Ameisensäure mittels Schwammtuch

Alles rund um die Varroabehandlung im Warré-Bienenstock.
rugnuza
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon rugnuza » Sa 11. Okt 2014, 23:44

Eigene Erfahrung mit der 85% As und Schwammtuch? Hab dieses und letztes Jahr nur in der Kombi behandelt un es gab keine Probleme. Allerdings hab ich die Schwammtücher vorher leicht befeuchtet. Habs aber auch schon mit vorher trockenen gemacht.

@Bernhard: Wieso soll denn der zeitliche Abstand bei der Behandlung genau eingehalten werden?

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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon Rumpel » So 12. Okt 2014, 03:04

@Bernhard: Wieso soll denn der zeitliche Abstand bei der Behandlung genau eingehalten werden?

Damit du dir merken kannst wenn Schiete!
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon zaunreiter » So 12. Okt 2014, 07:49

Deswegen:

Bild

Beim dritten Mal erwischt es alle die, die beim ersten Male in der Brut saßen.

Bei einem Abstand von vier Tagen sieht es so aus:
Bild[/QUOTE]

So erwischst Du die Milben, die mit den Bienen schlüpfen, bevor sie wieder in die Zellen abtauchen. Meist nach vier Tagen außerhalb der Zellen.
Cogito ergo summ.
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon rugnuza » Mo 13. Okt 2014, 15:18

Ah okay, jetzt. Um möglichst viele Milben außerhalb der Zellen zu erwischen sollte man also eher alle 4 Tage behandeln und das über einen ganzen Verdeckelungszyklus. Bei der Anwendung würde ich mir aber schön überlegen nicht lieber z.B. mit Milchsäure oder Oxalsäureverdampfer zu arbeiten. Es kommt halt auch sehr darauf an wie genau das stimmt, dass die Milben sich meist 4d auf den Bienen aufhalten, bevors von vorne losgeht.

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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon Rumpel » Di 9. Dez 2014, 21:42

Wie wat wo, warum weshalb wieso?
Wenn Ameisensäure in der verdeckelten Brut, die Wirkung einer Atmungshemmung, und eine Übersäuerung der Milbe sowie ihrer Larvenstadien veranstaltet.
Denn braucht man sich wirklich nicht mehr wundern.
Frei nach dem Motto "Sauer macht lustig" die Volksweisheit verkaufen mir keine Erfinder der Genbienen.
Der Umstand sieht wohl etwas anders aus, ganz im Gegenteil ist der Organismus in der Lage, einen Überschuss an Säure zu neutralisieren.
Es können wohl mehr Krankheiten die Folge sein.
Bei Übersäuerung des Blutes, Stress und falscher Ernährung, dann häuft ein Organismus Säuren an, u.a. Salze der Milchsäure, wie die Laktate. (Traubenbrenzsäure)
Was findet dann statt : Schwäche !
Bei einer Übersäuerung leidet der gesamte Organismus.
Nobelpreisträger Prof. Otto Heinrich Warburg. Der hat ja gewusst wie, nur Bienen sin ja keene Menschen, oder die besseren. :lol:
LG. Jörn
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon zaunreiter » Di 9. Dez 2014, 22:25

He he, Du mußtest damit rechnen, daß ich nachfragen werde: Wie kann ein Organismus denn übersäuern? Im Gewebe, im Gedärm, im Blut, oder wie oder wo...Speziell beim Menschen wird da viel theoretisiert, von wegen Übersäuern...
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon Rumpel » Di 9. Dez 2014, 22:35

von wegen Übersäuern...

Wie weit möchtest du?
Bis zum Kalzium, oder auch zum übertakten vom Kalium?
Mir soll es recht sein, aber heute muss ich inne Haia, war een harter Tach.
LG. Jörn
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon zaunreiter » Di 9. Dez 2014, 22:57

Noch detaillierter. ;) Kalzium, das spielt sich nur im Muskelgewebe ab. Kalium ist mir medizinisch noch nicht über den Weg gelaufen.
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon Rumpel » Mi 10. Dez 2014, 21:06

Kalzium, das spielt sich nur im Muskelgewebe ab.

Ja gut, ich meine wohl in Haaren, Zähnen sowie Skeletten.
Übersäuerung beim gesunden Organismus, kommt so nicht vor. Also wer normal und abwechslungsreich isst, da ist auch alles iO. Die schicken teuren Pulver, sind für das ein harken, beim anlegen der Bienenweide sinnvoller. ;)
Bei Haus und Nutztieren sieht es aber oft Zappenduster aus.
Die bekannteste Form der Übersäuerung ist die Pansenazidose. Sonst ist meist latente Azidose gemeint, und dort der pH-Wert des Blutes, dann erst zB. Bindegewebe.
Leider ist es heute aber so, das es Happy Hippie Puppi und rosa Ponyfarm Häppchen gibt, natürlich von Experten empfohlen.
Vom dem was so drin ist kann man sagen, wie der Halter oder so. (nicht Alle)
Chips und Cola, sowie das liebe lange Leben Fast Food, daraus entstehen so Sachen wie : Diabetes und Gicht, oder der ganze traurige Rest.
Das alles aufzählen ist mir zu lang, und einigen zarten Seelen wird da hin und wieder der Ekel packen.
Das bedeutet wenn eine Funktionsstörung Organisch oder Genetisch vorliegt, dann kommt es zur Übersäuerung, und die Säuren können nicht mehr richtig abgebaut werden. (Kohlensäure-Bicarbonat-Puffersystem) zB. beim Mensch.
Nun ist Ameisensäure relativ zickig, bei 8 °C erstarrt sie, und bei 100,7 °C siedet sie.
Gasförmig ist sie eigentlich nur unter Laborbedingungen zu händeln, also Punktgenau.
Wenn man mal so eine Bienenwohnung anschaut, da lässt sich von Labor nur was ahnen, jedenfalls was da alles versenkt wird.
AS. macht da so ziemlich was sie will, aufgrund der Carboxygruppe ist sie in jeder Konzentration mit Wasser mischbar.
Alles was lebt braucht Wasser, und was klein oder nicht AS. Verstoffwechselt, macht bei der OP. die Mücke.
Das ist ja nicht unbekannt, und damit man das Zeuch nicht noch im Winterfutter hat, gibt es die Schlotze danach.
Wo dem Rekonvaleszent, zum verpuffern so ziemlich nix zur Verfügung steht, dazu braucht es nämlich Mineralien zB. um überhaupt angemessen zu reagieren.
Weiter fehlen wie bekannt Flavonoide, Flavonole sowie noch ein paar (Nebensächlichkeiten).
In dem Zusammenhang hab ich mit der Aussage, Gesunderhaltung der Bienen schon bedenken.
Aber wat solls, Gruß Jörn

http://www.die-honigmacher.de/kurs4/seite_42400.html
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Re: Ameisensäure mittels Schwammtuch

Beitragvon stefanzo » Do 11. Dez 2014, 00:46

Bezüglich Gesunderhaltung der Bienen habe ich mit der AS weniger Bedenken. Gilt es ja abzuwegen zwischen Varroa und Nebenwirkungen von Behandlungsmethoden. Die AS hat in der Praxis ihre gute Verträglichkeit für die Bienen nun schon über viele Jahre bewiesen. Außerdem werden die Bienen ja nicht das ganze Jahr hindurch behandelt.
mfg stefanzo


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