schwaches Volk überwintern

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
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Isabella
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon Isabella » Mo 19. Okt 2015, 18:31

Gegen Ende des Bienenjahres steht man häufig bei einem schwachen Volk vor dem Problem, dieses entweder aufzulösen oder mit einem anderen Volk zu vereinigen oder aber zu versuchen, das schwache Volk durch geeignete Not- und Hilfsmaßnahmen (wie sie hier diskutiert werden) sicher über den Winter zu bringen in der Hoffnung, aus dem schwachen Volk könne sich im kommenden Jahr durchaus ein starkes Volk entwickeln.

Gibt es zuverlässige und rationale Kriterien, die man einer solchen wichtigen Entscheidung zugrunde legen muss und wie lauten diese ?
Gibt es je nach Anzahl der eigenen Völker dabei Unterschiede ?
Nach Gefühl oder Wunsch sollte man das doch sicher nicht entscheiden,
weil das Risiko zu groß ist, daß das Problem nur schlimmer wird (Krankheiten) !!

Beste Grüße
Isabella / F.
Ubi apis, ibi salus ! - Wo Bienen sind, da ist Gesundheit !

Johannes-Mellifera
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Re: Zweizargigkeit

Beitragvon Johannes-Mellifera » Do 28. Jan 2016, 16:39

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stefanzo
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon stefanzo » Do 28. Jan 2016, 18:47

Zitat Isabella: "Gibt es je nach Anzahl der eigenen Völker dabei Unterschiede ?
Entschuldigt die etwas verspätete Antwort, ich habe aber leider erst jetzt diese Frage gelesen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das sich das Aufpäppeln von kleinen schwachen Völkern nur an kleinen Bienenständen lohnt. Sind viele starke Völker am gleichem Stand, so findet sich stets eines welches das schwache Volk, selbst bei kleinem Flugloch überwältigt. In der Regel fällt so ein Volk für diese Saison aus, und wird erst nächstes Jahr wieder stark. Also bei wenig Völkern kann es Sinn machen, ansonsten ist das Auflösen meist die klügere Entscheidung. Ich würde nach Gefühl entscheiden.
mfg stefanzo

ja_stapel
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon ja_stapel » Mo 11. Nov 2019, 10:20

....ich muss als Anfänger noch fragen warum nicht Apiinvert verwendet wird, wie vom Hersteller zur Notfütterung empfohlen. :?:

Viele Grüße
Jan
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon zaunreiter » Di 12. Nov 2019, 11:24

Flüssigfutter ist kälter und wird bei schlechter Witterung nicht so gut abgenommen. Insbesondere, weil es keine Wärmeglocke gibt, wie in der Teigpackung.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon ja_stapel » Di 12. Nov 2019, 17:10

Ok, Danke Bernhard.

Ich werde dann bei der Varroabehandlung Ende Dez. das Päckchen wie beschrieben oben drauf legen um den Bien nicht noch ein weiteres mal zu stören.

Danke und viele Grüße
Jan
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon Schlossimker » Do 14. Nov 2019, 01:19

Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!
PS: Ich bin Anfänger 2019+2020, 1 Volk. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon biene0.1 » Do 14. Nov 2019, 23:44

Hallo,
im vergangenen Spätherbst hätte ich ein Volk, welches nicht ausreichend Futter eingelagert hatte.
In einem etwa 3cm hohen Kästchen mit Boden habe ich Futterteig eingedrückt und mit Folie bedeckt.
Das habe ich Anfang November mit der Folie (mit Loch) nach unten aufgesetzt, das Kissen drauf und gut.
Ende März habe ich nachgeschaut: Volk am Leben, mehrere Waben mit Brut, Futterteig nahezu aufgebraucht.
Futterteig im Herbst ist vernünftiger als irgendwann im Spätwinter.
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon ja_stapel » Fr 15. Nov 2019, 11:42

Ok, dann besser jetzt den Teig draufsetzen als später ?!
Vorher werde ich allerdings nochmal wiegen.

Danke und viele Grüße
Jan
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon ja_stapel » Fr 17. Jan 2020, 09:49

Guten Morgen!

Ich hatte die Völker gewogen. Meine beiden Beuten hatten vor dem Winter ein Gewicht von je knapp 30 kg (inkl. 2 Zargen 30mm Wandstärke+Boden aber ohne Kissen).

Ich muss als Anfänger leider nochmals fragen:

Macht es Sinn ein Futterteigpaket aufzulegen, wenn man sich (anfängerlicherseits) unsicher ist, ob das Futter bis zum Ende des Winters reicht?
Ich möchte auf jeden Fall sicher gehen dass sie nicht bei einem möglichen Kälteeinbruch im Feb./März/Apr. auf den letzten Metern verhungern.

Kann man also vorsorglich je 1 Futterteigpaket oben auflegen oder schadet es ehr?

Danke vorab für Eure Hilfe !

Viele Grüße
Jan
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