Darwinistische Bienenhaltung

heiner
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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon heiner » Mi 3. Apr 2019, 09:36

Man müsste sich das Emergy genauer ansehen.

Das ist so spreziell, man muss dafür Fachmann sein. Wenn ich aber bedenke, was zur Herstellung einer Holzbeute für
ein Gesamtaufwand betrieben wird: alle benötigten Teile und Gegenstände müssen produziert, gelagert, verkauft werden (Nägel, Schrauben, Leim, Farbe, Holz, Bearbeitungsmaschinen, Strom usw.) . Ich glaube wir wären erstaunt, was da an Gesamt-energieaufwand zusammen kommt.

Meine Beuten sind alle aus Holzabfällen von mir selbst hergestellt. Und soweit möglich benutze ich gebrauchte Schrauben und Nägel. Gestrichen werden sie nicht, sie können natürlich verwittern. Mit handwerklichem Geschick, guten Japansägen und Zeit lässt sich die aufzuwendende Energie gegenüber Maschineneinsatz/ und Kauf beträchtlich reduzieren.

Ohne Zweifel bleibt letztendlich bei Styropor das Abfallproblem gegenüber Holz bestehen. Das möchte auch niemand
bestreiten.

herzliche Grüße Heiner

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zaunreiter
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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon zaunreiter » Mi 3. Apr 2019, 11:39

Und bei den gekauften Billig-Holzbeuten kommt noch der ganze Transport hinzu. Erst das Holz aus den Wäldern (illegal geschlagen, Wälder zerstört) ins Sägewerk. Dann weiter nach Westen, wo die Beuten zusammengeschraubt werden. Und dann noch weiter nach Westen zu uns. Das dürfte ne Menge Öl sein. Dieses Öl wird in die Luft gepustet. Da kann man sich also entscheiden zwischen Öl in der Luft oder im Boden oder im Meer. Mehr Unterschied ist zwischen einer Beute aus Holz oder aus Styropor nicht.

Ist sie nicht herrlich, unsere heutige Zivilisation? :whistle:
Cogito ergo summ.
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Nöld
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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon Nöld » Mi 3. Apr 2019, 14:52

Und hier ein Bild der schwedischen Nachhaltigkeit (ökonomische-) ein offizieller FSC "Wald" nach der Ernte. Der Boden wurde gestern "umgefräst", dies verringert den Konkurrenzdruck (ökologisch). Nun ist der Boden bereit für die nächsten 60-80 Jahre Fichtenacker Monokultur. Die Antwort der Natur seht ihr im Hintergrund, der Borkenkäfer zeigt uns das mögliche Ungleichgewicht. Nun hat der Mensch zwei Möglichkeiten -> Ursachen- oder Symptombekämpfung...

IMG_2644.JPG
The key mite bee diversity...

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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon biene0.1 » Do 4. Apr 2019, 21:17

Hallo,
das ist mit Fleisch oder ... keineswegs anders! Es ist einfach nur preisgünstig!
Und wir sind doch hinter dem Billigen her wie der Teufel hinter der Seele.
Was ist schon nachhaltig. Wir leben im Augenblick, jetzt kaufe ich, nicht morgen, keine Zeit! Versand über Nacht. 3 oder 4 Paketzusteller in der Straße, nahezu jeden Tag! Die Blaue Tonne kann nicht die viele Pappe fassen. :(
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon Sid » Do 4. Apr 2019, 22:53

Sorry, da hab ich ja was losgetreten... ihr habt vollkommen Recht. Es lohnt nicht über das Material von Beuten zu diskutieren. Der Kollaps wird nicht kommen, er hat längst seinen Höhepunkt überschritten hat und ein Verbot von diesem oder jenem würde da auch nicht nutzen.Wir leben seit Jahrhunderten von der Armut der anderen. Die anderen, deren Blut an unseren Händen klebt. Die Erde die wir wissend ausbluten lassen und scheinheiligen Versprechen glauben. Gefangen in einer Umgebung die wir nicht mehr verändern können. Der Schritt zurück würde zu vielen zu viel abverlangen. Unaufhaltsam wird die Geschichte ihren Lauf nehmen und die Welt wird sich von dem Parasiten Mensch befreien der entgegen der Natur seinen Wirt zerstört...

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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon Claudia.Potsdam » Sa 6. Apr 2019, 11:26

Meine Beuten kommen von Andreas Meisel, der holt das Holz aus den umliegenden Wäldern und läst regional in einem kleinen Sägewerk die Bäume verarbeiten. Kurze Wege, besser geht nicht!
ehemals "Claudia.1977"

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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon zaunreiter » Sa 6. Apr 2019, 12:01

Claudia.Potsdam hat geschrieben:Meine Beuten kommen von Andreas Meisel, der holt das Holz aus den umliegenden Wäldern und läst regional in einem kleinen Sägewerk die Bäume verarbeiten. Kurze Wege, besser geht nicht!


https://oekobeute.de
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Re: Darwinistische Bienenhaltung

Beitragvon Rolf » Do 8. Aug 2019, 18:22

Sid hat geschrieben:Sorry, da hab ich ja was losgetreten... ihr habt vollkommen Recht. Es lohnt nicht über das Material von Beuten zu diskutieren. Der Kollaps wird nicht kommen, er hat längst seinen Höhepunkt überschritten hat und ein Verbot von diesem oder jenem würde da auch nicht nutzen.Wir leben seit Jahrhunderten von der Armut der anderen. Die anderen, deren Blut an unseren Händen klebt. Die Erde die wir wissend ausbluten lassen und scheinheiligen Versprechen glauben. Gefangen in einer Umgebung die wir nicht mehr verändern können. Der Schritt zurück würde zu vielen zu viel abverlangen. Unaufhaltsam wird die Geschichte ihren Lauf nehmen und die Welt wird sich von dem Parasiten Mensch befreien der entgegen der Natur seinen Wirt zerstört...


Danke für deine wahren Worte!
Aber sollte uns das nicht gerade erst recht anspornen etwas zu tun?

Denen - von denen wir leben - kostet es das Leben oder die Gesundheit.
Uns würde es nur etwas mehr Bescheidenheit (Menschlichkeit) abverlangen ...

Man kann mit dem ändern von kleinen Dingen - große Dinge verändern!
Gerade die täglichen Kleinigkeiten:
Wo kaufe ich mein Fleisch - wo kommt es her?
Wo kaufe ich meine Warre?
...

Rolf


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