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Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Mi 18. Apr 2012, 01:11
von Zeidelmeier
Hallo liebe Warreaner,

Statt einer extra Futterzarge nutze ich einen Futtertrog welcher im Kissen auf den Oberträgern liegt.
Als Abdeckung auf den Oberträgern benutze ich luftdurchlässige Gaze, in welche in der Mitte ein Loch
ausgeschnitten ist. Auf dieses Loch stelle ich den Mitteldorn des Futtertroges. Ich nehme den Futtertrog

Artnr: 7086 von Holtermann : http://www.holtermann-shop.de/index.php ... raete.html

Dieser passt von seinen Maßen von 27 x 27 cm perfekt in das Kissen und hat eine durchsichtige Mitteldorn-
abdeckung, durch welche man die Bienen gut bei der Futterabnahme beobachten kann. :)

Vorteil für mich: ich brauche mir keine zusätzliche (Futter)Zarge anfertigen. Wenn nicht gefüttert wird bedecke
ich das Loch in der Gaze mit einem Stück Gaze oder einem Bretchen. Stockluft kann weiterhin nicht
entweichen wenn ich Futter nachfülle, weil die Gaze an den Stellen zwischen den Oberträgern bei mir
immer schön zupropolisiert ist.
Für manche mag dieser Futtertrog recht klein sein, ca 1,5 L passen rein, aber ich füttere jeden Abend
ca 0,5 bis 1 L, um einen ständigen Futterstrom zu gewährleisten. Für Außenstände, wo man nicht jeden
Abend hinkommt, würde ich statt des Kissens eine Zarge auf die Gaze aufzetzen und einen 5 L Futtereimer
umgekehrt reinstellen. Dieser passt von seinen Abmessungen auch perfekt in die Warre-Zarge.

Hoffe diese Lösung gefällt auch anderen :)

freundliche Imkergrüße

der Zeidelmeier

Re: Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Di 25. Jun 2013, 10:03
von zaunreiter
In der Tat.


Normalerweise vermeide ich Plastik, wo es geht. Aber bei dem Futtergeschirr mit Innendom handelt es sich um eine sinnvolle Anwendung.

1. Das Futtergeschirr läßt sich platzsparend stapeln. Im Gegensatz zur Futterzarge, die das ganze Jahr über herumsteht und vergleichsweise viel Platz wegnimmt.

2. Die Reinigung des Futtergeschirrs geht einfach und gründlich.

3. Der dicht schließende Deckel verhindert Ameisen und Räuberbienen im Fütterer.

4. Es ertrinken keine Bienen.

5. Der Fütterer ist hundertprozentig dicht. Es läuft kein Futter heraus.

6. Kein Bienenkontakt beim Nachfüttern oder bei der Sichtkontrolle.

Mit einem hohen Deckel (10cm hoch) wird keine Leerzarge benötigt, um den Fütterer aufzusetzen. Lediglich ein Innendeckel mit Loch. (Läßt sich auch als Bienenflucht verwenden.) Den klarsichtigen Innendomdeckel klebe ich fest, da der sonst immer herausspringt.

Bild

Der Fütterer mit Innendom eignet sich anscheinend auch als Kondensator, da sich dort Dampfwasser aus der Beute sehr schnell niederschlägt. (Der kühle Metalldeckel liegt direkt auf dem Klarsichtdeckel.) Das Wasser wird in der Schale aufgefangen. Und wird dort auch von den Bienen abgenommen. (Das habe ich beobachten können.)

Bild

Unter der Berücksichtigung, daß der Fütterer bei guter Pflege viele Jahre genutzt werden kann, denke ich ist der dort reingesteckte Energieaufwand in Ordnung. (Meine Küchenmaschine habe ich von meiner Großmutter geerbt und die Maschine ist 60 Jahre alt, trotz Plastikteilen.)

Lediglich die Entsorgung bereitet mir noch Bauchweh. Irgendwann ist das ja in jedem Fall kaputt. Ich werde den Hersteller anschreiben und fragen, ob sie kompostierbares Plastik einsetzen können.

Re: Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Di 25. Jun 2013, 11:22
von Didi
Mir ist's noch nicht ganz klar:

Die Unterseite des Kissens habe ich mit einem Mehlkleister-Jutetuch bespannt, darüber liegt normalerweise bei der Zarge von Holtermann die Holzfaserisolierplatte.
... Wird diese Isolierplatte während des Einsatzes des Fütterungstrogs weggelassen? Schneide ich im Bereich des Domaufstiegs ein Loch in die Bespannung?

Re: Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Di 25. Jun 2013, 11:27
von zaunreiter
Oder Du schneidest ein Loch in das Tuch und in die Isolierplatte. Später nach der Fütterung dann ein Stück Tuch zwischen Tuch und Isolierplatte legen, damit der Zugang nach oben verschlossen ist.

Nur auf dem Tuch würde der Fütterer zu wacklig stehen.

Re: Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Di 25. Jun 2013, 11:46
von Didi
Vielen dank für die Antwort.
Das Tuch liegt ja aber auch auf den Oberträgern der darunterliegenden Zarge auf? Trotzdem zu instabil?

Re: Futtertrog statt Futterzarge

Verfasst: Di 25. Jun 2013, 12:30
von zaunreiter
Ja. Der Aufstieg in den Dom reicht etwas nach unten, so daß der Fütterer etwas Abstand zu den Oberträgern benötigt.