Smokeralarm, wer hilft mit?

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
stefanzo
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Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon stefanzo » Mi 17. Aug 2016, 23:10

Es gibt Hölzer, deren Rauch den Varroamilben schadet, aber auch Hölzer deren Rauch auch den Bienen schadet. Bislang wird dem hierzulande kaum Beachtung geschenkt. Es wird einfach alles in den Smoker gesteckt, was einen brauchbaren Rauch ergibt. Mein Plan wäre verschiedene Laubblätter im Herbst zu sammeln, diese zu beschriften, und im nächsten Jahr darauf zu achten ob es zu einem vermehrten Abfall der Milben, bei der Verwendung dieser im Smoker kommt. Kommt es zu keinem vermehrten Abfall, dann sind wir so schlau als zuvor, hingegen finden wir eine einheimische Pflanze die hilft, so wären wir ein kleines Stück weiter. Beteiligen sollten sich allerdings nur Imker mit genügend Erfahrung, um die Situation besser einschätzen zu können. Bei der Suche warne ich vor überhöhter Euphorie, ein Nuller ist durchaus einzurechnen. Les Crowder in Mexiko behandelt allerdings mit dieser Methode. Er verwendet aber einen Wüstenstrauch, der bei uns nicht wächst, und warnt auch vor Hölzern die den Bienen schaden. Im Idealfall sollte es zu einem integrierten Varroakonzept kommen, wobei die Varroa bei der routinemäßigen Durchsicht reduziert wird. Forschungsgeist und keine Angst vorm Scheitern sind gefragt.
mfg stefanzo

Finvara
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon Finvara » Sa 20. Aug 2016, 08:17

Hallo,
Gar kein schlecher Gedanke ! Ich bin dabei. Und vieleicht gar nicht mal so aussichtslos. Wenn viele Imker viel ausprobieren, ...wer weiß .
Das Dämpfe aus ätherischen Ölen varroaschädigend wirken ist ja hinreichend bekannt. Diese entstehen also auch beim verbrennen im Smoker.
( Allerdings ist dir auch klar das wenn, ... die Sache sicher bald aus " Lebensmittelrechtlichen Gründen " verboten wird ! An einer Handvoll Laub , od. zB. Fichtennadeln, verdient keiner was :lol: . )

Gruß Uwe

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zaunreiter
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon zaunreiter » Sa 20. Aug 2016, 10:20

Propolis in den Smoker.

Auch eine Möglichkeit: Douglasie => http://www.imkerforum.de/showthread.php ... =douglasie
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

GkF
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon GkF » Sa 20. Aug 2016, 10:37

Hallo,

interessant!
Ich habe letzte Woche einen "Kahlschlag" beim Thymian gemacht. Da mir der Thymian zu schade zum wegwerfen war, hab ich ihn getrocknet und kleingeschnitten. Da im Thymian Thymol ist, kam mir die Idee, das Zeugs als Tabak zu nehmen. Ich habe damit mal die Bienenpfeife gefüllt und ausprobiert, ergibt einen angenehmen, nicht so beißenden Rauch, brennt aber schnell ab.
Ob aber so das Thymol in der richtigen Form freigesetzt wird und auch wirkt, keine Ahnung.

stefanzo
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon stefanzo » Sa 20. Aug 2016, 22:47

Ich bin noch am überlegen, wie man die Daten am besten anonymisiert, und geordnet zusammenführen kann. Mir fehlen dafür die notwendigen IT Kenntnisse. Wichtig ist mir, das keiner dabei auf die Idee kommt, übermäßige oder zusätzliche Rauchangriffe auf die Bienen zu führen. Es darf nur bei den normalen Eingriffen getestet werden. Nebenbei werden wir auch erfahren, wie gut sich das eine oder andere als Rauchmaterial eignet. Also gibt lange Rauch, oder stinkt, oder die Bienen werden aggressiv. Nur hoffentlich nicht, wirkt besser als Schwefel.
mfg stefanzo

stefanzo
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon stefanzo » Sa 20. Aug 2016, 23:45

Hallo Bernhard!
Wenn Propolis wirklich gut wirkt, so bräuchte man nur noch ein geeignetes natürliches Abdecktuch für eine Zwischenbehandlung. Ich schreibe das gerne auf meinen Radar.
mfg stefanzo

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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon biene1.0 » So 21. Aug 2016, 21:25

Hallo zusammen,
das mit den Möglichkeiten der Varroa-Bekämpfung / -Reduzierung durch natürliche Stoffe klingt hoffnungsvoll.
Propolis soll auch geräuchert werden. Und wenn es als alkoholische Lösung eingesetzt wird: In welchen Mengen / Beute oder Zarge?
Bei den ätherischen Ölen ist auch die Menge und der Anwendungs-Abstand doch garnicht geklärt. Oder?
Könnte nicht das Holz des tropische Strauches, zumindest eine Probe davon, eingeführt werden?
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer

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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon stefanzo » So 21. Aug 2016, 21:34

"Könnte nicht das Holz des tropische Strauches, zumindest eine Probe davon, eingeführt werden?"
Haben so nicht all unsere Probleme begonnen?
mfg stefanzo

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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon Theophanu » Mo 22. Aug 2016, 09:03

Da ist was dran, stefanzo.
Trotzdem fällt mir sofort Neem ein. Ich spritze Neemöl im Gemüsegarten, wenn da Lästlinge überhand nehmen.

edit: natürlich sind schon andere auf Neem gekommen. Es gibt eine Untersuchung aus dem Jahr 2000.
Allerdings nicht mit dem Räuchern des Holzes. Und natürlich ist das Resumée, man sollte den wirksamen Bestandteil isolieren. Das Pflanzen als System wirken scheint sich nicht rumzusprechen.
Dateianhänge
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Re: Smokeralarm, wer hilft mit?

Beitragvon zaunreiter » Mo 22. Aug 2016, 11:37

Wenn man das ganze Jahr über räuchert, wird der Wirkstoff im Bienenstock angereichert. Und landet im Honig. Sollte man bedenken.

Weiter: Resistenzen entwickeln sich schneller, wenn der Wirkstoff ständig präsent ist. Wenn man das ganze Jahr übe räuchert, ist eine Resistenzentwicklung auf Seiten der Milben wahrscheinlicher.

Weiter: Wie wirkt der Rauch auf das Mikrobiom des Bien? Viele Rauchstoffe wirken antibakteriell. Ist das gut?
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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