Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

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gartenmundl
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Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon gartenmundl » Fr 27. Apr 2012, 23:06

Hallo auch ich habe iene Frage a die TBH-Profis.
Wan sollte ich neue OTs geben?
Die Waben sind alle noch nicht bis unten hin ausgezogen. (ca. 174 noch frei)
Die Kirsche blüht jetzt, die Bienen bauen aber noch nicht an den alten Waben weiter.
Erweitert man jetzt schon oder soll ich warten bis sich Bautrieb zeigt?
Das Volk sitzt auf ca. 10 Waben.


Viele Grüße
Raimund

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gartenmundl
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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon gartenmundl » Sa 28. Apr 2012, 14:35

Und genau so passiert es gerade , Markus....die Bienen bauen und zwar flott. Es hat knapp 30 Grad und alle Kischbäume sind jetzt in Vollblüte.
Es ist eine Freude ins Fenster zu schauen. Die Völker habe ich ja erst letztes Jahr im Mai in die Kisten eingeschlagen und damals eben nur 10 OTs gegeben.
Langfristig ist das natürlich eine Option alle zu lassen und nur ein paar Honigwaben zu entnehmen.

Wenn ich erweitere, wie viel OTs soll ich zugeben?
Nochmal 10 auf einmal?
Reichen 20 OTs für ein Volk?
Würde die gerne fluglochnah geben und die alten Waben weiter weg rutschen!

Viele Grüße
Raimund

HolleHonig
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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon HolleHonig » Sa 28. Apr 2012, 18:05

Wenn ich mich da dranhängen darf...
Gerade zum Erweitern bzw. später dann Ernten und Auffüllen mit neuen OT habe ich als Anfänger auch noch die meisten Fragen.
Meine Beute will ich dieses Jahr direkt komplett freigeben. Das sind 21 OT und ca. 80l. Ich habe mehrfach gelesen, dass es den Bienen egal ist, wieviele OT von Anfang an da sind. Sie bauen und heizen eh nur ihre benötigten Waben. Und ich finde es vorteilhaft, wenn ich zum einen weniger an die Beute ran muss zum Erweitern, und zum anderen die Bienen von Anfang an das richtige Raumgefühl für ihre neue Behausung bekommen.
Unsicher bin ich allerdings auch bei der Zugabe neuer OT wenn die Beute komplett ausgebaut ist. Vorgenommen habe ich mir, immer drei bis vier Waben hinten zu ernten und die neuen leeren OT an Position 1 der Fluglochseite einzusetzen. Wenn ich das zweimal im Jahr mache, erhalte ich somit nach und nach eine Bauerneuerung aller Waben. Sechs bis acht Waben wären ca. 1/3 der Waben meiner Beute. Also alle drei Jahre komplette Bauerneuerung. Dass die bebrüteten Waben später mit Honig gefüllt werden, macht mir nichts. Daran ist sogar vorteilhaft, dass die Honigwagen stabiler werden.
Ehrlich gesagt tendiere ich eher zu drei OT. Das ist für mich ein Kompromis zwischen wenig stören und keine zu große Lücke am Brutnest zu schaffen. Das ist aber eher mein Bauchgefühl und eine Ableitung der Informationen, die ich über TBHs, die Bienenhaltung und die Biologie der Biene (Tautz) gelesen habe.

Viele Grüße
Holger

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gartenmundl
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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon gartenmundl » Sa 28. Apr 2012, 22:06

Vielen Dank Markus für die Infos!
Ja, mein Weg führt mich erst mal zu 32mm beim Flugloch.
Deshalb werd ich es so machen, dass ich alles verschiebe.

Deine Variante sagt mir aber auch zu.
Das Brutnest bleibt unangetastet und je nach Tracht wird Honig geerntet - gefällt mir.
Nach drei Jahren abfegen....

Machst du sowas wie Schwarmvorwegnahme oder Ablegerbildung?
Oder lässt du die Damen schwärmen, wenn sie es für notwendig erachten?
Zur Schwarmvorwegnahme muss man ja wissen, ob z.B. Weiselzellen da sind.
Kannst du auch an der Brutnestseite öffnen? Dann geht das ja rel. einfach...

Viele Grüße
Mundl oder Raimund.....(Edmund war mal Ministerpräsident in Bayern... ;) )

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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon HolleHonig » So 29. Apr 2012, 13:36

Hallo Markus,
danke für deine Ausführungen. Mir fällt es noch schwer einzuschätzen, wie wichtig die Einheit und die Ruhe für das Brutnest ist. Ist das geschlossene nach hinten schieben schon ein großer Eingriff? Die Einheit bleibt ja gewahrt. Es verändert sich "nur" die Position.
Ich werde wohl dieses Jahr erstmal abwarten. Wie machen sich meine Bienen, was zeigen sie mir durch ihr Verhalten, wie verändert sich mein Bauchgefühl...

apiarius hat geschrieben:Im sogenannten Honigraum oder -bereich der TBH lege ich mehrmals neue Leisten auf- die Trachtsituation ist bei mir eben so. Wo nix reinkommt geht das natürlich nicht.


In welcher Position legst du die neuen Oberträger ein? Dort, wo du die Honigwaben entnimmst, oder hinter dem Brutnest? Entnimmst du alle Honigwaben auf einmal?

apiarius hat geschrieben:Schönen Sonntag euch allen!


Euch auch!
Holger

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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon gartenmundl » Mi 2. Mai 2012, 20:11

So, gersten habe ich erweitert.
Das eine Volk sitzt jetzt auf 18 OTs, das andere auf 16 Obeträgern.
Habe das Brutnest flulochfern gerutscht, das ging soweit ganz gut.
Es war vom Gefühl her auch Zeit mehr Platz zu geben, weil schon ordentlich Honig eingetragen wurde.

Euch allen gutes Gelingen.
Raimund

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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon sleipnir » So 28. Okt 2012, 17:07

Und wie ist es denn diesen Sommer weitergegangen ?

gruß

bernhard
Die kleinste Tat ist besser
als der größte Vorsatz.

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Re: Wann erweitern mit neuen Oberträgern?

Beitragvon gartenmundl » So 28. Okt 2012, 21:24

Hallo Bernhard,
ich habe heuer OTs mit 32mm gegeben und muss gestehen, dass sich die Angelegenheit in der Praxis schwieriger gestaltet als in der Theorie . Der Plan war, das gesamte Brutnest fluglochfern zu rücken und am Flugloch mit 32mmOTs zu erweitern.
Das hatte ich auch so gemacht , nur diese neuen Obertäger rührten meine Bienen nicht an und bevorzugten es zu schwärmen. Ich glaube es ist wichtig in der TBH zum richtigen Moment direkt am Brutnest zu erweitern und nicht außen am Rand. Siehe dazu auch den Beitrag von Bernhard über den "Bereich innen" und den "Bereich außen" in einem Volk! Erweitert man so, so sind OTs mit unterschiedlichen Breiten (32mm, 35mm oder 38mm) vielleicht eher kontraproduktiv oder anders gesagt: OTs mit gleicher Breite (alle 35mm oder 36mm) sind dann evtl. einfacher zu handhaben, denn die mit 32mm, wenn richtig Tracht herrscht und Honig eingelagert wird, werden oben durchaus miteinander verbaut. So habe ich es zumindest erlebt.

Warme Grüße aus dem verschneiten OBB
Raimund


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