Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Alles für die Einfütterung der Bienen im Warré-Bienenstock.
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zaunreiter
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Mi 28. Aug 2019, 09:53

Schlossimker hat geschrieben: bei einigen Aspekten der konventionellen Imkerei sträuben sich mir die Nackenhaare.


Ja klar. Aber die eigenen Bienen mit Schimmelfutter zu Tode quälen. Und mit ungeeigneten Futtergefäßen für stille Räuberei sorgen. Oder meinst Du wirklich 9.000 Bienchen verarbeiten 0,5 Liter Futter am Tag? Entweder läuft das aus oder wird geräubert.

Daran krankt die "naturnahe" Imkerei. Zu wenig Ahnung von den Bienen und wie man mit ihnen lebt. Ignoranz gegenüber Rat, dafür Dogmen überall. Und am Ende wieder der Spruch: Die Tiere haben ein Recht zu sterben. So ein Bullshit.

Solange die naturnahe Bewegung so weiter stümpert, solange wird sie den Bienen mehr schaden als jeder konventionelle Imker.

Ich meine diese Zeilen nicht böse. Ich will hier nur mal deutlich werden.
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obi11
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon obi11 » Do 29. Aug 2019, 11:22

zaunreiter hat geschrieben:
Das ist die Angst vor den Bienen. :)

Angst vor Stichen, Angst davor, sich in eine Beziehung mit den Bienen zu binden. Lieber behandeln wir die Bienen wie eine Maschine, wo man oben Brennstoff reinschüttet. Einfach mal fallen lassen, stechen lassen, die Nähe suchen, kuscheln, sich lieben und leben. :music-rockon:

Also Bernhard,
ich kann das zum Teil nachvollziehen, habe so einen Kandidaten da ist der Deckel kaum 2 cm geöffnet und der Bienenteppich am Imkerhemd... sei Dir sicher, die wollen nicht kuscheln :lol: . Der letzte Leichtsinn das alte Imkerhemd nicht schließend in der Hose zu verstauen führte nach offensichtlicher Umweiselung zu dem Ergebnis das mehr Bienen IM Hemd waren als aussen und gefühlte 50 Stiche später war der Verdunster drin und der Deckel wieder drauf.
Bevor Du schimpfst oder meckerst, dass ich solch Material am Stand zulasse... tue ich nicht, weiß nur vorher nie ob die Bienen der Meinung waren eine neue Dame stünde Ihnen besser zu Gesicht und jeder Kasten ist ein Ü-Ei für Imker.
Die negativen Seiten des Bienenhypes in Berlin, denn unabhängig von konventionell oder naturnaher Bienenhaltung (wenn man das unterscheiden mag) wird unterschiedliches Material aus allen Ecken der Welt zusammengetragen und führt zu Bienen, die so wirklich niemand will. Hier sollten wir alle einfach mal darüber nachdenken, denn unterm Strich macht es die naturnahe Bienenhaltung bzw. die reine Schwarmimkerei unmöglich, wenn das Produkt ein nicht zu bearbeitendes Bienenmaterial ist.
Ich gebe zu, dass ich hier von einem Extrem spreche und die Standbegattung nur an einem Stand zu völlig inakzeptablen Bienen führt. Nur befürchte ich das sich das zunehmend weiter verbreiten wird, wenn wir den Hang zur "Bienenrettung" weiter auf unbienische Art und Weise, teilweise sogar mit Importen von Kunstschwärmen versuchen zu befriedigen.
Übrigens, eine positive Eigenschaft haben meine Stechimmen dann doch... sie sind nahezu milbenfrei im Gegensatz zu den Kuschelbienen genau daneben... :roll:

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Schlossimker
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Do 29. Aug 2019, 23:18

Uuui, da hat sich ja viel getan...

zaunreiter hat geschrieben:Ja und davon gehen bis zum Winter nochmal die Hälfte ein. Damit bist Du bei 4.500 Bienen und unterhalb der Mindestmindestgröße von 5.000
Ha, 10000, damit es im Winter noch 5000 sind, das machen die locker noch. Wichtiger ist, ich darf den letzten Zeitpunkt zur Umstellung auf reines "die Stube voll knallen Futter" nicht verpassen. Ich hab noch viel Hoffnung für mein Volk, aber das im anderen Faden.

zaunreiter hat geschrieben:Also nochmal: ZUCKERWASSER IST SCHEISSE.
Hab schon gelesen, du hattest die Kuschelfreunde deiner Kuschelfreunde gezählt.
Eigentlich - bei mehr Zeit - wolltest du in etwa sachlich schreiben:
ZUCKERWASSER 1:1 gemischt ist ideales Futter wenn Bienen Waben bauen sollen.
Aber ZUCKERWSSER mit so hohen Wasseranteil fängt genauso wie Honig mit zu hohen Wasseranteil an zu gären, weil die dazu notwendigen Hefepilze als Sporen überall als vorhanden anzusehen sind. Das macht es sehr problematisch, obwohl es seit etwa 100 Jahren verwendet wird.
Deshalb entziehen die Bienen ihrem gesammelten Nektar das Wasser bis zu etwa 18%. Das tun sie auch bei Zuckerwasser bevor sie die Zellen verdeckeln.
Es gibt anderes, käufliches Futter - beispielsweise Apifonda, das aus 90% feinkristallinen (Puder)Zucker und 10% Wasser besteht. Da spezifiziert der Hersteller, das es - nicht geöffnet und bis 14°C Lagertemperatur - 2 Jahre lagerfähig ist. Für die angebrochene Packung spezifizieren sie nix, sie wissen ja nicht, was deine Bienen für Schweinchen sind, Kuscheltiere und sonstige Freunde haben....
Natürlich zieht das auch Wasser, wenn es geöffnet auf den Oberträgern liegt, und der Abstand zu den 18% ab der es auch zu gären beginnen kann wird geringer. (Bei Honigfabriken mit diffusionsdichter Plastikfolie als Abdeckung auf der obersten Wabe, wo sich die Wassertropfen unten sammeln ist das dann kritischer. Aber Menschen wohnen ja nicht in so einer Tropfsteinhöhle. Für ihre Wohnungen haben das - die meisten - schon gelernt).
Dazwischen gibt es anderes Futter, beispielsweise Sirup mit etwa 25% Wasseranteil beispielsweise zur Wintereinfütterung, dem weniger Wasser entzogen werden muss um unter 18% zu kommen. Auch können die für die Bienen günstiger zu verarbeitende Verhältnisse aus Fructose und Glukose enthalten.
Zuckerwasser zur Wintereinfütterung kann man selber und einfach meist nur bis minimal etwa 40% Wasseranteil herstellen, da sich sonst der Zucker nicht mehr löst und dann für Bienen nicht verwertbar ist, sofern er nicht feinkristallin ist und mit zusätzlichen Wasser "gelutscht" werden kann (Apifonda).

zaunreiter hat geschrieben:...wenn Du Futter verwendest, das nicht(!) schimmelt. Das Futter schimmelt ja nicht nur im Fütterer...

zaunreiter hat geschrieben:die eigenen Bienen mit Schimmelfutter zu Tode quälen
Äh, du verwechselst da einen Faden. "Schimmelndes Futter" war der von Deichkind. Du hast aber richtig zitiert, ich hatte EINMAL die Kotspritzer gesehen, nachdem ich erst nach 4 Tagen gewechselt hab.

Christine hat geschrieben:Christine hat geschrieben:
Du bist fast besessen davon, die Beute nicht zu öffnen.
zaunreiter hat geschrieben:Das ist die Angst vor den Bienen. :)
Angst vor Stichen, Angst davor,...
Äh, wer hat da die zwanghaften Vorstellungen?

zaunreiter hat geschrieben:...sich in eine Beziehung mit den Bienen zu binden. Lieber behandeln wir die Bienen wie eine Maschine, wo man oben Brennstoff reinschüttet. Einfach mal fallen lassen, stechen lassen, die Nähe suchen, kuscheln, sich lieben und leben.
Wenn ich das jetzt machen würde, dann hätte ich keine Hoffnung mehr für das Volk.

zaunreiter hat geschrieben:...daß nicht "Schicksal" oder was anderes zum Untergang deines Bienenvolkes geführt haben...
Wie? Redest das Volk jetzt schon Tod. Na na, mal langsam bei den jungen Pferden und die Nerven behalten.

zaunreiter hat geschrieben:Wir geben nicht auf, bis Du Bien bist.
Das freut mich, das du es zu einer deiner Lebensaufgaben machst, dann haben wir noch lange Kontakt ;-)

zaunreiter hat geschrieben:...für stille Räuberei sorgen...
Ja ja, alles Räuber, sag ich ja auch immer über meine Kinder. Bei meinen Bienen ist das noch besser, da bringen die meisten Räuber - alle 2 Sekunden einer, der letzte heute um 20:15 (natürlich nicht mehr im 2 Sekunden Abstand) - ihren Eintritt in gelber und orangener Währung mit. Aber es stimmt schon, die heimlichen Räuber sind noch da, müssen gerade draußen am Flugbrett lernen, dass es Zeit wird für sie zu gehen.
Das macht mich etwas nachdenklich, weil sie den Zeitpunkt offensichtlich nur durch abnehmende Tageslänge bestimmen. Tracht - zumindest Pollen - ist noch ausreichend da, und super warm ist es auch. Noch kein Kälteeinbruch in Sicht. Wenn sie da mal nicht bald auf die Idee kommen, nicht mehr weiter bauen zu müssen. Dann muss ich aber sau schnell auf hohen Zuckeranteil umsteigen, damit sie das leichter einlagern können.

Ab wann die Zuckerwasser "riechen" ist noch mal eine getrennte Betrachtung wert - meine ich. Meine finden das aus reiner Neugier weil die überall sind. Nach 3-4 Tagen, wenn Schleimpilze und Hefepilze ausreichend mit ihrer Arbeit beginnen sicher. Oder wenn das so angeferkelt wird, noch in das schlecht gespülte Gefäß vom letzten mal - so wie es häufig bei youtube zu sehen ist - noch früher.

zaunreiter hat geschrieben:...meinst Du wirklich 9.000 Bienchen verarbeiten 0,5 Liter Futter am Tag
Die machen mit den 0,5l/Tag das was jede anständige Biene um diese Jahreszeit macht – verbrauchen und Einlagern (und hoffentlich schwitzen sie dabei mehr klare Wachsplättchen aus als sie auf der Windel verschlampern). Aber das solltest du besser wissen. Ich kann es nur durch die Fenster sehen, das immer mehr Zellen glänzend gefüllt werden.

zaunreiter hat geschrieben:...solange wird sie den Bienen mehr schaden als jeder konventionelle Imker.
Na, daraus lässt sich wenigstens was schließen wo wir gut übereinstimmen können. Wenn einer deiner Meinung nach "mehr Schaden" anrichte als jeder konventionelle Imker, dann sagst du damit der konventionelle richtet auch Schaden an. Aber lass mal gut sein. Dass du im Vollerwerb damit unterwegs bist, weiß ich schon lange. Auch mit welchen Honigpreisen du konkurrieren können müsstest. Und dabei wird möglichst wenig Deutscher Honig zum Angeben auf dem Etikett beigemischt, und zum Strecken von billigeren Importhonig zur Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten mit verwendet.
Ich beneide da keinen. Den letzten Grund zum Kauf des Kunstschwarms dort wo ich gekauft hatte gab mir dessen Honigpreis: Blütenhonig 400g 8,40EUR - und das auf dem Land. Das ist mal ne Richtung wo es hin gehen sollte - für die Tiere.

zaunreiter hat geschrieben:Ich meine diese Zeilen nicht böse. Ich will hier nur mal deutlich werden.
Ich lese gerne von Dir, allerdings sind mir die Beiträge mit den harten Fakten von dir lieber - die sind nur nicht so schnell geschrieben.

Hallo obi11,
meine Bienen sind keine Stecher, die kann man sich über die Hand krabbeln lassen. Obwohl die Nachkommen aus welchen mit Carnica- und welche mit Buckfast-Zeichnung bestehen. Gekauft wurden sie von einem Züchter für Carnica. Ist eben vielseitiges Genmaterial enthalten - für jede Arbeit die beste Biene dabei ;-)

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Fr 30. Aug 2019, 21:55

Schlossimker hat geschrieben:Eigentlich - bei mehr Zeit - wolltest du in etwa sachlich schreiben:
ZUCKERWASSER 1:1 gemischt ist ideales Futter wenn Bienen Waben bauen sollen.


Nee, wollte ich nicht. Zuckerwasser ist auch zum Bauen von Waben Scheiße.

Bei Weizensirup bauen die Bienen mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser. Das ist (nicht nur) meine Erfahrung. Dafür krepieren unterwegs weniger Bienen an Darmproblemen.
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Fr 30. Aug 2019, 22:08

Schlossimker hat geschrieben:Deshalb entziehen die Bienen ihrem gesammelten Nektar das Wasser bis zu etwa 18%. Das tun sie auch bei Zuckerwasser bevor sie die Zellen verdeckeln.


Es ist nicht das Gleiche, wenn man Nektar fermentiert oder Zuckerwasser. Ja, Honig ist ein Fermentprodukt. Also das Ergebnis einer Fermentation. Und nein, die Trocknung des Nektars geschieht nicht allein durch Ventilation sondern auch im Rahmen der Fermentation.

Das Projekt aus Zuckerwasser einen schönen Wein zu keltern, muss ähnlich erfolglos bleiben, wie zu versuchen, aus Zuckerwasser einen guten Honig zu fermentieren.

Sicher ist Weizensirup auch kein Honig. Aber ein wesentlich besserer Ersatz als Zuckerplörre. Der pH-Wert stimmt, die Zuckerarten sind günstig gemischt, der Sirup ist fertig getrocknet. Und er ist absolut stabil, auch bei frostigen Temperaturen und bei Witterungsschwankungen.

Das Gesagte gilt NICHT für Rübenzuckersirupe und NICHT für Maisstärkesirupe. Die haben einige ungünstige Eigenschaften, insbesondere das Festwerden bei ungünstiger Witterung aber auch falsche Zusammensetzung des Zuckerspektrums. Und die Bienen bauen auch nicht so willig, wie bei Weizensirup.
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Fr 30. Aug 2019, 22:52

Hallo Bernhard,
zaunreiter hat geschrieben:Kauf' Dir endlich richtiges Bienenfutter. https://www.bienen-ruck.de/imkershop/futtermittel/bienenfutter/216/bienenfutter-sirup-30-kg?c=117
Ist das Sirup aus Weizen? Bienen Ruck und das Internet schweigen sich dazu aus!

So einen dann leeren (lebensmittelechten?) Kannister suche ich auch für nächstes Frühjahr. Da lässt sich gut eine neue Wasserstelle mit bauen (Erdhülse, Senkrechter Balken, Haltebrettchen... und Bretter als Sonnenschutz/etwas Frostschutz. Könnte bei der Größe auch als immer tropfend ausgeführt werden - auch wenns nur Platik ist :(
Ich hab zwar einen kleinen Bach, aber ich weiß wo der her kommt.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Rolf » So 1. Sep 2019, 11:40

zaunreiter hat geschrieben:
Schlossimker hat geschrieben: bei einigen Aspekten der konventionellen Imkerei sträuben sich mir die Nackenhaare.


Daran krankt die "naturnahe" Imkerei. Zu wenig Ahnung von den Bienen und wie man mit ihnen lebt. Ignoranz gegenüber Rat, dafür Dogmen überall. Und am Ende wieder der Spruch: Die Tiere haben ein Recht zu sterben. So ein Bullshit.
Solange die naturnahe Bewegung so weiter stümpert, solange wird sie den Bienen mehr schaden als jeder konventionelle Imker.
Ich meine diese Zeilen nicht böse. Ich will hier nur mal deutlich werden.


Jetzt war alles wieder weg-schade.

Ich wollte nur ergänzen:
das trifft nur für einen Teil der "naturnahen imkerei" zu und man muss es auch auf einen Teil der "konventionellen Imkerei" ausdehnen.
Manche Konventionellen machen viel für den Erhalt der Honigbienen, manche "Naturnahen" aber auch!
Man muss miteinander reden und sich zusammen tun - zum Wohle der Bienen - ob das der Mensch wohl schafft?
Ich bin aber nur ein Anfänger und Theoretiker über den jeder meckert - manchmal auch zu recht.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » So 1. Sep 2019, 13:25

Rolf hat geschrieben:Man muss miteinander reden und sich zusammen tun - zum Wohle der Bienen - ob das der Mensch wohl schafft?


Da hast Du Recht, Rolf. Das stört mich am meisten an der Free the Bees-Bewegung. Die Bienen müssen nicht befreit werden und es wäre besser, wenn die Bienenunterstützer sich zusammen raufen. Es gibt viel zu tun.
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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Rolf » So 8. Sep 2019, 11:26

Hallo Bernhard!

Ich würde mich freuen, wenn endlich mal alle "wirklichen Freunde der gesamten Natur" - der Grundlage der Menschheit - miteinander an einem Tisch sitzen würden und auch zukunftsorientiert miteinander reden würden.

Die "Bienen" sind ja auch ein sehr wichtiger Teil dieser - unserer Natur!
Ich bin aber hier nur ein kleiner Anfänger ohne Erfahrung, Wissen und Bekanntheit - habe keinen Namen.
Vielleicht siehst du eine Möglichkeit, die Initiative zu ergreifen, alle "wirklichen Freunde der Honigbiene" an einen Tisch zu bringen.
Die Berufsimker, Hobbyimker, Naturnahe Imker, Free-Imker, Bienen-Wissenschaftler, und und und ...
Es gibt viele gute Ansätze aber zur Zeit macht jeder nur seins.
Einfach wird das auf keinen Fall, dass wissen wir alle aber ich denke es würde werden und es wäre ein Anfang!
Vielleicht mal ein neues Thema bei uns Immenfreunden und dann aufbauen/erweitern ...

Wie gesagt - ich bin nur ein kleiner Wicht - aber ich mache mit.

Rolf - schönen Sonntag

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Do 12. Sep 2019, 23:55

Hallo,
jetzt hab ich es erst begriffen, warum es bei manchen beim Füttern mit umgedrehtem Futterglas tropft und bei mir nicht. Wenn man das Futterglas nicht komplett voll macht, bleibt Luft drin. Luft ändert sein Volumen wesentlich stärker beim Komprimieren/Dekomprimieren als Wasser. Ist das Futterglas nicht voll, wird nach dem Umdrehen die eingeschlossene Luft durch das Gewicht der Futterwassersäule ausgedehnt, wodurch erst mal etwas weniger Volumen für das Futterwasser im Glas verbleibt, und es tropfen wird.

Wenn man mit einem gelochten Deckel arbeitet, durch den die Bienen Futter abnehmen, muss man schneller umdrehen, damit die beim drehen oberen Löcher nicht zu lange Luft einströmen lassen, wodurch auch wieder etwas weniger Volumen für das Futterwasser verbleibt, und es tropft.
Beim Verschluss mit einem dicht gewebten Soff (Leinen) wird der bei vollem Glas immer wieder benetzt und das Wasser durch die Kapillarwirkung im Stoff gehalten, wodurch beim Drehen nicht so leicht Luft ins Glas strömen kann, und somit nichts topft.

Beim Tragen zum Volk wirkt die Kapillarwirkung im Stoffgewebe auch dem über schwappen entgegen, verglichen mit dem gelochten Deckel, bei dem da dann immer einige Löcher frei sind, zum Einströmen von Luft.

Allerdings lässt sich ein Metalldeckel leichter und gründlicher reinigen als ein über gespannter Stoff.
Die Futtergläser habe ich inzwischen bis 3,1l Fassungsvermögen in der Metro gesehen (eingelegte gegrillte/getrocknete Tomaten, und Oliven).
Dann aber mit 15cm Durchmesser und 23cm Höhe.

Ein Vorteil der Futtergläser gegenüber "fest" integrierten Füttererlösungen ist: Sie werden zum Nachfüllen entnommen und können jedes mal gründlich gereinigt werden - und ich will letztendlich auch von meinen Bienen ein reines Lebensmittel.
Klar ist, das eine Futterglaslösung nicht geeignet ist um kurzfristig viele kg zu Füttern.

Ganz voll hatte ich das Glas bekommen, weil ich 1:1 gefüttert hatte und erst mit etwas weniger Wasser angerührt hatte, aufgefüllt und noch etwas verteilt hatte. Oder einfach wo anders anrühren und umfüllen.

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