Durchsicht mit Wabenabriss

apiculteur
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Durchsicht mit Wabenabriss

Beitragvon apiculteur » Do 19. Apr 2012, 11:50

Hallo zusammen,

ich wußte nicht so richtig in welchen Bereich ich dieses Thema ansiedeln sollte und habe mich eben für diesen entschieden.
Ich habe im vergangenen Jahr eine TBH (LWG) aufgestell und diese mit einem Naturschwarm besiedelt. Das Volk hat sich gut entwickelt. Seit dem Herbst 2010 befinde ich mich mit meinem Bienenstand in einem Faulbrutsperrbezirk (bin selbst nicht auffällig) und muß somit stänig Kontrollen und Eingriffe durch den Veterinär zulassen. Ich habe in 2011 keine Honigentnahme durchgeführt und im Herbst eingefüttert. Gestern stand wieder eine Kontrolle durch den Veterinär an und die wollte ich gleich zur Frühjahrsdurchsicht nutzen. Bei der Durchsicht habe ich festgestellt, dass 3 volle Honigwaben vorhanden sind, wobei eine bereits angerissen war und die Bienen diese an den Seitenwänden fixiert hatten.
Beim Auseinanderschieben der Oberträger ist diese dann abgerissen und es war ein ganz schöner Matsch in der Beute vorhanden. Darüber hinaus ist aber auch jede Wabe an den Seitenwänden angebaut worden. Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass eben die Schräge der Seitenwände das Anbauen verhindern sollte. Auffällig war auch, dass bereits jetzt schon relativ viel Drohnenbrut vorhanden ist,die ersten Drohnen habe ich gestern schon ausfliegen gesehen.

Frage: Handelt es sich bei den Honigwaben noch um Waben aus dem vergangenen Jahr?

Noch ein Hinweis:
OT 1 bis 9 Brutwaben
OT10(abgerissen) bis 12 Honigwaben
OT13 und 14 mit angefangenem Wabenbau aus dem vergangenen Jahr
OT 15 leer

Frage: Sollte ich den Brutraum durch das Versetzten der Honigwaben und Einlegen leerer Oberträger erweitern oder wie würdet Ihr in meinem Fall handeln?

Vile Grüße
Uwe

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zaunreiter
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Re: Durchsicht mit Wabenabriss

Beitragvon zaunreiter » Do 19. Apr 2012, 13:34

Daß die Waben trotzdem losgeschnitten werden müssen, ist bekannt. Zumindest bei den ersten Malen. Später wird die Wabe nicht mehr so häufig angebaut - je häufiger sie bebrütet wird, desto fester wird sie.

Ohne jetzt TBHs zu kennen, würde ich das Brutnest nicht zwingend erweitern, zumindest nicht im zweiten Jahr. Ich würde die angefangenen Waben 13+14 an die Stelle 10 + 11 setzen, damit die Bienen die Waben weiter ausbauen und mit Honig füllen können.

Wie sieht es denn mit Weiselzellen aus? Ich würde überlegen, ob Du nicht schon einen Ableger bildest, wenn schon so viel Drohnenbrut vorhanden ist. (Ein paar Drohnenmaden essen kann auch nicht schaden.) Sonst schwärmen Sie Dir bald und der Mai ist ohne wesentlichen Honigeintrag vertan.

Gruß
Bernhard

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Re: Durchsicht mit Wabenabriss

Beitragvon apiculteur » Do 19. Apr 2012, 15:02

Das Zeremon mit dem Veterinär und den Matsch aufzuräumen hat mich viel Zeit gekostet und die Beute war bei ca. 12°C ziemlich lange offen. Ich hatte mich dann entschlossen, die Durchsicht erst einmal zu beenden. An Weiselzellen hatte ich im Zusammenhang mit dem Auftreten von Drohnen/ Drohnenbrut auch schon gedacht. Ich will am Wochenende noch einmal in die Beute schauen.
Hoffe, dass bis dahin alles ruhig bleibt.

Gruß
Uwe