. Einraumbeute von Melifera).

Für was würdet ihr euch entscheiden?

Johannes-Mellifera
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 2. Mai 2016, 17:27

Ich würde die Einraumbeute nehmen!

Hab in Anlehnung daran auch eine Trogbeute in meinem Standmaß gebaut.

LG Johannes
20151101_152343.jpg

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon zaunreiter » Mo 2. Mai 2016, 22:44

Ich würde die TBH nehmen.

Ist von der Bienigkeit um Längen besser. Wenn Du die Waben ein paar mal abgeschnippelt hast, werden die auch nicht mehr so doll verbaut. Ich mag die TBH, aber das ist Geschmackssache.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

wonderfool
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Di 3. Mai 2016, 11:08

Hey Bernhard,
kannst du mir erklären, wie du die Bienigkeit beurteilst? Zumindest als Wort gefällt es mir schon mal gut :)

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon zaunreiter » Di 3. Mai 2016, 12:02

Ausprobieren und selber sehen. :!:
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Claudia.1977
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon Claudia.1977 » Sa 14. Mai 2016, 19:25

In großer Runde haben wir mal offen die Winter Sterberaten mit Beutentyp genannt... die Einraumbeute stand da ganz weit oben. Schimmel in der Einraumbeute ist immer wieder wohl ein Problem, so mein persönlicher Eindruck.

Die TBH von Meisel ist extrem gut gearbeitet, sieht auf Füßen auch noch wunderschön aus!
Leider kann ich nur mit der Erfahrung von 2 Wintern berichten, in diesen habe ich keinen Schimmel feststellen können.
Toll ist, dass durch eine Lucke direkt auf die Wabenspitzen gesehen werden kann ohne tiefere Eingriffe am Bien durchzuführen. So lassen sich Weiselzellen durch Fenster und Lucke erkennen.

Für die TBH spricht m.E. nach mind.:
- mit wenig Eingriffen => glückliche Bienen und Stockluft (siehe Johann Thür) , welche nicht aufwendig wieder produziert werden muss.
- keine Rähmchen ....
- (auch kann auf Ertrag in der TBH geimkert werden)
- die Meisel Qualität
liebe Grüße Claudia
Warré/ TBH, 2014 www.Oekobeute.de
Bienenkugel, 2016 https://www.bienenkugel.de
Klotzbeute, 2019
Zeidlerkursen u.a. https://www.sabienenimkerei.de & Workshop learningfromthebees, Berlin 2019
polnische Zeidlerfahrt, 2018

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon Theophanu » Sa 14. Mai 2016, 20:38

wonderfool hat geschrieben:... (TBH von Oekobeute vs. Einraumbeute von Melifera).
Für was würdet ihr euch entscheiden?


Keins von beiden.
TBH sieht aus wie'n Kindersarg (auch die kleinere vom Meisl), sowas will ich nicht im Garten haben.
Und warum schräge Wände, wo sie eh auch dort anbauen?
Einraumbeute mutet an wie eine allzu bravkorrekte Umsetzung des wesensgemäßen Bienenhaltungsgedankens.
(Gegen den ich aber nix habe, -außer als Dogma)

Hab den Eindruck, dass die Beute selbst ausprobiert werden muss -und doch sehr viel mit dem Imkergefühl und -Geschmack zu tun hat.
Meine Bienenkistenbienen sind -jetzt im 5.Jahr- verlässlich vital, meinen Warré gehts auch gut - glückliche Bienen; vielleicht.
Ich hoffe jetzt aber, dass die neuen Herold-Trogbeuten mir zukünftig die Umkipperei (Biki) und die Zargenheberei (Warré) ersparen werden :)
sapere aude

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon biene1.0 » So 15. Mai 2016, 21:47

Hallo Claudia, hallo Theo,
ich denke bernhard hat recht, wenn er sagt: Ausprobieren! Nicht nur die "Bienigkeit", wie er sagt. Es ist auch das Gefühl, welches man beim Umgang mit der Beute und den darin lebenden Bienen hat. Schwerpunkt: Bienen!!!!
Ich habe klimatisch gesehen mit einer Eigenbau-Warre gute Erfahrungen gemacht.
Eigenheiten:
- Innen rund gebaut
- 36 mm Wandstärke
- in 2 Zargen Brut, 3. Zarge = HR (bleibt auch als Winterfutter drauf)
- 12-15 cm Kissen (auch im Winter ohne dichte oder isolierende Abdeckung)
- hoher Boden
Die Beuten (3) stehen einzeln, an unterschiedlichen Standorten mit unterschiedlichen klimatischen Gegebenheiten. Trotzdem gibt es keine Unterschiede, die ich bisher am Standort festgemachen kann.
Gruß
Garald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Di 7. Jun 2016, 11:39

Theophanu hat geschrieben:Ich hoffe jetzt aber, dass die neuen Herold-Trogbeuten mir zukünftig die Umkipperei (Biki) und die Zargenheberei (Warré) ersparen werden :)


Werden bei den Herold-Trogbeuten nicht auch Zargen als Honigräume aufgesetzt, oder habe ich das falsch verstanden?

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon Theophanu » Do 9. Jun 2016, 22:06

Ja. Kann man machen, ich habs dies Jahr mal mit ner Halbzarge ausprobiert. Noch nicht nachgeguckt.
Muss man aber nicht, denk ich. Denn die BiKi kommt ja auch ohne aus und ist größenmäßig ähnlich.
sapere aude


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