Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
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Rumpel
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » Do 27. Nov 2014, 13:34

Keine Ahnung irgend was fällt mir bestimmt ein, aber jetzt ist Schiete mit Testen.
Das Verhältnis der Populationen zueinander bricht immer zusammen, wenn die Grösse vom Brutnest Künstlich beibehalten wird.
Das wäre Imkerlich im zweiten Jahr, wenn das sogenannte Wirtschaftsvolk entsteht.
Gruss Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon zaunreiter » Do 27. Nov 2014, 13:44

Rumpel hat geschrieben:...wenn die Grösse vom Brutnest Künstlich beibehalten wird.


Die Demeter-Leute würden jetzt fragen: "Ist das deine Erfahrung?"

Meine Erfahrung ist das schon mal nicht!

Nachdem ich jahrelang mit Stabilbau und Schwärmen herumhantiert habe, und daher das Brutnest eben nicht künstlich groß gehalten habe (geht das überhaupt?), kann ich nun wirklich keine großen Unterschiede sehen. Außer dem, daß bei Schwärmen die Varroapopulation am Ende des Jahres höher ist, als bei per Ableger behandelten Völkern.

Und ich habe im September/Oktober erst geerntet und die Bienen vorher die natürliche Bruteinschränkung im Sommer durchleben lassen, ganz ungestört. Bringt auch keine Besserungen irgendwelcher Art.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Rumpel
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » Do 27. Nov 2014, 14:13

Ist das deine Erfahrung

Ja ja, die Schauen auch nur in Ihre Kisten mehr ist da nicht.
Ein Brutstop, findet auch statt wenn die Parameter, wie Nahrungsaufnahme aussetzen.
Das weisst du doch.
Da wären wir wieder bei der Organisation, da geht eben mehr.
Ein Superorganismus ist doch kein Pflaumenbaum.
Das ist auch nicht böse gemeint, das kann weder ich noch der Erfinder der Genbiene wegbeamen.
Nur zusammen geht es, und nicht jeder gegen jeden.
Gruss Jörn
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » Sa 29. Nov 2014, 17:30

Besser geht jetzt nicht sonst wird es eine Diss. :lol:
Die Brenztraubensäure leitet sich von der Herstellung ab. Weinsäure wurde einer trockenen Destillation unterworfen, hierbei entsteht Brenztraubensäure duech die Abspaltung von Wasser. Das Stoffwechselprodukt Brenztraubensäure wird bei Zellschädigungen zB. durch PSM... Oder Vitaminmangel hypovitaminotischer Art, wird sie im Serum und Exkrementen konzentriert, gleichermaßen erfolgt eine Glykogenverarmung im Fettkörper und der Muskulatur. Durch Transaminierung von Brenztraubensäure (Pyruvat) und Glutaminsäure entsteht zB. Alanin. Damit erfolgt die Anbindung an den Stoffwechsel der Aminosäuren(Glukose-Alanin-Zyklus).
Im Honig stellt die Glutaminsäure mit 74 mg auf 100g den höchsten Wert unter den Aminos,
( http://de.wikipedia.org/wiki/Honig#Zusammensetzung )
Alles weitere heißt dann Glykogensynthese und Glykogenolyse, dazu habe ich aber keine Lust das auch noch zu Pinseln. Kommt ein Schwarm aus belastetem Gebiet (Monokultur- Kunstnahrung) oder Spritzung, und die Bienen sind schon vorbelastet, dann holt die Varroa sie ein.
Traubensäure fehlt bei Sirup und Zuckerwasser total, und daraus entstehen nun mal die meisten Schwärme.
Die Wirkung von Traubensäure hat schon Ehrenfels bemerkt, durch höheren Bruteinschlag. (Traubensaftfütterung)
Ist das meine Erfahrung? Oh ja, und Augen im Kopf habe ich auch.
Hier mal unter Anwendungsgebiete Nachschauen zB. für was Weinsäure noch so alles genommen wird.
Für die Wirksamkeit bei Venenerkrankungen entscheidend sind die Flavonoide http://de.wikipedia.org/wiki/Weinrebenbl%C3%A4tter
Wenn mehr gewünscht wird dann einfach fragen.
LG. Jörn
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » So 14. Dez 2014, 08:39

Hallo Freunde
Hier hat jemand einiges zusammengefasst.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 8268,d.d24
Ja klein werden die Völker, ob sich damit Imkern lässt?
Mal sehen im Moment wird mir Himmelangst wenn die so schrumpfen, 2 die jetzt ohne Ätz in den 2. Winter gehen.
Gruss Jörn
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » So 28. Dez 2014, 11:49

Hallo Immenfreunde,
Mich interessiert mal wie viel Temperatur im Minusbereich so ein Milbchen verträgt, gibt es was darüber?
Gruss Jörn
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Hobbyimker » So 28. Dez 2014, 21:34

Hallo
Milben überleben doch im Minusbereich eigentlich nicht so viel man bisher weiß und laienhaft auch erlesen kann welcher Gedankengang ist denn für die Fragestellung ursächlich.
Man kann lesen das ohne Wirtskontakt so 20 bis 80 Stunden rum Lebenszeit den Varroen bleibt .Man kann auch einiges zum Thema selbst beobachten besonders wie flink die Biester sein können wenn man versucht sie für beobachtungs erfahrungen aus zuhungern
bin nur mal wieder neugierig

imkerliche grüße
Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde daran denken leider nur die wenigsten menschlichen Bewohner

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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Stephan » Mo 29. Dez 2014, 00:10

Sagt mal gibt es Studien über die Mobilität der Milbe in der Beute? Wie gut haftet sie denn tatsächlich?
Mir ist bei einem grenzwertig belastetem Volk eine Biene zwischen Windel und Gitterboxen geflogen und wollte da nicht mehr raus... Am nächsten Tag lag sie dann mit ca. 10 Milben am Körber tot auf der Windel. Der Totenfall lag bei 5-6 Milben pro Tag.

Dieser schicksalhafte Moment habe ich dann nochmal -man vergeben mir- :roll: mit einer anderen Biene wiederholt. Vergleichbares Ergebnis.

Könnte es sein, dass die Milben relativ oft abgeschüttelt, gerieben, geputzt ober wie auch immer werden?

Ich erinnere mich mal von einem Boden aus nem Kunststoff gelesen zu haben der so glatt sein soll das Milben die runterfallen nicht daran hoch klettern können. Was zu einer stabilen population führen soll - Herstellerangaben. Hatte das als geldmacherei abgetan.
Würde gerne wissen ob jemand schon mal so neun gelbes Klebeband wo die fliegen drauf verhungern unter den Gitterboxen geklebt hat um zu zählen was das wieder hoch krabbeln will.

Grüße

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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » Mo 29. Dez 2014, 05:43

Milben überleben doch im Minusbereich eigentlich nicht so viel man bisher weiß

Ja das war unglücklich formuliert, ich meinte ausserhalb der Bienentraube.
Also ab wann werden die Bewegungsabläufe schwer usw...
Weil ein Kumpel ein Volk beobachtet, das in einem alten Plumpsklo überwintert, und keine Milben zu finden sind.
Da kommt man auf die komischsten Ideen. ;)
Es ist halt immer wieder seltsam, Gruss Jörn
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Re: Biologie der Varroa, Varroa-Brainstorming

Beitragvon Rumpel » Mo 29. Dez 2014, 06:01

Sagt mal gibt es Studien über die Mobilität der Milbe in der Beute?

Schnell sind sie, hab ja schon mit denen rumgespielt. :)
Gruss Jörn
https://www.youtube.com/watch?v=G9-FGA3bwEw
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