ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Alle Vorläufer des Warréstocks: Gestapelte Strohringe, gestapelte Holzzargen. Zum Beispiel:
John Gedde (1647-1697) http://warre.biobees.com/gedde.htm
Guillaume Louis Formanoir de Palteau (1712-?) http://warre.biobees.com/palteau.htm
Samuel Linnaeus (1718-1797) http://warre.biobees.com/linnaeus.htm
Thomas Wildman (1734-1781) http://warre.biobees.com/wildman.htm
Pfarrer Johann Ludwig Christ (1739-1813) http://warre.biobees.com/christ.htm
Bryan I'Anson Bromwich (? - 1805) http://warre.biobees.com/bromwich.htm
Pierre Louis Du Couédic de Villeneuve (1743-1822) http://warre.biobees.com/ducouedic.htm
Edward Bevan (1770-1860) http://warre.biobees.com/bevan.htm
T. M. Howatson (?-? 1827) http://warre.biobees.com/howatson.htm
Nicolai Vitvitsky (1764-1853) http://warre.biobees.com/vitvitsky.htm
Illarion Semenovich Kullanda (1848-1922) http://warre.biobees.com/kullanda.htm
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ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Di 15. Nov 2011, 00:32

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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Di 15. Nov 2011, 01:03

Gute Beschreibung des Lebens von Propokowitsch und der Betriebsweise:
http://www.pchelovod.info/index.php?sho ... 186&st=105
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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Di 15. Nov 2011, 13:33

zaunreiter hat geschrieben:Bild


Und so wird es gemacht - auch in der Warré, damit es mit dem "fortlaufenden Brutnest" funktioniert. ;)

Gruß
Bernhard
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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon kaibee » Di 15. Nov 2011, 14:14

Kannst Du bitte die letzte Abbildung etwas beschreiben. Selbst mit dem googleübersetztem Text von der Internetseite komme ich nicht wirklich weiter...

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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2011, 11:42

Ich habe mal eine Übersetzung gewagt - siehe unten. Interessant - eine Magazinbetriebsweise ohne Magazine! :D



Liebe Imker und zukünftige Imker.

Ich schreibe diesen Artikel aufgrund einer offenkundlichen Unkenntnis einiger Imker über die Geschichte der russischen Imkerei. Die Verachtung, mit der einige Imker über die russische Geschichte der Bienenzucht reden, bewegte den Autor dazu, die vielen Quellen noch einmal zu lesen und diesen Artikel zu schreiben.

Der Artikel basiert auf den Bücherv von AY Kurochkin, "Historical Sketch of bee" im Jahr 1928., A. und Pokorski-Zhoravko "Bienen" S.I.B. 1868, und dem Artikel von S. Prokopovich "Beschreibung der natürliche Verlauf der Bienenzucht, und waren darin, und Vorfälle im Jahre 1829 Abenteuer" Journal of Agrarian № XXVII, 1829; sowie Shabarshov IA "Geschichte der russischen Imkerei", 1996.


Der Artikel basiert aber vor allem auf dem Buch "Secrets of the Russian Bee", das im Jahr 2007 von "Mir" Nadeshda Andrejewna Shmeleva in Zusammenarbeit mit Boris V. Shmelev veröffentlicht wurde.

[...]

Ein halbes Jahrhundert lang widmete PI Prokopovich sich der Bienenhaltung - zu einer Zeit, als in Russland das Kolodny Bienenzuchtsystem vorherrschte, das darin bestand, Bienenvölker zu töten und den Honig aus den Bienenstöcken zu entnehmen (lit). Seine Biene Arbeit begann er im Jahr 1800 mit drei Dutzend Kolodny Beuten.

Nach 8 Jahren der Imkerei hatte 580 Bienenvölker. Von den finanziellen Schwierigkeiten hatte er sich erholt. Er hatte die Möglichkeit, ausländische Literatur über Imkerei zu kaufen. Zu der Zeit gab es keine russischen gedruckten Werke über die Bienenzucht.

Er lernte Fremdsprachen und las die westlichen Schriften über die Bienenzucht. Nachdem er mehrere populäre Bücher über Bienen gelesen hat, war er überzeugt, daß die Ratschläge der ausländischen Autoren für die Imkerei in unseren klimatischen Bedingungen nicht geeignet sind, und "... ihre künstliche Möglichkeiten die Bienen zu manipulieren, nicht zuverlässig, oder befriedigend oder sogar nutzlos sind."

[...]

In 1830 besaß Peter Iwanowitsch bereits mehr als 10.000 Bienenvölker - zu der Zeit die größte Imkerei der Welt. Um erfolgreich Geschäfte zu machen, konnte in einer solchen Imkerei nicht das traditionelle roeboynaya-System angewandt werden.

Mit den natürlichen Kräften der Beobachtung, des scharfen Verstandes, großen Tatendranges, Kreativität, des Querdenkens und seine Haltung trugen dazu bei, einen Bienenstock für Imker zu entwickeln. Im Januar 1814 bot Prokopovich der doschaty-Gesellschaft den Sleeve Bienenstock mit Banner und mit dem Rahmen in der Filiale Büro (AY Kurochkin, "Historical Sketch der Imkerei", 1923) an, die nahe an der Mulde war, und das Deck Bord.

Die Beute hatte einen inneren Querschnitt von 300x300 mm und eine Höhe von 980 mm (siehe Bild., S. 18) und drei Etagen. [...] Der minimale Querschnitt des Stockes sollte 360x300x980 mm betragen.

Um den Aufbau des Bienenstock zu verstehen, den Sinn der Betriebsweise zu verstehen, ist es notwendig, die literarischen und gedruckten Werke von P. Prokopovich zu finden und zu lesen: "Über die Bienenkönigin", "Über die Art der Nester", "Über die Kontrolle der Imkerei", "Über Faulbrut" und andere Artikel.



Im Jahr 1866 wurde in Moskau sein Hauptwerk veröffentlicht: "Die Schule der Bienenzucht oder der praktische Leitfaden für das Studium des Lebens der Bienen und die ordnungsgemäße Verwaltung der ihnen anvertrauten." Das Buch besteht aus 2 Teilen mit 127 Zeichnungen. Alle Kompositionen von Prokopovich, so die maßgebliche Meinung seines Zeitgenossen Pokorski-Zhoravko "tragen den unverkennbaren Stempel der Unabhängigkeit,[...] eine ungewöhnliche Konsistenz der Ergebnisse, und Subtilität der Beobachtung und Originalität der Präsentation"

Leider findet sich bei modernen Imker-Autoren sehr selten eine kurze Erwähnung Prokopovichs. Offenbar finden nun seine literarischen Werke Beachtung, da die Dadant und Langstroth-Betriebsweisen ihre Unfähigkeit in den klimatischen Bedingungen im Norden Russlands gezeigt haben.
Eine Beschreibung des Bienenstocks Prokopovich und seinem Artikel "Die richtige Pflege der Bienen" wurden im Jahre 1841 ins Französisch übersetzt und in Paris veröffentlicht.

In Russland finden sich die ursprünglichen Arbeiten von Prokopovich. [...] In der weiteren Entwicklung der Beute nahm er den Bau des Bienenstocks Piotr auf - eine vierte Etage, getrennt durch eine Platte mit gesägten Schlitzen. Zum ersten Mal in der Geschichte der [russischen?] Bienenzucht gab es einen Honigraum mit Rähmchen, die von den Bienen mit Waben ausgebaut und die zur Ernte ausgeschnitten wurden.


Das Prokopovich-Rähmchen ähnelt einem modernen Rähmchen - mit einer Breite bis 44 mm und einer Höhe von 145 mm oder mehr. Die Länge des Rahmens können Sie anpassen, um das Volumen der oberen Etage vollständig auszufüllen. Mit einem großen Raum im Honigraum, bauen die Bienen tiefe Zellen, die viel Honig enthalten. Das Rähmchen ist nur für den reinen Honig entwickelt.

Nach dem Entfernen des Honig aus dem Honigraum, wurde auf das geschlitzte Gitter eine Pappe gelegt und der Raum mit Isolierung für den Winter ausgefüllt.

Die Königin konnte nicht in den Honigraum gelangen, da die Schlitze zu eng waren [wie ein Absperrgitter], und hatte daher keine Möglichkeit, ihre Eier in den Honigraum zu legen.

Für das Brutnest und ihre Eier wurden die unteren zwei oder drei Etagen der Beute gegeben. Zwischen den Etagen wurde für die Expansion und Kontraktion des Nestes ein Brett mit einem quadratischen Loch in der Mitte gelegt. Die Bienen zogen Waben von diesen Brettern herunter und das waren die Anfangsstreifen für die zukunftigen Brutnester.


Wie ist die Betriebsweise des Bienenstockes?

Die Imkerei nach Prokopovich verwendet natürliche Schwärmen. Im 1. Jahr (Abb. A) wird der Schwarm nachts in das oberste (dritten) Fach des Bienenstock gegeben, und von diesem Augenblick an haben die Bienen völlige Freiheit. Sie beginnen mit dem Wabenbau von dem Trennbrett aus (Das Trennbrett, das den Brutraum vom Honigraum trennt) und speichern Honig für den Winter ein.

Im Herbst gehen die Bienen in das Winterquartier[...]. Das Volumen des Stockes wird auf die Stärke des Bienenvolkes angepasst.

Im 2. Jahr (Abbildung B) im Frühling wird die obere Etage des Bienenstocks nach unten mit einem Trennbrett mit einem quadratischen Loch erweitert. In der zweiten Etage finden die Bienen Wachsleitstreifen/Wabenstücke - so wie im oberen Fach bei der Besiedlung. Die Bienen bauen daran Waben und erweitern das Wabenwerk und Brutnest nach unten. Bis zum Sommer ist eine Etage mit dem Brutnestund eine zweite Kammer und dritte Kammer mit Honig gefüllt. So bilden sich oben Honigwaben und darunter ein neues Nest mit frischer Brut (skid).

Schematische Darstellung der PI Prokopovich-Beute (basierend der Beschreibung von AI-Pokorski Zhoravko)


Im 3. Jahr (ris.V) haben die Bienen bis zum Sommer in der gleichen Weise in die unteren (ersten) Fächer der Beute gebaut und bleiben dort. So wurde die Beute vollständig mit einer Trennung zwischen den einzelnen Fächern ausgebaut, und oben mit Honig gefüllt. Prokopovich erntete eine Etage voll Honig (oben) und überwinterte die Bienen jeweils auf zwei Etagen.

[...]

Im vierten Frühjahr (Abbildung D) wurde das unterste Fach nach oben gedreht, kopfüber. Die Bienen beginnen wieder mit dem Ausbau und der Erweiterung durch die Trennschiede. So wurde das Wabenwerk des Nestes ständig erneuert, Vorräte gespeichert und die Überwinterung der Bienen sichergestellt.

Das ist der Bienenstock nach Prokopovich.

[...]

Das dritte Merkmal des Bienenstocks - ist das Trennschied mit einem Schnittbreite von 5,5 mm, durch die die Königin nicht in den Honigraum kann. Die heutige Generation Imker verwendet nicht das geschlitzte Brett, sondern verwendet Absperrgitter.
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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2011, 14:55

apiarius hat geschrieben:Die Brutzarge wird verkehrt herum aufgesetzt, entgegen der natürlichen Neigung der Zellen?


Es gibt ja keine Zarge - die ganze Beute wird gedreht. (Wenn ich die Stelle richtig übersetzt habe...) Und ja - entgegen der natürlichen Neigung. Das ist kein besonderes Konzept, sondern wurde schon bei anderen Beuten so gemacht. Zum Beispiel bei der Klotzbeute. Oben Honig herausschippen und dann drehen. Die Zellen werden dann von den Bienen umgebaut.

apiarius hat geschrieben:
Interessant - eine Magazinbetriebsweise ohne Magazine!

Warum nur hat sich das nicht durchgesetzt?


Vermutlich wegen Personenkult und massenhafter Propaganda für die Imkerei mit Rähmchen. :lol:

Gruß
Bernhard
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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2011, 15:40

Zumindest der Meister Berlepsch kannte Propokovitsch! Siehe:

"Wie nahe war Huber daran, wie nahe Prokopovitch, wie nahe ich selber!"...Denken Sie nur, im Jahre 1843, ver-
anlaßt durch die Beschreibung und Abbildung des Prokopovitchschen Stockes"

Diese Rahmen, welche ich schon seit 1843 in meinen Rahmenlüftem habe, sind bei weitem bequemer als bloße Stäbchen." Diese Rahmen in den
Rahmenlüftem waren aber offenbar stehende Rahmen und keine hängenden.

Prokopovitch, Szarka und v. Berlepsch stellten ihre Rähmchen der Länge nach in den Stock und verhinderten durch diese und andere damit Hand in Hand gehenden unpraktischen Anordnungen, daß diese Mobilisierung von irgendwelcher Bedeutung für die Bienenzucht wurde.

Es scheint, daß in Frankreich auch das Prokopovitchsche Rähmchen durch die Pariser Weltausstellung vom Jahre 1867 eingeführt wurde, da diese russischen Mobilbeuten dort vertreten waren und eingehendere Beachtung fanden (Girard, 1896).

Es unterliegt nach allem wohl kaum einem Zweifel, daß Dzierzon die Anregung zu seinen Stäbchen durch diese vielen weit bekannten Vorläufer empfangen haben dürfte. Sein Verdienst bleibt es aber, diesen Betrieb populär gemacht zu haben und vor allem die Anregung zur Erfindung des hängenden Bähmchens zum mindesten in Deutschland gegeben zu haben. Leider pflegte Dzierzon, „allen von ihm nicht ausgehenden Fortschritt zu bekämpfen und durch seine Autorität, wenigstens in gewissen Kreisen, aufzuhalten" (v. Berlepsch 1873, S.XIV) und so sehen wir Dzierzon jahrzehntelang als Widersacher gegen das so sehr viel praktischere Rähmchen, das durch v. Berlepsch und Langstroth trotzdem bald seinen Siegeszug antrat und das unpraktische Stäbchen verdrängte.
Welch seltsamer, mühseliger Werdegang mit seinen Vorstößen und seinem Steckenbleiben, mit allen Erfindereitelkeiten und -rechthabereien durchquickt, von welchen Beigaben allerdings in dieser kurzen Darstellung nur andeutungsweise Notiz genommen wurde. ( :lol: )

aus:
http://www.archive.org/details/lebenund ... 00buttgoog
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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2011, 16:04

Apropos "drehen"...

http://www.drehbeute.de/5.html

Nur nicht durchdrehen. :roll:

Bernhard
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Manfred

Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon Manfred » Mi 16. Nov 2011, 16:40

Grüß Euch,

Bei der Drehbeutengschicht ist eine brauchbare Anregung für den Bernhard und seine Plastikwabenversuche dabei: Statt mühsam Wachs draufzuaufrubbeln kann er es mit Hilfe einer in flüssiges Wachs getauchten Farbrolle auftragen.

Jetzt sag noch einer wir sind nicht kooperativ.
Wir könnten ja auch, wenn wir denn Röhren bauen, den Part der Dreherei übernehmen. :(

Herzliche Grüße Manfred

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Re: ПРОКОПОВИЧА Propokovitsch

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2011, 17:03

Manfred hat geschrieben:Wir könnten ja auch, wenn wir denn Röhren bauen, den Part der Dreherei übernehmen. :(


:lol:

Der war gut!

Bernhard
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