Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
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Theophanu
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Theophanu » Do 11. Sep 2014, 15:28

KMP hat geschrieben:
garret hat geschrieben:(Der Eine erkennt am Geruch oder Geschmack, ob was faul ist, der Andere braucht dazu die Analyse aus dem Labor) - Grüße, Ernst

...Die Ergebnisse sind zwar relevant und von Bedeutung, aber daraus Handlungsbechlüße(?) (und welche?) zu ziehen wäre meiner Meinung nach voreilig. -Kevin


Der eine kann und will sich selber einen Reim machen,
der andere glaubt NUR und auschließlich an etwas, das eine beliebige 'Wissenschaft' irgendwie nachgewiesen hat.

Wer von beiden handelt im Sinne der Aufklärung?
sapere aude

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Rumpel
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » Do 11. Sep 2014, 16:33

Wer von beiden handelt im Sinne der Aufklärung?

Zeitlich war es ja gerade der Renner, Bravostatus um 1799 oder bis 1803. :)
Gruss Jörn
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon garret » Sa 13. Sep 2014, 11:59

KMP hat geschrieben:Man kann alles verallgemeinern, aber daraus wird man nicht automatisch kluger............nichts von Zuckerkrankheit gefunden

"zuckerkrank" war natürlich bildlich gemeint (aber es gibt eine erstaunliche Parallele: die Softdrink-Industrie ist dazu übergegangen, mit Maissirup anstelle von Zucker zu süßen - und softdrinks werden schon lang in Zusammenhang mit Formen von Diabetes gebracht); ich habe nichts gegen ein vernünftiges Verallgemeinern, wie "viele suchen Gott im Detail und finden den Teufel" (Zitat W. Döbereiner),
Warré hat ja, wie sein Zeitgenosse Kneipp (dessen Methoden er scheinbar kannte), sich für die Gesundheit eingesetzt, gab ein Werk dazu heraus ("La Santé") und ging schon allein aus diesen Erfahrungen davon aus, daß raffinierter Zucker ungesund ist. Noch viel mehr natürlich für die Biene.

"Vergeblich ruft man nach Visiten besonderer Tierärzte, nach Medizin aus den
Händen fähiger Chemiker, nach Erklärungen und Opfern von Imkern. Die
Ursache, die muss man abschaffen. Lasst uns aufhören gegen die Instinkte der
Bienen zu arbeiten. Lasst uns aufhören ihre Bedürfnisse zu verkennen, lasst uns
gesunde Bienen aus Bienenkörben suchen und vor allem lasst uns sie nicht mit
Zucker füttern."

"Honig ist der einzig gesunde Zucker, das versteht sich von selbst. Aber Rübenzucker
lässt sich so einfach verwenden, dass er von den dummen und faulen
Hausfrauen bevorzugt wird. Er ist so billig, dass er auch den Vorzug aller Armen
findet, alter wie neuer."

Grüße, Ernst

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Rumpel
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » Sa 13. Sep 2014, 15:57

Warré hat ja, wie sein Zeitgenosse Kneipp (dessen Methoden er scheinbar kannte), sich für die Gesundheit eingesetzt, gab ein Werk dazu heraus ("La Santé") und ging schon allein aus diesen Erfahrungen davon aus, daß raffinierter Zucker ungesund ist. Noch viel mehr natürlich für die Biene.

Er kannte vermutlich noch ganz andere, die vor ihm auch schon Bücher über Bienen geschrieben haben zB. :)
Bienen und Menschen im Nahrungsspektrum zu vergleichen da reicht mein Verstand nicht aus. :shock:
Gruss Jörn
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » Sa 13. Sep 2014, 17:32

Alles was der Organismus nicht selber herstellen kann setze ich der Zuckerplörre zu,das geht heute.
Aber Honig ist Honig und ist Bienennahrung. nur der richtige muss es sein, eine Rapsbombe kann auch wie Meli nicht besonders sein.
Gruss Jörn
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » Sa 13. Sep 2014, 19:13

Ich gebe mal einen vor, und wer möchte kann damit den Winter verbringen. :)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalium
Deshalb war es früher eben in der Krankenpflege üblich mit Honig zu arbeiten, schade das man es nicht mehr für nötig hält.
Viele Grüsse an alle Honig und Bienenforscher, sowie Natur und Immenliebhaber.
-Jörn
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon garret » So 14. Sep 2014, 10:59

Rumpel hat geschrieben:Bienen und Menschen im Nahrungsspektrum zu vergleichen

Geht wohl eher darum Bienen und Säuger im Spektrum ihrer Fehlernährung zu vergleichen. Eine Vorstudie der besagten Maissirup/Zucker/Honig-Untersuchung war, Ähnliches an Ratten auszuprobieren (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3522469/) - Ungsunde Erhöhung: Blutfette, Körperfett, Körpergewicht. Bei der Bienenstudie finde ich auch noch interessant:
"honey-fed-bees resembled the less well-nourished foragers rather than the more well-nourished nurse bees. These results suggest that there may be compounds in honey that modulate honey bee physiology towards a forager-like state." (Honig hilft aus besagter Inaktivitätsatrophie ?)
Rumpel hat geschrieben:http://de.wikipedia.org/wiki/Kalium

Hier wäre noch was für den Winter, - einer der letzten Alchemisten: http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_He ... C%C3%9Fler und seine "Salze" (http://www.schuessler-salze-verzeichnis.de/) _ Natürlich meint die aufgeklärte Moderne darauf verzichten zu können. (Sind aber echt gut !)
Grüße, Ernst

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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon zaunreiter » So 14. Sep 2014, 11:17

garret hat geschrieben:Bei der Bienenstudie finde ich auch noch interessant:
"honey-fed-bees resembled the less well-nourished foragers rather than the more well-nourished nurse bees. These results suggest that there may be compounds in honey that modulate honey bee physiology towards a forager-like state."


Hallo Ernst, welche Bienenstudie ist damit gemeint?
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » So 14. Sep 2014, 14:39

Honig hilft aus besagter Inaktivitätsatrophie ?

Nein, aber seine Herstellung.
Grüsse Jörn
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Re: Warré und Füttern - das Problem mit dem Zucker

Beitragvon Rumpel » So 14. Sep 2014, 15:33

Hier wäre noch was für den Winter

Ja der, den hatte ich schon durch, und den Samuel Hahnemann, Clemens v. Bönninghausen, James Tyler Kent, John Henry Allen auch.
Gruss Jörn
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