schwaches Volk überwintern

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
Benutzeravatar
Isabella
Beiträge: 55
Registriert: Fr 9. Okt 2015, 13:57
Wohnort: n.n.

Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon Isabella » Mo 19. Okt 2015, 18:31

Gegen Ende des Bienenjahres steht man häufig bei einem schwachen Volk vor dem Problem, dieses entweder aufzulösen oder mit einem anderen Volk zu vereinigen oder aber zu versuchen, das schwache Volk durch geeignete Not- und Hilfsmaßnahmen (wie sie hier diskutiert werden) sicher über den Winter zu bringen in der Hoffnung, aus dem schwachen Volk könne sich im kommenden Jahr durchaus ein starkes Volk entwickeln.

Gibt es zuverlässige und rationale Kriterien, die man einer solchen wichtigen Entscheidung zugrunde legen muss und wie lauten diese ?
Gibt es je nach Anzahl der eigenen Völker dabei Unterschiede ?
Nach Gefühl oder Wunsch sollte man das doch sicher nicht entscheiden,
weil das Risiko zu groß ist, daß das Problem nur schlimmer wird (Krankheiten) !!

Beste Grüße
Isabella / F.
Ubi apis, ibi salus ! - Wo Bienen sind, da ist Gesundheit !

Johannes-Mellifera
Beiträge: 189
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 19:15
Kontaktdaten:

Re: Zweizargigkeit

Beitragvon Johannes-Mellifera » Do 28. Jan 2016, 16:39

zaunreiter hat geschrieben:
zaunreiter hat geschrieben:Du kannst oben auf die Oberträger zwei Hölzchen nebeneinander legen, darauf ein 2,5 kg-Paket Apifonda. Der Beutel Apifonda wird etwas aufgeschlitzt, und der Schlitz auf die zwei Hölzchen gelegt, so daß die Bienen von unten dran können. Leerzarge drauf und alles mit Zeitungspapier ausstopfen.


Die Wintertraube setzt sich unter das Paket. Zuerst sieht man von oben nur ein kleines Loch.
Bild

Schön zu sehen ist, wie sich die Feuchte aus der Atemluft der Bienen an der Folie niederschlägt. Dort kann es zusammen mit dem Futter von den Bienen gesammelt werden. Funktioniert aber nur, wenn der Beutel bis auf den Schlitz unten geschlossen ist und der Futterteig nicht austrocknet....

Die Wärme sammelt sich im Beutel. Voraussetzung dafür, daß die Bienen im Winter das Futter abnehmen können. (Wärme.)


Hallo Bernhard,

schon vor langer Zeit habe ich diese tolle Technik durch deine Beiträge kennen gelernt. Dieses Jahr bot sich nun erstmalig die Gelegenheit / Notwendigkeit, diese Methode selbst anzuwenden. Ich bin ausnahmslos begeistert! :D Es ist die wohl sauberste und schonendste Fütterung überhaupt.
Hier Fotos von mir. Zur Erklärung: Ich nehme die 2,5 kg Pakete, da ich dann keine Leerzarge drüber setzen muss, sondern nur einen Zwischenboden (ohne Bienenflucht).

Was meist du? Wann muss ich den Beutel wechseln? Erst wenn alles verbraucht ist, oder schon eher, damit die Bienen nicht bis in die Ecken müssen?

LG Johannes
Dateianhänge
20160123_133234 - Kopie.jpg
20160109_135158 - Kopie.jpg
20160109_135151 - Kopie.jpg

Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen

www.dunkle-biene-sachsen.de
Eine Mitgliedschaft wäre ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Natürlich sind alle herzlich willkommen!

stefanzo
Beiträge: 322
Registriert: So 5. Feb 2012, 20:20
Wohnort: Frankenburg

Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon stefanzo » Do 28. Jan 2016, 18:47

Zitat Isabella: "Gibt es je nach Anzahl der eigenen Völker dabei Unterschiede ?
Entschuldigt die etwas verspätete Antwort, ich habe aber leider erst jetzt diese Frage gelesen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das sich das Aufpäppeln von kleinen schwachen Völkern nur an kleinen Bienenständen lohnt. Sind viele starke Völker am gleichem Stand, so findet sich stets eines welches das schwache Volk, selbst bei kleinem Flugloch überwältigt. In der Regel fällt so ein Volk für diese Saison aus, und wird erst nächstes Jahr wieder stark. Also bei wenig Völkern kann es Sinn machen, ansonsten ist das Auflösen meist die klügere Entscheidung. Ich würde nach Gefühl entscheiden.
mfg stefanzo


Zurück zu „Vorbereitungen für die Überwinterung im Warréstock“