Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

mahagugu
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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon mahagugu » So 11. Nov 2012, 18:43

Hmm ... was mir zu denken gibt ...

+ auf den Flugbienen können ja auch Milben sein und die Bienen transportieren ja die Milben ...

* ja gut ich kann die Königin ja in einen Käfig sperren mit ein paar Bienen und Futter ...

# die Bienen brauchen aber den Kontakt zur Königin , wegen dem Sekret was sie absondert ....

Trotzdem ausprobieren ... falls sich da wirklich Milben verfangen sollte mans ausprobieren...

schon aus Neugierde würde ich das mal bauen und ausprobieren ...

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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon gartenmundl » So 11. Nov 2012, 20:08

Was mich sehr wundert: Warum gibt es noch keine praktischen Erfahrungen dazu?
Das Patent wurde immerhin schon 1990 eingereicht.

Angemeldet hat es Mellifera e.V,, sehe ich das richtig?
Wenn ja, kann man da mal nachhaken....

Oder man kontaktiert den niederländischen Erfinder?

Viele Grüße
Raimund

mahagugu
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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon mahagugu » So 11. Nov 2012, 21:41


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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon zaunreiter » Mi 14. Nov 2012, 17:38

Niemals - das sollten wir jetzt schon angehen. War es das schon zum Thema Falle?

Gruß
Bernhard
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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon mahagugu » Mi 14. Nov 2012, 19:08


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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon zaunreiter » Mi 14. Nov 2012, 19:18

Wir können ja erstmal drüber nachdenken... ;)
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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon zaunreiter » Do 15. Nov 2012, 09:56

Also tragen wir mal zusammen, was es bisher dazu gibt. Wir sind ja nicht die Ersten, die sich darüber Gedanken machen. (Auch wenn wir gern die Spitze wären. :lol: )

Ich fange mal mit einem Aspekt an, der mich fasziniert und den ich für ein Schlüsselelement bei der Entwicklung einer Falle halte: Das Verhältnis zwischen der Anzahl belegter Brutzellen und der Anzahl der Bienen in einem Volk.

Das Verhältnis bestimmt, ob die Milben auf den Bienen herumreiten oder in die Brutzellen hinabsteigen.

Daran scheitern bisher alle Fallen und Behandlungen, daß sie diesen Aspekt außer Acht lassen.

Dazu eine Arbeit aus den Niederlanden, veröffentlicht in der Apidologie: http://www.apidologie.org/index.php?opt ... T0009.html

Direkt zum PDF: http://www.apidologie.org/articles/apid ... RT0009.pdf

Daraus ein Zitat:
>>Boot et al. found that the rate of invasion of mites into brood cells is proportional to the ratio between number of attractive brood cells and the number of bees in a colony.<<

Übersetzt:
>>Boot et al. haben festgestellt, dass die Rate der Invasion von Milben in Brutzellen proportional zum Verhältnis zwischen der Zahl der attraktiven Brutzellen und der Anzahl der Bienen in einem Volk ist.

Das erinnert mich doch sehr an die Ausführungen von Josef Bretschko in seinem Buch "Der Magazinimker. Leitfaden einer zeitgemässen Magazinimkerei", wo er dieses Verhältnis über das Jahr hinweg darstellt und erläutert.

Das, denke ich, müssen wir erstmal verstehen und mit dem Verhalten der Varroa und deren Populationsdynamik verknüpfen. Erst dann können wir eine Falle aufstellen. So geht es ja bei der Fallenjagd auch vor sich - Du mußt erst die Wege kennen, bevor Du die Falle stellst.

Die Falle muß aufgrund der Milbenvermehrungsrate und der Besonderheit, daß die Milben nur sich selber für eine Reproduktion benötigen (müssen keinen Partner suchen, sondern erzeugen sich selbst Partner), eine Reduzierung der Population von 90 % erreichen. Das wird die Sache mit der Falle weiter erschweren. Sollte einem aber bei der Entwicklung bewußt sein!

Gruß
Bernhard
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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon mahagugu » Do 15. Nov 2012, 10:07


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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon mahagugu » Do 15. Nov 2012, 11:10


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Re: Wir bauen eine Varroafalle ohne künstliche Lockstoffe

Beitragvon zaunreiter » Do 15. Nov 2012, 13:10

Siehe dazu auch die Schlußberichte hier zum Abgleich der bisher untersuchten Möglichkeiten: http://www.agroscope.admin.ch/imkerei/0 ... ml?lang=de
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