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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Do 13. Aug 2015, 20:20
von zaunreiter
Daß Propolis sich nicht nur aus Harzen zusammensetzt, das war ja bekannt. Ich verstehe daher immer noch nicht, was dieser Hinweis im Zusammenhang mit der Kapillarbildung zu tun hat.

Deinen Hinweis auf meinen Umgangston nehme ich mal so mit. Du kennst mich lange genug, um auch mal ein paar schlechte Tage auszusitzen. Also sei nicht so unverzeihlich mit mir.

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Fr 14. Aug 2015, 20:11
von W.I.R.
Na toll, eure Diskussion!
Manchmal frage ich mich ob das überhaupt von Bedeutung in der Hobby-Praxis ist. Jede Situation ist doch durch ungezählte, wirksame Faktoren anders. Wie will das eine aufwändige Rechnerei auf den Einzelfall zurückführen.
Da tauchten an einer Stelle zwei Gläser auf mit "dieser Brühe". Ist doch klar! Oder? Propolislösung mit Wachsbröseln. Wertvoll, weiter nichts. Trinken, einreiben, ...
Seid mal nicht so verbissen! Beobachtet eure Bienen, freudt euch an deren Gesundheit. Gebt eure Erfahrungen weiter wie ihr die Bienen gesund in den Winter gebracht habt und auch über den Winter. Schreibts auf und lasst es den Anfängern (wie mir) zugute kommen. Das bringt uns weiter. Mein Eindruck: So richtiger Warre-Imker ist wohl keiner mehr!? Ich finde dazu zu wenig aktuelle Eindrückke, Situationsberichte, einfach nur Beobachtungen.
Ich wünsche ei schönes Wochenende
Harald

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Fr 14. Aug 2015, 21:04
von W.I.R.
Na klar! Nur Ruhe bewahren und den Bienen beim "Nichtstun" :oops: zusehen. Im Moment ist es so. Nur "verbrannte" Wiesen und Felder, kein Nektar.
Eben vor 3 Stunden hatten wir Gewitter (mit Hagel!!!!!!) und 38 mm Wasser. Endlich!!!!!!!!!!!
Wielange brauchen die Pflanzen bis sich wieder Nektar bildet? In der Nähe, nur 800 m Luftlinie, steht ein Sonnenblumenfeld in voller Blüte. Wenn der Hagel etwas übrig gelassen hat. Dann gibt es auch wieder einen Grund zum "Ausflug". :lol:
Grüße
Harald

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Sa 15. Aug 2015, 12:24
von garret

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: So 16. Aug 2015, 17:00
von W.I.R.
Hallo Garret,
Zu der Sorte kann ich nichts sagen. Der Landwirt macht auf BIO und produziert vorwiegend Saatgut. Da er selbst Bienen hat sät er auch immer "Bienenweide" für den Herbst. Eigene Flächen habe ich nicht. Bin also auf gutmeinente Landwirte angewiesen.
Gruß Harald

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Mo 17. Aug 2015, 14:52
von zaunreiter

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Do 20. Aug 2015, 21:53
von W.I.R.
:roll:
No english!
Ev. sende ich einer deutschsprachigen Prof. (Mol-Biologin) in den USA den Link.

Gruß
Harald

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Di 25. Aug 2015, 07:38
von garret

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 20:19
von zaunreiter
Ratios of colony mass to thermal conductance of tree and man-made nest enclosures of Apis mellifera: implications for survival, clustering, humidity regulation and Varroa destructor

Abstract

In the absence of human intervention, the honeybee (Apis mellifera L.) usually constructs its nest in a tree within a tall, narrow, thick-walled cavity high above the ground (the enclosure); however, most research and apiculture is conducted in the thin-walled, squat wooden enclosures we know as hives. This experimental research, using various hives and thermal models of trees, has found that the heat transfer rate is approximately four to seven times greater in the hives in common use, compared to a typical tree enclosure in winter configuration. This gives a ratio of colony mass to lumped enclosure thermal conductance (MCR) of less than 0.8 kgW−1 K for wooden hives and greater than 5 kgW−1 K for tree enclosures. This result for tree enclosures implies higher levels of humidity in the nest, increased survival of smaller colonies and lower Varroa destructor breeding success. Many honeybee behaviours previously thought to be intrinsic may only be a coping mechanism for human intervention; for example, at an MCR of above 2 kgW−1 K, clustering in a tree enclosure may be an optional, rare, heat conservation behaviour for established colonies, rather than the compulsory, frequent, life-saving behaviour that is in the hives in common use. The implied improved survival in hives with thermal properties of tree nests may help to solve some of the problems honeybees are currently facing in apiculture.

Verhältnisse zwischen Bienenvolkmasse zu den Wärmeleitwerten von Baum und Bienenbeuten bei Apis mellifera: Auswirkungen auf die Überlebensrate, Traubenbildung, Feuchtigkeitsregulierung und Varroa destructor

Zusammenfassung

In der Abwesenheit menschlicher Eingriffe, baut die Honigbiene (Apis mellifera L.) in der Regel ihr Nest in einem Baum: in eine schmale, hohe, dickwandige Höhle hoch über dem Boden; die meiste Forschung und und auch die Bienenhaltung wird in den dünnwandigen, flachen Holzgehäusen durchgeführt, die wir als "Bienenbeute" kennen. Diese experimentelle Studie hat festgestellt, unter Verwendung von verschiedenen Bienenstöcken und thermische Modellen von Bäumen, dass die Wärmeübertragungsrate in den gebräuchlichen Bienenstöcken etwa vier bis sieben Mal größer ist, im Vergleich zu einer typischen Baumhöhle im Winter.

Dies ergibt ein Verhältnis von Bienenvolkmasse mit konzentrierter Einschließung einen Wärmeleitwert (MCR) von weniger als 0,8 KGW-1 K für Bienenstöcke aus Holz und größer als 5 kgW-1 K für Baumgehäusen. Das Resultat für die Baumhöhle impliziert eine höhere Luftfeuchtigkeit im Bienenest, ein verlängertes Überleben kleinerer Kolonien und senkt den Bruterfolg der Varroa destructor.

Viele der beobachteten Verhaltensweisen bei Bienen, bei denen bisher angenommen wird, daß sie intrinsisch sind, kann nur ein kompierter Mechanismus eines menschlichen Eingriffs sein; beispielsweise bei einem Wärmeleitwert von über 2 KGW-1 K, kann die Traubenbildung in einer Baumhöhle eine optionale, seltene, wärmererhaltenes Verhalten für etablierte Bienenvölker sein, statt eine obligatorische, häufige, lebensrettende Verhaltensweise, wie in den allgemein gebräuchlichen Bienenstöcken. Das implizite verbesserte Überleben in den Bienenstöcken mit thermischen Eigenschaften von Baumnestern kann dazu beitragen, einige der Probleme lösen, die Honigbienen zur Zeit haben.

aus: http://link.springer.com/article/10.100 ... 015-1057-z

Ratios of colony mass to thermal conductance of tree and man-made nest enclosures of Apis mellifera: implications for survival, clustering, humidity regulation and Varroa destructor
von Derek Mitchell
International Journal of Biometeorology

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Verfasst: Mo 11. Jan 2016, 23:33
von zaunreiter