Verdampfen von Oxalsäure

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
stefanzo
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Mo 14. Nov 2016, 20:25

Einfach reingequetscht, ja. Wichtig ist das es ein Silikonschlauch ist, der hält die notwendigen Temperaturen aus, und verschmorrt nicht bei 200°C. Der Silikonschlauch isoliert besser gegen Außentemperaturen, das Gas strömmt schier rückstandslos hindurch.
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zaunreiter
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 00:14

Und wird auch der Milbenbefall vor dem Bedampfen und nach dem Bedampfen die Milbenabfallrate ermittelt? Oder Blindflug?

Selbst bei den käuflichen Geräten waren die meisten(!) Geräte von der Wirksamkeit her mies. Warum sollte das bei den selbstgebastelten Geräten anders sein?

Imdorf et al. haben dazu mehrere Studien gemacht. Die Publikationen sind leider online nicht mehr verfügbar. Aber die Wirksamkeit war bei den meisten Geräten bei 30-60 %. Das ist bei weitem zu wenig! Dem Varrox wurde hingegen eine hohe Wirksamkeit >90% bescheinigt. Immer wieder.

Aber wir wissen ja, was wir tun. Insbesondere weil wir vorher und nachher alles akribisch vergleichen. ;)

Nicht alle Oxalsäure-Verdampfungsgeräte haben eine hohe Wirksamkeit!
Imdorf, A., Kuhn, R., Feuz, A.
Bienenwelt. 46, (6), 2004, 17-23.

Unterschiedliche Wirksamkeit von Oxalsäure-Verdampfungsgeräten
Imdorf A., Kuhn R., Feuz A., 2004
Schweizer Bienenzeitung 127(5) 19-23
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Mi 16. Nov 2016, 20:46

Der Verdampfer funktioniert, da er die Oxalsäure sublimiert. Dies gewährleistet die dünne Blechstärke der Dose, welche die Hitze nicht zurückhält. Den Wirkungsgrad habe ich nicht ermittelt, und habe dies auch vorerst nicht in meiner Agenda, aber wer weis? Kritisches Hinterfragen finde ich richtig und wichtig. Daher nehme ich deine Kritik einfach als konstruktiv mit.
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 23:57

So war's auch gemeint. Nur weil alles verdampft ist, heißt es nicht, daß auch was ankommt. Kann ja auch alles zu CO2 verbrennen.
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Sa 19. Nov 2016, 00:15

Hinter diesem banal wirkendem Verdampfer steht einiges an technischem Verständnis. Dinge auf das Einfache zu reduzieren ist nicht so einfach.
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon Distelbauer » Mo 21. Nov 2016, 22:20

Jetzt hast du mich neugierig gemacht Stefanzo. Wie funktioniert nun dein Verdampfer genau? Auf Bild 1 sieht man ja 2 Schläuche. Ist da einer zum Luft reinblasen da? Oder wird durch den großen Raum innen so viel Luft erwärmt, damit ein Druck entsteht? Einfach und wirkungsvoll. Von sowas bin ich Fan. Meine Verdampfungssaison soll übermorgen beginnen

schöne Grüße
Georg

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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Mi 23. Nov 2016, 00:26

Auf den Bildern 2-4 siehst du genau wie es funktioniert. Gasförmig benötigen Stoffe viel mehr Platz als in fester Form. So haben natürlich mehrere Liter Oxalsäuredampf, die aus 1-2 mg Oxalsäure entstehen, nicht mehr Platz in der Dose.
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon Distelbauer » Mi 23. Nov 2016, 23:30

Die Idee gefällt mir, nur ob das genug Dampf ist. Beim Pfännchen sieht das irgendwie nach mehr aus. Andererseits, die Teelichtmethode funzt ja auch, warum soll das nicht...
Gruß Georg

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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Fr 9. Dez 2016, 23:58

Die Restentmilbung ist nun erfolgt. Mein neues Gerät erwies sich als brauchbar, es ging wesentlich schneller und einfacher als mein bisheriges Gerät mit Ventilator. Ich hätte mir die Restentmilbung dieses Jahr allerdings sparen können, denn sie bestättigte nur den geringen Varroadruck, den ich zuvor auch schon bei der Windelkontrolle feststellte. Alle Völker sind wohlauf und durch die Bank sehr stark, wie sich an dem heutigem warmen am Flugloch zeigte.
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Re: Verdampfen von Oxalsäure

Beitragvon franky » So 25. Dez 2016, 20:49

Hallo Bienenfreunde,
wie ist das nun mit dem sublimieren der Oxalsäure. In der Literatur/Internet findet man unterschiedliche Angaben bei welcher die Sublimation statt findet. Reicht den hier das Teelicht unter einer Aludose aus? Oder braucht man mehr Energie und erreicht auch eine höhere Temperatur. Vielleicht haben die Benutzer der verschiedenen Geräte mal die Temperatur auf der Pfanne o. gemessen. Bei mir gab es bei 150-160 grad ziemlich weißes Pulver auf den Oberträgern. Woraus besteht das weißliche Pulver? Ist es noch giftig wenn man damit in Kontakt kommt?


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