Flügeldeformation(svirus)

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
Nöld
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Re: Flügeldeformation(svirus)

Beitragvon Nöld » Fr 21. Jun 2019, 07:08

Eine wissenschaftliche Arbeit bleibt immer ein Ausschnitt (Fenster), wobei der Methodenteil den Rahmen festlegt. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob zwischen dem Vorhandensein von Varroa und der Häufigkeit von DWV-B bei wilden Hummeln ein Zusammenhang besteht. Die Autoren haben scheinbar einen direkten Zusammenhang gefunden.
Ob dies nun der ursächliche Grund der Problematik oder lediglich ein Symptom ist, regt zu Diskussion und im besten Fall zu weiterer Forschung an. Wobei ich, wenn ich die Autoren anschaue nicht denke, dass sie Aktionäre von Bayer oder Syngenta sind.
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zaunreiter
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Re: Flügeldeformation(svirus)

Beitragvon zaunreiter » Fr 21. Jun 2019, 12:11

Informationen dazu von der Aurelia-Stifung: https://www.aurelia-stiftung.de/downloa ... an2019.pdf
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Rolf
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Re: Flügeldeformation(svirus)

Beitragvon Rolf » Sa 28. Dez 2019, 11:53

Zum DWV habe ich gefunden:
"Das Rätsel der scheinbar Varroa-resistenten Honigbienen in einem Bienenhaus in Großbritannien wurde gelöst, und die Antwort war eine echte Überraschung.
In den letzten Jahren gab es dramatische Schlagzeilen über scheinbar varroaresistente Honigbienen im Bienenhaus eines Imkers in Swindon, England (nicht weit vom Hauptquartier von Vita entfernt). Die Bienen von Ron Hoskins wurden als "Superbienen" bezeichnet und man glaubte, dass ihr hygienisches Verhalten der Grund für ihren Erfolg war.
Neue Forschungsergebnisse, die Catherine Thompson von der Salford University letzten Freitag auf der britischen National Honey Show vorgestellt und jetzt im ISME Journal veröffentlicht hat, haben die Gründe für den Erfolg der Hoskins-Bienen aufgezeigt. Eine nicht-letale Form des Deformed Wing Virus (DWV) ist bei seinen Bienen weit verbreitet und schließt die tödlichere Form aus.
DWV ist heute als Bienenvernichter bekannt und seine Virulenz scheint zumindest teilweise durch Varroa verursacht worden zu sein, das das Virus, da es direkt in die Blutbahn der Bienen injiziert, mit katastrophalen Folgen verbreitet hat. Honigbienen hatten seit langem DMV, aber vor der Verbreitung von Varroa durch das Geschlecht und andere Methoden hatten es nicht ermöglicht, sich so schnell und gründlich in einer Kolonie zu verbreiten.
Aus Gründen, die noch nicht verstanden wurden, wurden die Hoskins-Bienen einer relativ harmlosen Version von DWV - Typ B unterzogen. Im Gegensatz dazu ist DWV Typ A tödlich. Typ B hat sich in Hoskins Bienenhaus durchgesetzt und Typ A ferngehalten - oder zumindest auf sehr niedrigem Niveau. Es wird sogar angenommen, dass Varroa Typ B die Bienen tatsächlich gegen Typ A geimpft hat!
Leider ist es wahrscheinlich sinnlos, die Bienen von Hoskins in ein anderes Bienenhaus zu bringen, in dem DWV Typ A dominiert. Es ist wahrscheinlich, dass die Kolonie vom tödlichen Typ A überflutet wird und der für die meisten Kolonien üblichen Krankheitsbedrohung ausgesetzt ist.
Nichtsdestotrotz ist zu hoffen, dass diese aufregende neue Erkenntnis irgendwann dazu beitragen kann, einen Durchbruch bei der Unterstützung von Honigbienen zu erzielen."

Quelle:
http://birminghambeekeepers.com/wp-cont ... h-2016.pdf

Rolf
[b]Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene e.V.[/b] http://www.bv-dunkle-biene.de/
Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene.


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