Warré in Dadant hoch aus Stroh

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zaunreiter
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Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon zaunreiter » Sa 3. Feb 2018, 16:20

Hallo miteinander,

Robert Friedrich (Demeterimker) startet ein neues Projekt mit Bienenbeuten aus Stroh. Bitte mitmachen und unterstützen.

Hier der Text als PDF:
Strohbeute.pdf
(95.89 KiB) 338-mal heruntergeladen

Hier die Bilder als PDF zum Runterladen (7 MB):
Strohbeute-Bilder.pdf
(6.58 MiB) 275-mal heruntergeladen


Und hier die Bilder zum direkten Anschauen:

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Waldschratzl
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Waldschratzl » Mo 5. Feb 2018, 07:30

Sieht interessant aus. Ich würde jedoch auf die Holzverschalung von außen verzichten, denn so wird die Diffusionsoffenheit der Strohwände abgesperrt. Im schlimmsten Falle bildes sich zwischen Stroh und Holzwand Kondenswasser und Schilmmel. Wird sich aber in der Praxis dann zeigen. Die Herstellung sieht relativ aufwendig aus.

Gruß
david

Johannes-Mellifera
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 5. Feb 2018, 09:40

Hallo David,

deinen Gedanken würde ich mich gerne anschließen.
Wie schätzt du die reine Holzwand ein, an der das Schied sitzt? Wenn das Schied nicht bündig anliegt, sondern freier Raum zur Wand ist, ist dies die kälteste Seite. Da würde sich dann nach meinem Verständnis die ganze Feuchtigkeit niederschlagen. :think:

Die Fronten der alten Normbeuten sind wie folgst aufgebaut: innen und außen recht dünnes Holz und dazwischen eine dicke Schicht Hobelspäne. Da habe ich noch nie Probleme mit Nässe gehabt. Ob solch ein Verbundsystem auch die Lösung hier wäre?

LG Johannes

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zaunreiter
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon zaunreiter » Mo 5. Feb 2018, 10:42

Auf die äußere Holzschicht würde ich aus Wetterschutzgründen nicht verzichten. Sonst geht mehr Regen rein, als Diffusionsfeuchte raus.

Das mit den Holzspänen als Füllung ist eine gute Alternative, finde ich. Insbesondere weil die leicht zu beschaffen sind.
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon biene1.0 » Mo 5. Feb 2018, 11:54

hallo,
das Prinzip "Doppelwand und dazwischen Späne habe ich umgesetzt. Es stehen zwei "2er Warrebruträume" mit solchen Wänden zum Einsatz im Frühjahr bereit. Ich habe aber Sägespäne eingestampft. Und es sind nur 14mm! Die 50mm Wand besteht aus 2 mal 18mm Fichte und dazwischen die Späne.
Gibt es einen Grund warum die Beute so große Maße hat?
LG Harald
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 5. Feb 2018, 12:08

zaunreiter hat geschrieben:Auf die äußere Holzschicht würde ich aus Wetterschutzgründen nicht verzichten. Sonst geht mehr Regen rein, als Diffusionsfeuchte raus. ...

Verzichten nicht. Da hast du Recht! Aber vielleicht wäre eine Wand aus Schindeln eine mögliche Alternative. ... Sicher, es würde die Arbeitszeit und den Preis in die Höhe treiben. Aber dann hätte man Regenschutz und Diffusionsoffenheit vereint.

LG Johannes

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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Rumpel » Mo 5. Feb 2018, 12:51

Profilholz hat Hinterlüftung, gibt es als billig 5 Euronen ca der Quadratmeter.
Bildschirmfoto zu 2018-02-05 11-47-02.png
Bildschirmfoto zu 2018-02-05 11-47-02.png (34.29 KiB) 2599 mal betrachtet

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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Immenpension » Mo 5. Feb 2018, 20:46

Diese bewegliche Rückwand ist doch mal eine interessante Idee, aber ich denke auch, daß die Seiten möglichst dicht sein sollten. (zumindest im Winter)
Die Verschalung außen bringt ein kleines Feuchterisiko mit sich. Es könnte sich die Feuchtigkeit an Außenwand und im Stroh sammeln, weil die Temperaturdifferenz an der Außenwand sehr gering ist und damit auch die Diffussionsfähigkeit. Vor allem wenn die noch von Außen gestrichen wird. Vielleicht lösen das aber auch die Bienen mit einer Dampfbremse aus Kleister.
Eine Alternative für die Deckschicht außen und eventuell auch innen wäre ja die Lehm und Sch...e Schlempe wie beim Stülper.
Grüße vom Karle




Keine Tierversuche!...? aber wie ist das mit der Bienenhaltung?

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Waldschratzl
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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Waldschratzl » Mo 5. Feb 2018, 21:08

Dahin hatte ich auch schon überlegt, ich weis nur nicht, wie lange der Lehm die Witterung von außen standhält, mitunter müsste er öfter mal saniert werden. Bei Holzverschalung würde ich zwischen Holz und Schilf einen Belüftungsabstand von 1-2 cm halten. Dieser sollte aber dann am besten oben und unten offen sein, damit die Luft zirkulieren kann. Man könnte das Verhalten der Luftfeuchte in dieser Beute aus Stroh und Holz auch berechnen, jedoch ersetzt das nicht den Praxisversuch.
Bezüglich der Frage von Johannes: In meiner Schilfrohrbeute ist die hintere Hälfte der Beute auch durch ein Trennschied abgegrenzt. Und obwohl die Rückwand auch aus Holz besteht, ist in dem leeren Raum kein Spur von Feuchtigkeit. Scheinbar reichen die Schilfwände aus, um die Luftfeuchte zu regulieren, sonnst würde sie sich sicherlich an der kalten Rückwand niederschlagen. Man kann also viel vermuten und bedenken, letztendlich zeigt es dann doch erst der Feldversuch.

Also Daumen hoch für alle Tüftler und Erfinder, die den Bienchen ein schönes und gesundes Zuhause ermöglichen wollen. Auch dem Demeter Imker wünsche ich viel Erfolg, und am besten einfach mal ausprobieren. Im nächsten Winter einfach mal hinter die Holzfassade spicken, dann weis man mehr.

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Re: Warré in Dadant hoch aus Stroh

Beitragvon Finvara » Di 6. Feb 2018, 08:59

Hallo,
ich pflichte Rumpel bei. Profilholz wäre optimal. ( Oder einzelne schmale Brettchen die NICHT miteinander verleimt sind.)
Bei der gezeigten Konstruktion kommt es mit Sicherheit zu Schimmel sobald die Außentemperaturen sinken. Und so wird die Beute im Winter zum nassen Grab. (Es sei denn er imkert mit offenem Boden.)
Soll die Sache funktionieren muß es umgekehrt sein. Die Dampfdurchlässigkeit der einzelnen Schichten muß von INNEN nach außen zunehmen ! ( Wie beim Hausbau. )

Gruß Finvara


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