Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Alle Arbeiten rund um die Einwinterung der Bienen im Warréstock. Einfüttern, vereinigen, usw.
helmut
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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon helmut » Sa 12. Sep 2015, 13:12

Addendum.
Diese Kleinraumbeute hat Charme! Das war der Grund warum wir 2012 damit angefangen haben.
Was in der Breite eingespart wird muß ich freilich dem Volk in der Höhe zugestehen. In der heutigen Zeit sind drei Warrezargen für die Brut denke ich durchaus angebracht.
Es imkert sich bislang kommod so.

helmut
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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon helmut » Sa 12. Sep 2015, 15:31

zaunreiter hat geschrieben:
Kap Horn hat geschrieben:... nichts zum Thema beitragen.


Entschuldige, daß ich bienengefährdende Beschreibungen von Luftschlössern nicht so stehen lasse. Scheinerfolge sind eben nur Scheinerfolge.

Hallo Zaunreiter
Ich sehe im Beitrag von Kap Horn nichts Bienengefährliches.

Der Geistliche hat mit seiner Volksbeute eine Idee verwirklicht. Das ist nicht von heute auf morgen geschehen. Ein Kompromiß an dem er nicht alleine beteiligt war! Hatte er in seinem Leben nicht profunde Erfahrungen mit über 300 verschiedenen Beuten gesammelt? Es ist nicht verkehrt daran anknüpfend das Gestern im Heute weiter zu denken.
Dem Bild nach bist du noch ein recht junger Mann. Woher kommt diese althergebrachte Haltung die Veränderung jäh zur Ursache allen Übels erklärt?
Ich bin zwar schon ein älteres Semester, aber immer noch gerne bereit an Realisierung mitzuwirken.

Ich wünsche euch einen Sonntag mit viel Sonnenschein

stefanzo
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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon stefanzo » Sa 12. Sep 2015, 22:50

Überwintern ist auch auf zehn Zargen möglich. Ein Grund warum auf zwei Zargen überwintert wird, ist das die Wintertraube immer annähernd gleich groß ist, egal wie stark ein Volk im Herbst war. Ist die Beute zu groß beginnt sie wegen der aufsteigenden Feuchtigkeit zu schimmeln. Wer auf zwei Zargen überwintert, der hat einen problemlosen Start im Frühling garantiert. Warres Erfahrungen beruhen auf das Klima in Frankreich, für die allermeisten sind seine Ratschläge absolut nicht verkehrt. Ich kenne genügend Imker, die das Entfernen der schimmligen Waben als normale Frühjahrstätigkeit ansehen.
mfg stefanzo

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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon helmut » So 13. Sep 2015, 10:01

stefanzo hat geschrieben:Ich kenne genügend Imker, die das Entfernen der schimmligen Waben als normale Frühjahrstätigkeit ansehen.
mfg stefanzo

Bei offenen Gitterboden auch?

Es ist eben eine abgeänderte Betriebsweise.
Wir ernten oben Honig aus nie bebrüteten Waben, da mußte ich mir unten für die dunkler werdenden Brutwaben etwas einfallen lassen. Die regelmäßige Wabenerneuerung geht bei drei Zargen eindeutig besser.
Ob im Winter eine leere Zarge darunter gestellt wird oder eine mit alten Waben stehen bleibt die ohnedies weggenommen wird ist belanglos.

Andere wiederum entfernen die unterste Zarge bereits im Spätsommer oder Herbst und es geht auch. Wir konnten so nicht vorgehen da das Brutnest noch zu ausgedehnt war.
viewtopic.php?t=280&start=20#p3533

LG, Helmut

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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon Immenpension » So 13. Sep 2015, 10:23

helmut hat geschrieben:Woher kommt diese althergebrachte Haltung die Veränderung jäh zur Ursache allen Übels erklärt?
Ich bin zwar schon ein älteres Semester, aber immer noch gerne bereit an Realisierung mitzuwirken.


ich kenne ihn zwar nicht persönlich, aber möchte das mal nicht so stehen lassen! schließlich habe ich ja den Weg in dieses Forum (als Einziges) gefunden, weil ich mehrere Abhandlungen und Äußerungen gelesen habe, die ebend nicht für die "ewig Gestrigen" stehen.
Beiträge, welche zumindest recht sachlich und nachvollziehbar waren, allerdings ohne sie selbt auf 100 % Richtigkeit prüfen zu können. Sachlichkeit und Logik sind nicht immer die Stärken in Internetbeiträgen und Foren, darum hoffte (und hoffe auch weiterhin) ich hier auf ein gehobenes sachliches Niveau, in dem auch "Immenfreunde" mit anderen Sicht-, Betriebs- und Denkweisen einen Platz haben. Eigentlich sieht es doch in der Beziehung recht gut aus.

Der Ton könnte aber sicher grad mal einen kleinen Schuß Weichspüler vertragen! (aber bitte nicht drin baden)
Grüße vom Karle




Keine Tierversuche!...? aber wie ist das mit der Bienenhaltung?

helmut
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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon helmut » So 13. Sep 2015, 13:42

Immenpension hat geschrieben:darum hoffte (und hoffe auch weiterhin) ich hier auf ein gehobenes sachliches Niveau, in dem auch "Immenfreunde" mit anderen Sicht-, Betriebs- und Denkweisen einen Platz haben. Eigentlich sieht es doch in der Beziehung recht gut aus.

Danke für den Schuß Weichspüler Karle!
Der ist hier auch dringend angebracht, wenn der große Immenfreund andere Imker im Verdampfungsstrang als Irre bezeichnet. Einzelne läßt das nicht kalt und es kommt zu einem heftigen Streit, oder andere tauchen bei unangenehmeren Fragen einfach unter (siehe dort, der mit dem Hund in der Signatur), bis die Luft wieder rein ist. Von einem sachlichen Niveau sind wir dann weit entfernt. Unglücklicherweise.
Einzigartiges Bienenforum, daran muß noch hart gearbeitet werden.

Bei soviel derben Widerstand und Ablehnung gegenüber dem wie andere Imker arbeiten bekomme ich langsam schlechtere Laune.
Zaunreiter, nächstes Jahr werde ich am Stadtrand eine Empfehlung testen.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute, Helmut

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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon zaunreiter » So 13. Sep 2015, 22:09

alcedo hat geschrieben:Aber mal ganz praktisch: Was für Pflege meinst du denn?


Ganz praktisch bedeutet das zuallererst, die Bienen nicht hungern zu lassen. Siehe:
viewtopic.php?f=31&t=1081&p=17827#p17827

Der Rest dreht sich um die Königinnen, vor allem deren Aufzucht.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Überwintern auch auf drei Zargen möglich???

Beitragvon zaunreiter » So 13. Sep 2015, 22:26

helmut hat geschrieben:[Woher kommt diese althergebrachte Haltung die Veränderung jäh zur Ursache allen Übels erklärt?


Nicht Veränderungen stehe ich kritisch gegenüber, sondern Neulingen, die ihre Schandtaten am Bien auch noch als Erfolg feiern und sich nicht scheuen, einen Tipp nach dem nächsten abzufeuern, die alle geeignet sind, Schaden bei Bienenvölkern hervorzurufen.

Die meisten Imker sehen eben nicht, daß ihre Völker hungern. Sie können ja nicht schreien, die Bienen. Und wenn ich dann mal emotional reagiere, bei soviel Stumpfsinn, dann ist das eben so. Bin halt kein Roboter.

Ich versuche meinen Bienen ein schönes Leben zu bereiten. Und für dieses Ziel, den Bienen ein schönes Leben zu bereiten, wurde auch dieses Forum eingerichtet. Und nicht, um das Verkommenlassen der Bienenvölker zu fördern. Und nicht, um das knappe Überleben von hungernden, mickernden Völkchen zu feiern. Da gibt es nichts zu feiern.

Wer meint, er müsse was ändern, weiß es besser und so weiter, der soll es halt tun. Er macht es sowieso. So oder so. Es hat schon Gründe, warum ich manche dieser Dinge kritisch hinterfrage oder auch spitz dagegen schieße. Den meisten Qutasch habe ich schon selbst hinter mir. Ich frage mich nur, warum das alles wegen Beratungsresistenz wiederholt werden muß.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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