Boden für Varroabehandlung

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
franky
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Boden für Varroabehandlung

Beitragvon franky » Mi 3. Feb 2016, 14:54

Möchte in diesem Jahr mit der Warre Imkerei anfangen.
Habe jetzt 5 Warre Beuten fertig ,das Kissen und das Dach.
Jetzt geht es an den Boden.
Wie macht ihr das mit der Varroa Zählung. Hebt ihr jedesmal die gesamte Beute an oder habt ihr einen speziellen Boden mit Schublade etc.
Für Anregungen und Tipps wäre ich sehr Dankbar.
Im Netz ist einiges zu finden. Werde aus allen aber nicht richtig schlau.
Die Methode mit dem Puderzucker finden das die Bienen gut? Ist doch recht aufwendig wenn man das täglich durchführen müßte.

wonderfool
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon wonderfool » Mi 3. Feb 2016, 17:07

Die Puderzuckermethode finde ich unpraktisch. In der Warré kannst du - falls keine Rähmchen benutzt werden - auch nur umständlich eine Bienenprobe nehmen. Deswegen benutze ich einen Varroaboden mit Schublade (konkret Holtermann Artikelnummer 2486).

Letztes Jahr habe ich nur zu bestimmten Daten Varroen gezählt. Dieses Jahr will ich das regelmäßiger angehen. Eine andere Methode wäre vor der Ernte eine Bienenflucht zu benutzen und die dort aufsitzenden Bienen dann gleich für die Zählung (CO2 oder Puderzucker) zu benutzen.

Ich finde die Schublade am praktischsten. Die Methode ist zwar auch nicht extrem genau, reicht aber um die Dynamik und Entwicklung der Varroen abschätzen zu können.

franky
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon franky » Mi 3. Feb 2016, 19:31

Hallo wonderfool,
bleibt der Varroaboden das ganze Jahr unter der Beute? Welche Lochgröße hat das Gitter?

stefanzo
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon stefanzo » Do 4. Feb 2016, 00:46

Siehe auch viewtopic.php?f=8&t=115&start=10
Ich nehme den Varroaboden im Frühjahr raus und lege in erst Mitte Juli nach der Honigernte wieder ein. Ich glaube, das es für die Bienen besser ist, wenn sie selbst die ganze Beute kontrollieren können. Außerdem beunruhigt mich das ständige Varroazählen nur unnötig. Bisher fahre ich mit dieser Betriebsweise sehr gut. Nicht bei jedem läuft es gleich, und andere müssen vielleicht mehr auf die Varroa acht geben. Probieren, nachdenken und bei Mißerfolg Kopf schief halten.
mfg stefanzo

wonderfool
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon wonderfool » Do 4. Feb 2016, 09:43

franky hat geschrieben:Hallo wonderfool,
bleibt der Varroaboden das ganze Jahr unter der Beute? Welche Lochgröße hat das Gitter?


Der Boden bleibt unter der Beute, die Schublade bleibt, natürlich bis auf die Kontrollen, geschlossen. Lochgröße kann ich nicht genau sagen, habe ja einen fertigen Boden gekauft.

Bambus
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon Bambus » Fr 5. Aug 2016, 03:17

Hallo,

ich hatte jetzt 5 Wochen (1.Juli bis 4. August) die Windel (ebenfalls gekaufter Holtermann-Varroa-Boden) eingelegt, um regelmäßig über einen längeren Zeitraum den Varroatotenfall kontrollieren zu können. Da ich regelmäßig Ameisen auf der Windel gefunden habe, habe ich zunächst mit Speiseöl getränkte Küchentücher auf die Windel gelegt. Das wurde mir etwas zu aufwendig, deshalb habe ich eine Emulsion aus Wasser und Rapsöl auf die Windel gesprüht. Jetzt im August gabs ein paar Tage Regen bei warmem (über 20 Grad, leicht schwül) Wetter.
Und siehe da: Auf der Windel entwickelte sich Schimmel.
Hab erstmal die Windel entfernt und warte bis es wieder trockener wird. Nix mehr mit Varroa zählen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

P.S. Als die Windel noch drunter war, ventilierten ständig (auch nachts) 10 bis 15 Bienen auf dem Flugbrett.
Hab mir nix dabei gedacht. Das Verhalten erschien mir normal.
Jetzt, wo der Boden offen ist, sind sofort alle verschwunden.

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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon biene1.0 » Fr 5. Aug 2016, 15:06

Na klar! Was sollten sie auch noch tun? :D
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon Bambus » Fr 5. Aug 2016, 15:27

Vielleicht den Gitterboden propolisieren? ;)

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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon biene1.0 » Fr 5. Aug 2016, 23:02

nun ja, das könnte sein. Aber doch in der Beute und nicht davor. :lol:
Für mich ist das nur ein Hinweis auf die Reaktionsfähigkeit des Biens auf Veränderungen. Doch sie brauchen solche Veränderungen nicht. Die Umstellung auf eine neue Situation ist immer anstrengend. Günstige Verhältnisse sind die gesunden und in jeder Hinsicht produktiven.
Ich schiebe die windel trocken ein oder pinsel sie mit Speiseöl ein. Warum eine Emulsion?
Gruß
Harald
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Re: Boden für Varroabehandlung

Beitragvon Bambus » Sa 6. Aug 2016, 02:13

Warum eine Emulsion?

Eine Emulsion läßt sich sehr leicht mit einer Sprühflasche auf die Windel auftragen. Die Idee hatte ich irgendwo im Netz/youtube gefunden.
Gilt wohl insbesondere bei vielen Stöcken, wenn rationelles Arbeiten angesagt ist.
Aber wenn das Wasser die Schimmelbildung fördert, ist das nix.

Das Sprühen von Öl/Wasser hilft auch gegen ne bestimmte Milbenart auf unserem Mirabellenbaum, die "Weiße Fliege" auf Kohlplanzen und gegen Blattläuse wohl auch. Die Insekten können durch das Öl nicht mehr atmen und sterben dann. Aber das Forum für Hobby-Gärtner ist wohl woanders..

Ich hatte auch schon überlegt, die Füße der Beute in mit Wasser gefüllte Blechdosen zu stellen, um die Ameisen abzuhalten.
Allerdings entdecke ich immer wieder alle möglichen Insekten (Ohrenkneifer etc.) außen an der Beute.
Die würden dann ja auch abgehalten. Und ich hoffe ja immer noch auf ein paar stattliche Exemplare des Bücherskorpions....

Lg Robert


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