schwaches Volk überwintern

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
stefanie
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schwaches Volk überwintern

Beitragvon stefanie » Fr 10. Jun 2011, 08:10

Hallo ! Wir haben diese Jahr mit Warre´begonnen. Ein großer Schwarm ist bereits auf 3 Zargen ausgeweitet, aber der kleine baut noch an der ersten Zarge rum. Jetzt hatten wir eine Idee : Die Bienen überwintern auf 2 Zargen ?! Wir nehmen dem großen Schwarm eine Honigzarge weg und geben sie dem kleinen Schwarm. Geht das? Hat jemand damit Erfahrung? Nehmen die Bienen überhaupt fremde Zargen an?
Danke schon mal ,Steffi

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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon zaunreiter » Fr 10. Jun 2011, 09:38

Hallo Steffi,

die Vorgehensweise ist möglich, aber schwächt eventuell das starke Volk. Vermutlich wird sich das starke Volk im Herbst aus der unteren Zarge nach oben zurückziehen, so daß Du die untere Zarge über Winter einlagerst und das Volk auf zwei Zargen überwinterst. Bis dahin braucht der Schwarm aber diese Zarge als eine Art Pufferspeicher für den hereinkommenden Nektar und die Brut. Ich würde die dritte Zarge bis zum Herbst dem starken Volk lassen.

Wird das schwache Volk denn von Dir gefüttert? Wenn Du das Volk jetzt noch regelmäßig fütterst, sollte es noch locker eine Zarge Wabenbau schaffen.

Viele Grüße
Bernhard
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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon stefanie » Sa 11. Jun 2011, 07:29

Danke Bernhard!
Das schwache Volk wird gefüttert. Ich dachte auch erst im Herbst daran die Zarge zum schwachen Volk dazuzutun.
Gibt es noch andere Möglichkeiten den Bienen über den Winter zu helfen?

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Re: schwaches Volk überwintern

Beitragvon zaunreiter » Sa 11. Jun 2011, 08:05

Wie sieht es denn mit Brut bei dem kleinen Schwarm aus? Sind Eier, Larven und verdeckelte Brut zu sehen?

Vielleicht kannst Du uns ja auch mal ein Photo senden. Entweder durch das Fenster, oder Du stellst die Zarge auf einen hohen Rahmen/Kanthölzer und photografierst von unten. Du kannst zur Probe auch mal ein Dreieck von unten rausschneiden, so kannst Du nachschauen, ob Eier in den Zellen sind. Eventuell eine Lupe zur Hand nehmen. Das Schneiden der unteren Wabenkanten hat manchmal auch einen stimulierenden Effekt auf den Bautrieb. Die fangen an die Kanten zu reparieren - und wenn sie schon mal dran sind, machen sie direkt weiter.

Das Photo kannst Du hochladen, indem Du bei einem neuen Beitrag unten auf die Lasche "Dateianhang hochladen" klickst und dann eine Datei hochlädst. Anschließend kannst Du auf den Knopf "Im Beitrag anzeigen" klicken, so daß der Anhang im Beitrag eingebaut werden kann.

Viele Grüße
Bernhard
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Überwinterung ganz kleiner Völker

Beitragvon zaunreiter » So 9. Sep 2012, 08:34

Im französischen Warré-Forum wird gezeigt, wie ganz kleine Völker eingewintert werden. Siehe:

http://www.ruchewarre.net/viewtopic.php?f=50&t=4289
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Re: Überwinterung ganz kleiner Völker

Beitragvon mahagugu » So 9. Sep 2012, 18:54

zaunreiter hat geschrieben:Im französischen Warré-Forum wird gezeigt, wie ganz kleine Völker eingewintert werden. Siehe:

http://www.ruchewarre.net/viewtopic.php?f=50&t=4289


Gut zu wissen , ich hab zwei echte Zwutschgerl - Miniplus zu überwintern
mit 3 bis 4 schlecht ausgebauten Waben ...

Strunz
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Re: Zweizargigkeit

Beitragvon Strunz » Mo 17. Sep 2012, 08:13

Hallo alle zusammen.
Habe ein Volk auf Warre sitzen, das Volk hat bis jetzt nicht mal eine Zarge ausgebaut (7 Waben ausgebaut). Wie soll ich diesen einwintern?
Grüsse

Andrej

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Re: Zweizargigkeit

Beitragvon reichswaldimker » Mo 17. Sep 2012, 08:31

Hallo Strunz,
zwei Varianten stehen Dir zur Verfügung.

Vereinigen mit einem anderen Volk, aber drunter setzen da der Wabenbau nicht vollständig ist. Eine Königin natürlich rausnehmen. Mach das irgendwann Anfang Oktober.

Lass das Volk wie es ist. Entweder überlebt es oder nicht . Es ist unglaublich wie wenig manche Völker brauchen um über den Winter zu kommen. Beachtet aber falls es überlebt. Diese Volk hat eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, das es Mitte April aus Platzmangel schwärmt. Das Altvolk wird Dir dann den gewünschten Wabenbau bringen . Egal ob das Altvolk nächstes Jahr schwärmt oder nicht es gibt aber 2013 keinen Honig aus diesem Volk.

Für mich wäre das eine Reserveeinheit für eine zu überwinterte Königin.
Mit Grüßen aus Nürnberg

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Re: Zweizargigkeit

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Sep 2012, 12:16

Strunz hat geschrieben:...nicht mal eine Zarge ausgebaut (7 Waben ausgebaut). Wie soll ich diesen einwintern?


Du kannst oben auf die Oberträger zwei Hölzchen nebeneinander legen, darauf ein 2,5 kg-Paket Apifonda. Der Beutel Apifonda wird etwas aufgeschlitzt, und der Schlitz auf die zwei Hölzchen gelegt, so daß die Bienen von unten dran können. Leerzarge drauf und alles mit Zeitungspapier ausstopfen. So verschaffst Du ihnen eine Reserve, ohne daß sie etwas umtragen müssen oder alle Zellen mit Futter vollknallen. (Dann erfrieren sie. Die Bienen müssen auf leeren Zellen sitzen, volle Zellen über dem Kopf.)

Wenn Du ein zweites ausgewachsenes Volk hast, kannst Du darauf Ende Oktober ein Fliegengitter legen und darauf das kleine Volk stellen. So profitiert das kleine Volk ein bisschen von der Wärme des großen Volkes.

Ansonsten für den Wärmeerhalt gut einpacken.

Gruß
Bernhard
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Re: Zweizargigkeit

Beitragvon zaunreiter » Mo 17. Sep 2012, 12:16

Wie ist denn die genaue Vorgeschichte des Volkes? Warum ist es so klein geblieben?

Gruß
Bernhard
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