Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Alles für die Einfütterung der Bienen im Warré-Bienenstock.
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Schlossimker
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Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Do 8. Aug 2019, 01:40

Hallo,
ich wurde nach Bildern zu meiner Umsetzung des Fütterns von oben gefragt.
Es sind mir dann noch Varianten dazu eingefallen.
Kleine Mengen muss ich füttern, weil ich mit einem Kunstschwarm angefangen habe, der erst bauen muss und somit keine großen Mengen Futter sofort wo hin tragen kann. Außerdem kann sich der Kunstschwarm wohl besser entwicklen, wenn nicht so viele Bienen nach Nektar ausfliegen müssen, weil sie ständig Futter zum Bauen bekommen, und damit länger leben.

_01 So soll es aussehen zum Füttern.jpg
So sieht die gefüllte, fertige Futtereinrichtung mit dem umgedrehten Glas aus. Es wurde einfach eine leere Zarge auf das Abdecktuch gestellt und in das Abdecktuch ein passendes Loch geschnitten.

_02 Befülltes und mit Leinen verschlossenes Futterglas.jpg
Ich bin ein Freund von lebensmitteltechnisch unkomplizierten Materialien, die leicht zu reinigen sind. Daher verwende ich Glas anstelle von Kunststoff - wenn möglich. Zum Verschliessen verwende ich nicht den(mit loch/löchern versehenen) Deckel des Glases. Der wird rosten, ist glatt und die Bienen können sich sicher schlechter festhalten und möglicherweise nur dort trinken wo das/die Löcher im Deckel sind.
Ich verwende Leinen (Reste aus der Abdecktuchherstellung) und sichere sie mit dem fest sitzenden Gummiseil. Das Leinen wasche ich mit Gummiseil bei jedem Wechsel.
Das Leinen sollte am Rand des Glases stramm gezogen sein, dann tropft das Glas nicht so beim umdrehen. Das mache ich ringsrum, unter den aufgelegten Gummi durch ziehen, so wie die Hand zu sehen ist. Umdrehen deas Glases zum rein stellen nicht drekt über dem Bienestock, damit die tropfen nicht in den Stock laufen.

_03 Reste der Bretter aus der Kissenabdeckung des Daches und Gläser.jpg
Linke Bildhälfte: Damit das Abdecktuch zwischen den Oberträgern keine Buchten nach unten im Bereich der eingeschnittenen Öffnung von ca. 6cm entwickelt - und die Bienen da durch nach oben krabbeln und nicht mehr zurück finden, verwende ich ein Auflagebrett. Das wird dann rund um die Öffnung des Abdecktuches, zwischen diesem und den Oberträgern liegen.
Dazu verwende ich Brettreste aus der Herstellung der Dächer - genauer den Abdeckbrettern des Daches für das darunter liegende Kissen. Die bretter sind auch nicht so dick - etwa 1,4cm. Die unebenheiten der Nut- und Federleistenbretter entferne ich mit dem Bandschleifer, damit später kein Luftaustausch durch das Futterloch entsteht. Andere Bretter würden auch gehen.
Rechte Bildhälfte: Ich habe unterschiedlich große Futtergläser - alle mit einer weiten Öffnung. Das linke ist ein Olivenglas von Feinkost A... mit ca. 1,7l, das Rechte hat 0.8l. Da Zuckerwasser im Sommer schneller zu gären beginnt und ich jeden 2. Tag wechsle kommt das große seltener und nicht voll gefüllt zum Einsatz.

_04 Kreisschneider und Zentriebohrer.jpg
Links: Die Bretter brauchen auch ein Loch, durch das die Bienen nach oben zum Futter gelangen können. Dazu nehme ich einen 0815 Kreisschneider mit ca. 5,5cm aus dem Baumarkt.
Rechts: Der Zentriebohrer für den Kreisschneider geht beim Bohren tiefer - es braucht eine (Holz) Unterlage zum Bohren.
Es ist auch möglich die Löcher ohne Kreisschneider zu machen - quadratisch mit 4 Bohrungen in den Ecken und dann von Bohrung zu Bohrung zu sägen.

_05 Bohrung - befestigt auf dicker Bohle und gebohrt.jpg
Links: Die Kreisschneider wirken mit einigem Drehmoment auf die Bohrung ein. Deshalb das Brett immer gut auf die ohnehin notwendige Unterlage festschrauben und das Loch in der ausgemessenen Mitte für ein Brettchen bohren (ich mach hier gleich drei Brettchen auf einmal und hab schon eingezeichnet wo die dann auseinander gesägt werden.
Rechts: Die Löcher sind ausgesägt und die Bretter sind fertig zum auseinander schneiden und zum verschleifen der Kanten.

Die einfachsten drei Varianten (das Futterglas steht noch nicht darauf, damit man den Aufbau sieht):
_10 Einfache Version gegen Bieneschlupf - erstes Brett unten, mit Leinen, mit Gitter.jpg
Das hier sind drei einfache Versionen
Links: keine Trennung zwischen Futterglas und Zarge -> Die Bienen sitzen beim Glaswechsel noch unten am Glasverschluss (Leinen) fest und andere können aus der Zarge hoch steigen.
Mitte: Am Brettchen habe ich Leinen angetackert, die Bienen trinken den Futtersaft dann durch die doppelte direkt aufeinander liegenden Leinenstücke (das des Brettchens und das des Futterglasverschlusses) und hängen nicht unten am Glasverschluss (Leinen) fest und andere können nicht aus der Zarge hoch steigen.
Nachteil: Gärt der Futtersaft weil zu selten gewechselt wird, sollte das Leinen des Abdeckbrettchens wieder gewaschen werden -> Bienenkontakt beim Entfernen des Brettchens unter dem Abdecktuch.
Vorteil: Auch beim Futterglaswechsel entweicht keine Luft aus dem Bienenstock (Nestduftwärmebindung).
Rechts: Am Brettchen habe ich Varoagitter angetackert, die Bienen trinken den Futtersaft dann durch das direkt darauf liegende Leinen des Glasverschlusses und andere können nicht aus der Zarge hoch steigen.
Nachteil: Beim Futterglaswechsel entweicht Luft aus dem Bienenstock und bei zu großem Gitterdurchmesser vielleicht auch während der gesamten Fütterungszeit weil das Futterglas nicht komplett aufliegt (Nestduftwärmebindung).
Vorteil: Gärt der Futtersaft weil zu selten gewechselt wird, kann das Gitter eher leicht mit Wasser aus dem Drucksprüher gespült werden (wenn es im Sommer warm genug ist).

Variante mit doppelten Brettchen (das Futterglas steht noch nicht darauf, damit man den Aufbau sieht):
_11 Doppelte Version gegen Bieneschlupf - Material und Fertig.jpg
Wenn man mit Zuckersirup füttert, und das Futterglas lange leer ist bevor es gewechselt wird, kann der Zucker beim Eintrocknen das Leinen des Glasverschlusses an das Abdecktuch kleben und das läst sich dann schwer entfernen. Mit einem 2. oben auf das Abdecktuch aufgeleten Brettchen kann man das Abdecktuch am 2. Brettchen herunter drücken beim Glas wechseln. Auch können die Bienen nicht so leicht das Abdecktuch hoch drücken beim Futterglaswechsel und nach oben klettern. Allerdings wird bei der Version kein "Bienensperre" verwendet, so sitzen sie beim Futterglaswechsel unten am Glas und können auch aus dem Bienestock aufsteigen - was sie auch tun.

Variante mit doppelten Brettchen und "Bienensperre" aus Leinen (das Futterglas steht noch nicht darauf, damit man den Aufbau sieht):
_12 Doppelte Version gegen Bieneschlupf - mit Leinensperre - Material und fertig.jpg
Besser ist es, wenn nur das oben aufliegenden 2. Brettchen eine "Bienensperre" aus Leinen besitzt.
Keine Bienen kommen hoch, Stockluft bleibt auch drin, und wenn der Futtersaft mal zum gären gekommen ist, ist das 2. Brettchen mit dem Leinen schnell ausgetauscht zum Waschen - mit vertretbarem, hoffentlich seltenen, Bienenkontakt

Variante mit doppelten Brettchen und "Bienensperre" aus Varroagitter (das Futterglas steht noch nicht darauf, damit man den Aufbau sieht):
_13 Doppelte Version gegen Bieneschlupf - mit Gittersperre - Material und Fertig.jpg
Die "Bienensperre" des oberen 2. Brettchens kann auch aus Varroagitter bestehen, dass lässt sich im Fall von Gärung vor Ort schnell mit dem Drucksprüher reinigen. Allerdings besteht wieder das Problem dass Luft aus dem Bienenstock entweicht, und bei zu großem Gitterdurchmesser vielleicht auch während der gesamten Fütterungszeit weil das Futterglas nicht komplett aufliegt (Nestduftwärmebindung).

Ich verwende derzeit die vorletzte Version (mit dem 2. aufgelegten Brettchen mit Leinen als "Bienensperre").
Auf diese Leerzarge mit dem Futterglas kommt dann das Warre-Kissen und darauf das Warre-Dach.
Für das Füttern im "tiefsten" Winter, oder zu Beginn der Frühjahrsbrut ist die Fütterlösung mangels Wärmedämmung zwischen Futterglas und Futterzargenwand so noch nicht geeignet (Wärmeverlust durch Konvektion)

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PS: Ich bin Anfänger 2019, 1 Volk. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » So 25. Aug 2019, 00:27

Hallo,
bevor die Nachteile dazu festgestellt werden, schildere ich mal meine Erfahrungen mit den Lösungen:
_10 Einfache Version gegen Bieneschlupf - erstes Brett unten, mit Leinen, mit Gitter.jpg
Alle Lösungen, bei denen das Futterglas direkt auf einem (großen) Tuch steht führen dazu, dass das Zuckerwasser das Tuch flächig benetzt und die Bienen wegen dem darunter liegenden Brettchen nicht überall an das Tuch kommen um das Zuckerwasser zu trinken. Es wird schlecht, fängt an zu riechen und zu gären. Dadurch beeinträchtigt es das neu aufgesetzte Zuckerwasser nach jedem Wechsel. Das Brettchen unter dem Abdecktuch sollte vorhanden sein, weil die neugierigen Bienen durch Falten im Abdecktuch (oberhalb der Wabengassen) in den Futteraum gelangen, und nicht mehr zurück finden.


Die als so smart angesehene Lösung mit dem zweiten Brettchen oben, mit Bienensperre (Leinentucht) krankt an dem selben Problem:
_12 Doppelte Version gegen Bieneschlupf - mit Leinensperre.jpg
Die von mir bevorzugte Lösung mit einem aufgelegten (2. Brettchen) mit Loch und Leinentuch als Bienensperre krankt ebenfalls an dem Problen. Es zeigte sich auch, dass das Tuch in der Mitte unter dem Futterglas immer besonders trocken war. Gründe dazu im folgenden.


Dann habe ich das Tränken von überstehendem Leinestuch mit folgender Lösung vermieden:
Stoffbarriere - nur Rand ist feucht.jpg
Hier habe ich das Tuch nur auf die Öffnung und einen kleinen Rand reduziert. Das wenige benetzte Tuch am Rand wird beim Futterglaswechsel durch das neuen Zuckerwasser "mit gespült", und das Holz nimmt nicht viel Zuckerwasser an. Dies ist kein gestelltes Foto, sondern das Brettchen ist direkt vom Bienenstock. Man sieht, das es in der Mitte trocken ist. Die Ursache kommt im Folgenden.


Darum wird bei Bienensperre im "Futterloch" für das Futterglas nur wenig Zuckerwasser abgenommen:
Glasöffnung mir Hohlkehle.jpg
Durch die Futterabnahme entsteht im Futterglas ein Unterdruck. Der führt dazu, dass im Leinentuch als Verschluss des Futterglases eine Hohlkehle (nach innen) entsteht (ich hoffe, man kann es im Bild erkennen). Das passiert trotz starker Spannung des das Tuch an der Öffnung des Futterglases haltenden Gummirings.


Skizze wie es wohl dazu kommt, das die Bienen bei Verwendug einer smarten Bienensperre nur wenig abnehmen können:
Zeichnung.jpg
Dise Skizze zeigt was passiert: Die Bienen ziehen die Bienensperre nach unten und der Unterdruck im Futterglas zieht das Tuch zum Futterglasverschluss nach erster Futterabnahme nach oben. Der Abstand wird so groß, das die Bienen nicht mehr über die gesamte Fläche an das Zuckerwasser kommen, und weinger abnehmen können. Es ist allenfalls für eine gute Fütterung in den ersten Stunden geeignet, mit anschliesender Reizfütterung und viel Futtergeruch - aber Reizfütterung von oben?


Weil mein Volk derzeit möglichst viel Anreiz zum Bauen haben soll, und dabei die obere Zarge mit Winterfutter voll knallen soll,
bin ich wieder weg von der Bienensperre. Sie trinken direkt aus dem Leinentuch des Futterglases, und sie hängen noch dran, wenn das Futterglas gewechselt wird. Ich warte dann immer, bis sie nach etwa 10 Min festgestellt haben, das am alten Glas nach dem Wechsel nichts mehr zu holen ist, weil es mit der Öffnung nach oben steht. Und sie dann zum Flugloch zurück fliegen.
_11 Doppelte Version mit Bieneschlupf.jpg
Ich bin jetzt erst mal wieder bei der Lösung mit dem 2. Brettches, damit nicht soviel (ungewechseltes) Tuch mit Zuckerwasser benetzt wird, und es ist keine Bienensperre vorhanden. Sie saufen derzeit ein 850ml Glas in 2 tagen fast leer - so ist es gut, aber nicht smart, weil keine Bienensperre.


Warum der ganze Stress, warum keine Futterzarge, oder Adamfütterer?
Weil ich kontinuierlich einen Kunstschwarm zum Bauen füttern muss, damit er möglchhst mit zwei ausgebauten Zargen in den Winter kommt.
Und weil ich möglichst viel beim Tausch des Futters wechseln und reinigen will, damit im Sommer nichts schlecht wird, anfängt zu riechen, und zu gären beginnt.

Mit dem Problem der Hohlkehle haben die Bienen nur etwa 0,1l pro Tag abgenommen.
Bei direkten Kontakt zum Tuchverschluss des Futterglases haben sie sofort 0,4l pro Tag abgenommen (gebaut und oben eingelagert).

Als mögliche smarte Lösung (keine Bienenkontakt beim Futterglaswechsel) werde ich noch das Gitter als Bienensperre (kann weniger durchhängen) und eine Edelstahlplatte mit vielen Löchern zwischen Futterglasöffnung und dem Verschlusstuch des Futterglases testen.
(Ein einfacher mit Löchern versehener Glasdeckel kommt mir weniger in Frage - das Blech kann rosten, weil es nicht aus Edelstahl ist).

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » So 25. Aug 2019, 07:49

Schlossimker hat geschrieben:Warum der ganze Stress, warum keine Futterzarge, oder Adamfütterer?
Weil ich kontinuierlich einen Kunstschwarm zum Bauen füttern muss, damit er möglchhst mit zwei ausgebauten Zargen in den Winter kommt.
Und weil ich möglichst viel beim Tausch des Futters wechseln und reinigen will, damit im Sommer nichts schlecht wird, anfängt zu riechen, und zu gären beginnt.

Als mögliche smarte Lösung (keine Bienenkontakt beim Futterglaswechsel)


Warum du dir den ganzen Stress antust und nicht auf bestehende und funktionierende Technik/Werkzeuge wie die originale Futterzarge von Warré zurückgreifst, verstehe ich immer noch nicht.

Kontinuierlich füttern kannst du bei der Futterzarge genauso. Nur ohne Gekleckere, Getropfe, also auch ohne stiller Räuberei.

Schlechtes Futter - für Bienen schlecht! - wird durch einen anderen Fütterer auch nicht besser.

Den Bienenkontakt sollst du nicht meiden sondern suchen, wenn du Imker sein willst. Du kannst kein Teil des Biens werden, wenn du von außen am langen Arm operierst. Bei der Futterzarge hast du aber noch nicht mal Kontakt, was ich als Nachteil empfinde und daher selbst gern mit Futtertaschen arbeite.

Das Ziel sollte weiterhin nicht sein, das Bienenvolk auf zwei Zargen zu zwingen. Jedes Lebewesen hat seinen eigenen Körper, der organisch gewachsen genau die Größe hat, die das Lebewesen braucht. Jeder Mensch ist schon unterschiedlich groß! Und so ist es auch bei Bienenvölkern. Das Ziel sollte nicht der Standard sein: du musst auf zwei Zargen wachsen. Sondern: du musst bereit für den Winter sein. Wenn das Tier nicht größer als eine Zarge wachsen will, dann hat das seinen Grund. Natürlich wäre es schön, schöne große und starke Bienenvölker zu haben. Das schaffst du aber nur mit einer neuen Königin die mehr Brut ansetzt. Sehr starke Bienenvölker bauen solche Zargen in zwei Tagen aus. Starke Bienenvölker in zwei Wochen. Sind die Bienenvölker weniger stark, dann lass sie besser auf einer Zarge einwintern. Erwarte aber nicht zu viel. Es fehlt die Lebenskraft. Und wenn man diese Völker künstlich über den Winter päppelt, vermehren die Bienenvölker ohne Lebenskraft sich und am Ende hat man noch mehr Bienen ohne Lebenskräfte. Für die Gesamtpopulation auf regionaler Ebene ist es besser, man tauscht die Königinnen aus. Sterben lassen könnte man auch - Torben Schiffer meinte ja, sie hätten ein Recht aufs Sterben (naja) - aber das ist in meinen Augen völlig unnötiges Leid, dass durch einfachen Tausch der Königinnen völlig vermieden werden kann.

Und wenn man lebenskräftige Bienenvölker kultiviert, braucht man auch nicht mehr so viel füttern. Man kann sich dann das Füttern mit richtigem, dafür vorgesehenen Bienenfutter leisten. Und die Futterzarge wird selten gebraucht. :-)
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Di 27. Aug 2019, 00:04

Hallo Bernhard,
danke für die Antwort, ich schätze dich, deine Arbeit und das Mitteilen deines Wissens sehr. Ich berücksichtige es bei meinen Entscheidungen, strebe aber auch eigene Erfahrungen an - deshalb konsequent die Fenster in den Zargen (die übrigens auch aufgrund deiner positiven Äußerung dazu an anderer Stelle im Forum).

Danke, das du den "Zwang" zur zweiten Zarge genommen hast. Das habe ich mich auch schon gefragt, ob das Volk es überhaupt schafft auf zwei Zargen zurecht zu kommen, also bei aufsteigender Wärme in der unteren die Brut warm zu halten. Allerdings sehe ich noch nicht ab, ob die oben nicht noch alles mit Futter voll bekommen werden und sich das Brutnest wieder in die unteren 4,5 ausgebauten Waben bewegt. Ich meine, das der Bien die Trachtsituation bei mir nicht kennt - ich weiß auch nicht wie lange es hier Nektar und Pollen, also Brutmöglichkeit gibt, und wie weit er kommt. Die Bienen tragen noch fleisigst orangen und gelben und etwas beigen Pollen ein, obwohl die 30000m2 Wiese seit letzten Freitag gemäht ist. Ich werde es beobachten. Das entscheiden hier wohl die Blüten der Stadtrandvorgärten, das drüsige Springkraut, mein Gelbsenf und die Phazelia, der Klimawandel und der Zeitpunkt des ersten Frostes.

Von meinen Bauüberlegungen letzten Herbst habe ich noch deine Brutnest-Skizze in Erinnerung und das Hochwandern durch/zum Futter über den Winter. Die Volksstärke für mögliche, zweizargige Überwinternug schätze ich auf etwa 6 belegte Waben (Warre), also 9000 Bienen.
Die habe ich jetzt, die Drohnen werden noch ab gehen. Die Bienen sollen eben nicht verschwendet werden, oder durch belastende Behandlungen verloren gehen. Diesen Umfang haben die Bienen wohl auch geschafft, weil sie nicht so viel Nektar heran fliegen mussten. 9 Wochen nach Einquartieren des KS habe ich die letzten alten Bienen gesehen (noch vom Züchter, Hinterleib unten noch Harre und oben keine, also oben schwarzer Hinterleib). Füttern könnte bei diesem Volk dazu helfen, die Bienen für längere Lebensdauer zu schonen um den theoretischen Anteil des Ammendienstes (mehr Bienenlebenszeit bei weniger Brut) zu den für Bau- und Pollentätigkeit, etc. zu vergrößern.

Die Königin will ich dieses Jahr nicht schlecht reden, ich hab zu spät angefangen weil ich nicht noch fast ein weiteres Jahr warten wollte, und mit einem Volk, weil meine Frau dieses Jahr doch noch nicht anfangen wollte. Sie ist ohnehin eine Ersatzkönigin, weil die erste wohl abgestochen wurde, seit 6. Juli frei gelassen, und war von der Größe her für mich nicht so deutlich von den Begleitbienen zu unterscheiden. Also offensichtlich noch nicht zur Höchstform aufgelaufen. Der Züchter hat sicher nicht darauf gewartet das ich einen Ersatz brauche und ich war damals sehr froh um irgend eine Königin. Seine Bienen scheinen ja kräftig genug gewesen zu sein, da sie bei ihm bestimmt auch schon eine Woche gelebt haben müssen.

Bezüglich meinem Vorsatz "Überwintern auf eigenem Honig" bin ich bei diesem Volk, für diesen Winter abgewichen, und ich werde dabei bleiben. Mir ist klar, das ich keinem zukünftigem Volk diesen Zeitaufwand so spendieren werde. Diese 1. Volk läuft unter dem Motto "Versuch macht kluch" (oder bescheidener "etwas klüger"). Ich fang an als Hobbyimker und will davon lernen was die Bienen jetzt damit machen. Sie müssten das Zuckerwasser nicht nehmen, bei mir gibt es sicher noch genügend Nektar. Pollen tragen sie ja auch noch ein wie Teufel. Im Frühjahr sehe ich mir dann an, ob das Volk überlebt hat, und überlege, was mit dem Volk zu machen ist. Ursprünglich wollte ich es nach Warre zu 2 Zeitpunkten durch Abtrommeln teilen und nächstes Jahr mit 4 kräftigen Völkern in den Winter gehen. Mit einem Volk nie wieder, das kann man einmal mitmachen und dann weiß man sehr gut, was man sich sparen kann.

An einem Wochenende Anfang Juli waren wir nicht da, und ich hatte es Freitag davor nicht geschafft das damals 1,5l Futterglas zu wechseln. Am Montag hatte es dann gestunken beim Wechsel, und ich hatte das einzige mal dunkle und viele Kotspritzer am Flugbrett.
Die Warre Futterzarge habe ich mir wie den Adam Fütterer überlegt, beide aber verworfen, da sie nur nach Entnahme zu reinigen sind. Ich halte beides nur für das kurzzeitiges Füttern, und dann wieder entfernen geeignet weil ich kein neues Zuckerwasser in Reste des alten kippen will. Andere mögen das tun, und das ist auch ok. Eine Futtertasche will ich derzeit aus den gleichen Gründen, und weil ich die Beute nicht zum Nachfüllen aufreißen möchte, nicht.

Beim Futterglas umdrehen gibt es allenfalls einen tropfen, meistens keinen, wenn man starke Gummis (kurz gebunden) nimmt und das Tuch rings herum durch den Gummi hindurch stramm zieht.

Meine Vorsätze zu Beginn der Bienenhaltung leiten sich ab aus: Den Bienen einen Lebensraum und Bedingungen zu bieten, die weitestgehend dem entsprechen, was sie in der Natur vorfinden. Bienen gab es schon vor uns Menschen - sie brauchen uns nicht. Nur weil wir durch den Umbruch der Natur durch unsere Bewirtschaftung ihren Lebensraum unnatürlich gestalten und vergiften will ich keine unnötigen Eingriffe damit rechtfertigen, das sie ohne den Menschen nicht mehr zurecht kämen. Daher stelle ich mir nicht vor Teil des Biens zu werden - die brauchen mich nicht. Ich will an denen lernen und Erfahrungen sammeln, und zu beiden sollen auch meine beiden Kinder die Möglichkeit haben, wenn sie das Angebot annehmen.
Ich will mich am Volk im hohlen Baumstamm orientieren. Das reist keiner jede Woche auseinander, und ich will das auch nicht. Nestduftwärmebindung ist mir wichtig (deshalb die Fenster auch wenn die der Baumstamm nicht hat, von mir aber als die geringere Änderung gesehen werden) und danach trachte ich auch beim Füttern. Deshalb auch mein Versuch mit Futterglas (der einfachste Weg, den jeder zu Hause hat) bei unveränderter Nestduftwärmebindung keinen Luftverlust beim Futtertausch zu haben und kein Bienengekrabbele oder gequetsche. Allerdings ist mir nichts heilig, so habe ich auch schon mal das Brutnest an zwei Stellen je eine Wabe auseinander gerückt, den Bienen im Baumstamm der ja weiter fault haut auch mal eine Wabe nach unten ab. Die Futterglaslösung werde ich noch mal erweitern und testen, Holzöffnung mit Varroagitter und Abdecktuchstoff drüber zur Nestduftwärmebindung, und im Zuckerwasserglas unter dem Abdecktuchstoff eine Edelstahlplatte (Vemeiden der Unterdruckbedingten Hohlkehle) mit vielen größeren Löchern. Aber wohl nicht mehr dieses Jahr. Und einfach ist das dann auch nicht mehr.

Durch Zufall (die frei verfügbaren Bücher und Anleitungen - auch deine) habe ich die Warre kennen gelernt. Entschieden dazu habe ich mich bewusst.

Ich möchte andere an den wesentlichen Erfahrungen und Überlegungen teilhaben lassen, so wie ich es mir als Anfänger auch wünsche, aber es sind von mir keine Empfehlungen. Das einzige was ich Empfehlen kann, ist, sich die Dinge selber anzusehen wie sie sind, sich bewusst werden was sinnvoll ist und Informationen dazu einholen, seine eigenen Entscheidungen treffen, und gegebenenfalls mit den eigenen Fehlern zu lernen.

Ich kann mir das erlauben weil ich das Imkern als Hobby betreibe. Sollte es einmal zum Nebenerwerb während der Rente werden, oder allgemein, bin ich mir sicher, Vorsätze über Bord werfen zu können und mich anders zu entscheiden – hoffentlich dann mit wesentlich mehr Wissen und Erfahrungen.

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PS: Ich bin Anfänger 2019, 1 Volk. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Christine » Di 27. Aug 2019, 09:23

Schlossimker, darf ich Dich jetzt ganz offen etwas fragen?

Ich wüsste wirklich gerne, warum Du hier im Forum überhaupt Rat suchst? Bisher hast Du unseren Rat immer verworfen, weil Du es anders machen willst. Deshalb schreibe ich auch schon einige Zeit nichts mehr, obwohl ich zum gärenden, Durchfall verursachenden Futter durchaus was beizutragen hätte.

Ich habe großes Verständnis dafür, dass jemand auf seine eigene Weise imkern möchte, ich will das nächstes Jahr auch tun.

Aber man muss erkennen, wo die Grenze ist, ab der man seinem Haustier schadet.
Du bist fast besessen davon, die Beute nicht zu öffnen. Ich glaube, Du merkst das gar nicht.

Ja, Bienen sind Jahrtausende ohne uns klargekommen. Aber dabei sind auch extrem viele eingegangen! Es haben nur so viele überlebt, dass grade so die Art erhalten wurde. Rede Dir die ursprüngliche Bienenhaltung bitte nicht so schön, dass Du damit falsche Behandlung rechtfertigst.

Ich weiß nicht, ob Du das annehmen kannst, ich finde wahrscheinlich auch nicht den richtigen Ton. Sage ab jetzt auch nichts mehr, versprochen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon Schlossimker » Di 27. Aug 2019, 22:32

Hallo Christine,
danke, dass du deine Meinung geschrieben hast. Deine Meinung ist mir besonders wichtig, weil sie meist konträr zu meiner ersten Idee ist. Deshalb hilfst du mir - und hoffentlich auch andere Mitleser - einen Sachverhalt aus einer anderen Richtung zu sehen und darüber nach zu denken.
Leider hat es bisher nicht geklappt, dass ich deinen Vorschlag umgesetzt habe. Mit einem anderen Imker konnte ich inzwischen über meinen Anfang sprechen. Er hat gemeint, einem Volk dass offensichtlich seine Königin abgestochen hat hätte er keine neue mehr zugesetzt - das sei Schicksal. Heiner und Deichkind haben mir sehr geholfen, und das habe ich umgesetzt. Dass ich Anfang Juli die empfohlenen Glanzmispeln gepflanzt habe, und der empfohlene Liguster ist für Ende September geplant, weil Wurzelware, habe ich in dem Thread nicht berichtet, weil es nicht abgeschlossen ist. Obwohl ich meine, das man dort wo man Rat sucht, auch berichten sollte wie es aus gegangen ist, um den Informationsgehalt eines Forums zu steigern.

Wie viele, und wie die Bienen früher überlebt haben, kann ich nicht sagen, da war ich nicht dabei. Aber ich weiß das es sie schon seit vielen Millionen Jahre gibt und sie einige Artensterben überlebt haben. Das Erfolgsrezept der Natur ist doch gerade, das sich die stärkeren durchsetzten. Aber die Nachkommen werden meist so lange geschützt bis sie sich dieser Herausforderung stellen müssen.

Beim lesen von Warres Buch habe ich viel nach gedacht über die einfache, ertragreiche, den natürlichen Bedürfnissen der Bienen entsprechende Bienenhaltung. Aus dem Stegreif fällt mir jetzt nur ein, dass er beim Ableger bilden nicht geschrieben hat: "Such ein Stück Zaundraht, biege die letzten 3cm um 90°, klopfe sie mit einem gewöhnlichen Hammer platt und du hast ein Wabenmesser. Schneide damit die Waben nacheinander aus deinen Zargen, bis du die Königin findest. Nimm diese Wabe und setzte, sie in einen neuen Bienenstock am alten Platz. Mit den zurück kommenden Flugbienen wird sich ein Volk daraus entwickeln. Den Rest stelle an einen anderen Ort, die Bienen werden eine neue Königin nach schaffen." Das wäre doch auch einfach. Stattdessen hat er sich Gedanken gemacht wie die Königin (durch Abtrommeln) von den Brutwaben zu trennen ist, damit sie dann mit den heimkommenden Flugbienen ein neues Volk bilden kann... Und wenn es dir beim ersten mal nicht gelingt, dann kannst du es nochmal versuchen…

Es ist schon richtig, bei einigen Aspekten der konventionellen Imkerei sträuben sich mir die Nackenhaare. Aber das passiert auch beim kürzlich gerichtlich bestätigten schreddern von allen männlichen Küken der Legehennenrassen.

Ich öffne die Beute dann wenn ich meine dass es ist notwendig, aber nicht wenn es unnötig ist. Und das obwohl ich nicht zu den Imkern gehöre, die den Zustand ihres Volkes durch Beobachten am Flugloch beurteilen können. Mir reicht der Blick durch die Fenster um für mich meist genug zu erkennen und Zeit zum Beobachten der Entwicklung. Fragen habe ich nicht viele gestellt.
Mein "Haustier" hat sich vom Tiefstand, mit 4 belegten Waben auf inzwischen 6 belegte Waben entwickelt.

Vielleicht etwas mehr Toleranz, und Verständnis dafür das Entscheidungen doch anders als ein Rat ausfallen?

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PS: Ich bin Anfänger 2019, 1 Volk. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon biene0.1 » Di 27. Aug 2019, 23:18

Hallo,
das ist manchmal etwas kompliziert, was da so gedacht und geschrieben ist.
Zustimmung: Völker wenig stören.
Keine Zustimmung: Völker sich selbst überlassen.
Beobachten und entscheiden.
Und auch etwas Mut zur Veränderung: Halbrähmchen, HR aufsetzen, dickeres Wandmaterial.
Nicht antasten: Ableger nach Warre, das Kissen als diffusionsoffener und dämmender Abschluss.
Geredet werden sollte über: Überwintern auf eigenem Honig.
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Mi 28. Aug 2019, 09:37

Schlossimker hat geschrieben:Die Volksstärke für mögliche, zweizargige Überwinternug schätze ich auf etwa 6 belegte Waben (Warre), also 9000 Bienen.
Die habe ich jetzt,..


Ja und davon gehen bis zum Winter nochmal die Hälfte ein. Damit bist Du bei 4.500 Bienen und unterhalb der Mindestmindestgröße von 5.000 Bienen pro Volk für eine erfolgreiche Überwinterung. Ich habe nicht viel Hoffnung für dein Volk. :(

Schlossimker hat geschrieben:Futterglas zu wechseln. Am Montag hatte es dann gestunken beim Wechsel, und ich hatte das einzige mal dunkle und viele Kotspritzer am Flugbrett.


Also nochmal: ZUCKERWASSER IST SCHEISSE. :handgestures-thumbdown:

Kauf' Dir endlich richtiges Bienenfutter. https://www.bienen-ruck.de/imkershop/futtermittel/bienenfutter/216/bienenfutter-sirup-30-kg?c=117

Schlossimker hat geschrieben:Die Warre Futterzarge habe ich mir wie den Adam Fütterer überlegt, beide aber verworfen, da sie nur nach Entnahme zu reinigen sind.


Du brauchst das Futtergeschirr überhaupt nicht zu reinigen - wenn Du Futter verwendest, das nicht(!) schimmelt. Das Futter schimmelt ja nicht nur im Fütterer - es schimmelt auch in den Zellen weiter. Und damit wird der Darm belastet, was jetzt schon für Ausfälle sorgt, wie Du beobachtest.

Viele Grüße

Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Mi 28. Aug 2019, 09:41

Christine hat geschrieben:Du bist fast besessen davon, die Beute nicht zu öffnen.


Das ist die Angst vor den Bienen. :)

Angst vor Stichen, Angst davor, sich in eine Beziehung mit den Bienen zu binden. Lieber behandeln wir die Bienen wie eine Maschine, wo man oben Brennstoff reinschüttet. Einfach mal fallen lassen, stechen lassen, die Nähe suchen, kuscheln, sich lieben und leben. :music-rockon:
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Einfaches Füttern von oben in kleinen Mengen

Beitragvon zaunreiter » Mi 28. Aug 2019, 09:46

Schlossimker hat geschrieben:Vielleicht etwas mehr Toleranz, und Verständnis dafür das Entscheidungen doch anders als ein Rat ausfallen?


Ja ja. Toleranz ist immer toll. Aber vielleicht wollen wir dir nur helfen zu verstehen, daß nicht "Schicksal" oder was anderes zum Untergang deines Bienenvolkes geführt haben, sondern Du selbst? Es sind nicht immer die anderen schuld. Manchmal baut man auch selbst Bockmist. :whistle:

Und spätestens dann geben wir unermüdlich immer wieder Rat, meist sogar immer denselben, schließlich liegt uns hier was an den Bienen und Menschen.

Wir geben nicht auf, bis Du Bien bist.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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