ApiLifeVar und Oxalsäure

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
stefanzo
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon stefanzo » Sa 22. Okt 2016, 21:32

Wozu? Da ich Freude am basteln habe. Ein selbst gebautes Gerät bereitet eben mehr Freude, als ein gekauftes. Vorausgesetzt es funktioniert auch einwandfrei. Dabei ist natürlich auch auf die Sicherheit zu achten. Ein Ox Verdampfer entwickelt Hitze, und nicht eben gerade gesunde Dämpfe. Bevor die eigene Konstruktion zu abenteuerlich wird sollte man sich aber wirklich ein sicheres Gerät kaufen. Auch ein gekauftes Gerät wird von Menschenhand gefertigt, und auch an diesem kann man Freude haben. Und so verstehe ich auch die Aussage von Bernhard. Übertrieben gesehen müßte man auch Honig kaufen und nicht selber imkern, da auch das Imkern mit Gefahren behaftet ist. Aber dies ist eben die übertriebene Aussage von dem was Bernhard gemeint hat.
mfg stefanzo

sting
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Di 15. Nov 2016, 16:02

Ein Smoker lebensgefährlich? Zu abenteuerlich? Wer übertreibt hier?

Ok, für die Milben war es nicht nur lebensgefährlich, sondern tödlich.

Funktionieren tut´s allerdings direkt auf der Holzglut nicht, dafür aber sehr gut, wenn man eine (am besten bereits befüllte) Blechdose oder z.B. den unteren Teil eines kleinen Espressokochers samt Sieb auf die Glut stellt. Je nach Dicke des Materials dauert es ein bisschen, bis es zu dampfen beginnt.
IMG_6456 (1).jpg

Der grösste Nachteil ist, dass man an der Beute den Smoker sehr schräg halten muss. Macht aber nichts, wenn man die Glut Richtung Rauchloch etwas anhäufelt und die Dose bereits beim Einsetzen dementsprechend schräg auflegt.

Der grösste Vorteil ist, dass man den Dampf aktiv einblasen kann und dabei auch viel warme Luft an die Bienen kommt, diese ihre Wintertraube auflösen, und so jede Biene bedampft wird.
IMG_6451.jpg

Ich bedampfe inzwischen durchs Varroagitter von unten und hinten. Damit unten trotzdem dicht ist, habe ich Kartons entsprechend zugeschnitten.

Gefährlich? Wieso? Der Smoker ist absolut dicht. Der Dampf ist nur zu sehen, wenn er aus den Ritzen der Beute kommt. Das ist aber bei allen anderen Geräten auch der Fall.

Haltet mal die Luft an!
Mach ich auch, wenn der Dampf zu mir weht.

IMG_6475.jpg

Die Grafik zeigt den Milbenfall der letzten zwei Monate und 10 Tage-Durchschnittslinien. Ende Oktober hab ich Volk blau und grün noch zweimal mit AS auf Schwammtuch behandelt.

Am 1. und am 8. November wurden das blaue und das orange Volk bedampft, am 3.und 11. Volk grün und gelb. Das blaue ist schon lange aus der Brut, das orange immer noch nicht.

Dem mach ich heute noch mal Dampf.

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Di 15. Nov 2016, 17:02

AS war natürlich Ende September, nicht Ende Oktober, sorry.

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 00:22

Und wird auch der Milbenbefall vor dem Bedampfen und nach dem Bedampfen die Milbenabfallrate ermittelt? Oder Blindflug?

Selbst bei den käuflichen Geräten waren die meisten(!) Geräte von der Wirksamkeit her mies. Warum sollte das bei den selbstgebastelten Geräten anders sein?

Imdorf et al. haben dazu mehrere Studien gemacht. Die Publikationen sind leider online nicht mehr verfügbar. Aber die Wirksamkeit war bei den meisten Geräten bei 30-60 %. Das ist bei weitem zu wenig! Dem Varrox wurde hingegen eine hohe Wirksamkeit >90% bescheinigt. Immer wieder. Vom Oxamaten weiß ich es auch.

Aber wir wissen ja, was wir tun. Insbesondere weil wir vorher und nachher alles akribisch vergleichen. ;)

Nicht alle Oxalsäure-Verdampfungsgeräte haben eine hohe Wirksamkeit!
Imdorf, A., Kuhn, R., Feuz, A.
Bienenwelt. 46, (6), 2004, 17-23.

Unterschiedliche Wirksamkeit von Oxalsäure-Verdampfungsgeräten
Imdorf A., Kuhn R., Feuz A., 2004
Schweizer Bienenzeitung 127(5) 19-23
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Mi 16. Nov 2016, 10:01

Und wird auch der Milbenbefall vor dem Bedampfen und nach dem Bedampfen die Milbenabfallrate ermittelt? Oder Blindflug?


Wie bitte? Ermittelst Du den Milbenbefall, bevor Du mit CO2 den Milbenbefall ermittelst? Wohin soll das führen?
Die Bedampfung ist die Ermittlung des Milbenbefalls. Nur so weiss ich sicher, wie mies die Träufelung von Oxalsäure wirkt. Das habe ich zwar dieses Jahr auch ohne letztjährige Befallsermittlungs-Bedampfung zu spüren bekommen, aber das reicht ja nicht. Man muss schon wissen, ob die Träufelung 60% oder 59,5% wirksam war, um hier überhaupt mitreden zu dürfen.

Wird die Milbenabfallrate nach dem Bedampfen ermittelt? Wie schaut es denn aus? Ziemlich wahrscheinlich. Schliesslich zähl ich seit 4 Jahren täglich den Milbenabfall. Aber ich kann natürlich nicht ausschliessen, daß mir das irgendwann zu blöd wird, zumal es auch überhaupt keinen Sinn ergibt, vor einer Behandlung nur einer Befallsermittlung mit CO2 oder Puderzucker oder Bedampfung zu trauen, sich danach aber ausschliesslich auf den Milbenabfall zu verlassen.

Wenn schon, denn schon richtig, und nachher noch mal Bedampfen, zur Befallsermittlung. :lol:

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 13:30

Ist doch super, wenn Du täglich auszählst. Habe ich auch eine Zeit lang gemacht und ist sehr lehrreich. Dann wirst Du ja die Wirkung deiner Bastelei kennen. Machst Du denn auch eine Auswertung, so ein Liniendiagramm? Trägst Du die Daten irgendwo ein?
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Mi 16. Nov 2016, 14:29

Machst Du denn auch eine Auswertung, so ein Liniendiagramm? Trägst Du die Daten irgendwo ein?


Ja, wie sollte ich denn sonst die Daten der letzten zwei Monate hier veröffentlichen?
Ist das kein Liniendiagramm in meinem gestrigen Beitrag?

Irgendwie schein ich auf dem Schlauch zu stehen, der übrigens eine praktische Verbesserung für den Smodampfer wäre. Man könnte so nämlich zum einen den Smoker gerade aufstellen, zum anderen eventuell für noch mehr Distanz zwischen sich und der Beute sorgen.

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 16:54

sting hat geschrieben:Ja, wie sollte ich denn sonst die Daten der letzten zwei Monate hier veröffentlichen?


Jo, stimmt. :oops: :lol:

Wo sind denn die Behandlungstermine eingezeichnet? Das wäre auch mal interessant.
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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon sting » Mi 16. Nov 2016, 17:25

Auch das steht in meinem gestrigen Bericht, wobei mir noch ein Fehler unterlaufen ist. Es muss heissen:
Die Grafik zeigt den Milbenfall der letzten zwei Monate und 10 Tage-Durchschnittslinien. Ende September hab ich Volk blau und grün noch zweimal mit AS auf Schwammtuch behandelt.

Am 1. und am 8. November wurden das blaue und das orange Volk bedampft, am 3.und 10. Volk grün und gelb. Das blaue ist schon lange aus der Brut, das orange immer noch nicht.

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Re: ApiLifeVar und Oxalsäure

Beitragvon zaunreiter » Mi 16. Nov 2016, 20:00

Man kann doch Linien zeichnen – auch und gerade bei Mac.

So wie hier:

Bild

Ist optisch einfach griffiger!
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