Honig ernten Warrébeute

Alles rund um die Honigernte.
mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon mahagugu » So 26. Aug 2012, 11:26

Ah ja, die Oberträger sind ja festgenagelt ...

nun, das mit dem einfach wegblasen hat was für sich ...

trotzdem hätte ich das wahrscheinlich anders gemacht , weil ich das
irgendwie drin hab , dass ich abkehren muss , was ja wie man sieht nicht notwendig ist ...

interessant auch die improvisierte Bienenflucht ...

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4651
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon zaunreiter » Mi 29. Aug 2012, 10:22

petri hat geschrieben:Wieso setzt du das Dachkissen verkehrt rum auf ? Warum ist das nötig ? Ist da ein Spalt frei damit sich die Bienen verflüchtigen können ?


Genau, es ist eine improvisierte/integrierte Bienenflucht. Ich habe den Spalt mit einer Leiste noch abgedeckt und damit den Spalt auf die Größe einer/zwei Bienen reduziert.

Funktioniert aber nur gut, wenn keine Brut oben ist. Im Herbst ist garantiert keine Brut oben, weil die Brutflächen generell zum Herbst hin kleiner werden und überkopf die Zellen mit Honig verfüllt werden. Bei der Ernte im Sommer ist das nicht immer gegeben, weswegen unter Umständen ein Absperrgitter notwendig wird. Reduziert wird das Anlegen des Brutnestes in den oberen Stockwerken auch durch Dickwaben, also nur sechs Oberträger pro Zarge anstatt acht. Die Wabenzellen werden länger, die Waben dicker und in so tiefe Zellen legt die Königin später keine Eier mehr.

Abfegen geht auch, dann müssen die Oberträger aber mit Nägeln ohne Kopf befestigt sein, damit die Waben leichter gezogen werden können. Allerdings sollte dann eine oder zwei Wochen vor Trachtende geerntet werden, um Räuberei und Hunger vorzubeugen.

Gruß
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4651
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon zaunreiter » Mi 26. Sep 2012, 00:02

Im Buch von Mehring steht der Grund, warum Presshonig nicht fest wird, sondern feinsteif bleibt. Es ist der erhöhte Pollenanteil. Eventuell auch der vergleichsweise hohe Wachsanteil? Müsste wie bei einer Creme sein, wo Öl und Wachs zusammen eine streichbare Masse ergeben!
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon mahagugu » Do 27. Sep 2012, 11:18

zaunreiter hat geschrieben:Im Buch von Mehring steht der Grund, warum Presshonig nicht fest wird, sondern feinsteif bleibt. Es ist der erhöhte Pollenanteil. Eventuell auch der vergleichsweise hohe Wachsanteil? Müsste wie bei einer Creme sein, wo Öl und Wachs zusammen eine streichbare Masse ergeben!


Habe dieses Jahr selbstgeernteten Honig mit Hollunderblüten versetzt , so dass der Pollen von den
Blüten sich mit den Honig vermischt hat. Bis jetzt ist der Honig cremig.

Da sich das Wachs oben absetzt --- wieso dann nicht den Honig einfach unten herausrinnen lassen.
Hab so eine Vorrichtung geschenkt bekommen. Nächstes Jahr mache ich das so mit den zerquetschten Waben.
Kanns ja durch ein Sieb rinnen lassen und was im Wachs bleibt kann eingefüttert werden oder man kann
Met damit brauen.

Mathias
Beiträge: 26
Registriert: Mi 25. Jan 2012, 15:31

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon Mathias » Do 27. Sep 2012, 19:51

Dann ist es also normal wenn der Presshonig innerhalb 3 Tagen schön cremig -feinsteif wie auch immer wird?

Hab meinen dieses Jahr nämlich schön gepresst was auch super klappte. Hab ihn dann noch stehen lassen um Wachsreste und Luftblasen
oben abzuziehen . Am 3ten Tag wars allerdings nix mehr mit ins Glas füllen da er ganz ordentlich angezogen hat :shock:
Naja , das muss nächstes mal dann wohl etwas schneller gehen . :D

reichswaldimker
Beiträge: 71
Registriert: Mo 24. Jan 2011, 10:53
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon reichswaldimker » Do 27. Sep 2012, 22:03

Mathias
Würde auf hohen Rapsanteil tippen. Warum sollte gepresster Honig schneller kristallisieren. Es kommt auf die Sorte oder Mischung an. Mein Frühjahrswaldhonig mit viel Himbeere und Heidelbeere war nach 14 Monaten immer noch flüssig.
Mit Grüßen aus Nürnberg
'Thomas

mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon mahagugu » Fr 28. Sep 2012, 21:20

Da war was mit dem Verhältnis Sacharose zu Fructose und Glucose , weswegen der Honig flüssig bleibt.
Irgendwie ist das auch für Futterteig relevant.
Auch der Invertase/Invertingehalt ist wichtig, weil das im Bienenspeichel enthaltene Enzym wandelt
angeblich die Sacharose um.

Benutzeravatar
jonas
Beiträge: 222
Registriert: Mi 7. Mär 2012, 19:57
Wohnort: Berlin Kreuzberg, süd Frankreich

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon jonas » Mi 27. Feb 2013, 22:44

Hallo Bernhard,
das mit den laubbläser wollte ich auch schon immer testen. :mrgreen: Ich setzte für die honig ernte eine bienenflucht unter der honig zarge. Aber es bleiben immer ein paar übrig, und mit rauch dauert es lange die zarge bienenfrei zu bekommen. Deswegen das gebläse dachte ich.. Es gibt nämlich akku blasgeräte wie hier : http://www.ebay.de/itm/RYOBI-ONE-AKKU-B ... 0946887041
Wäre eine investition wert denke ich.
Ist die frage ob das stark genug ist.. Mit dein benzin ding, hat das schnell geklappt? Könntest du einschätzen ob das auch mit weniger power gegangen wäre?

Schönen gruss,
Jonas

Benutzeravatar
Distelbauer
Beiträge: 378
Registriert: Sa 11. Sep 2010, 22:12

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon Distelbauer » Mi 27. Feb 2013, 23:07

Wär ein Blasebalg ne Alternative?

Benutzeravatar
jonas
Beiträge: 222
Registriert: Mi 7. Mär 2012, 19:57
Wohnort: Berlin Kreuzberg, süd Frankreich

Re: Honig ernten Warrébeute

Beitragvon jonas » Mi 27. Feb 2013, 23:15

ich glaube das wäre nicht stark genug. Da muss man ja für ein paar sekunden rein pusten ohne pause...


Zurück zu „Warré-Honigernte“