Honig in Wabe auskristallisiert

Alles rund um die Honigernte.
bernhart
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Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon bernhart » Mi 28. Mär 2012, 22:57

Servus Leute,
Habe heuer das erste mal das Problem, dass mir über den Winter der Honig in den Waben kristallisiert ist. Wie kann ich diese Waben noch nutzen, bzw noch an diesen Honig kommen? Der Honig ist nicht hart wie Zement. Könnte ich einen Matsch machen und in einem Kochtopf auf der Herdplatte vorsichtig erwärmen? Wie ist denn der Schmelzpunkt von Zuckerkristallen und Bienenwachs.
Bitte helft mir, bin gerade recht frustriert .... :(
bis bald
Bernhart

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zaunreiter
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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon zaunreiter » Do 29. Mär 2012, 06:52

Der erste Warré-Fall mit auskristallisierten Honig, von dem ich höre.

Entweder mit Wachs essen oder einfach im Wasserbad ausschmelzen. Vor Urzeiten wurde Honig grundsätzlich ausgekocht, das funktioniert auch heute noc. Nach dem Abkühlen ist der Honig unten, das Wachs schwimmt oben.

Musst aber aufpassen, daß der Honig kein Wasser zieht, sonst gibt es sehr schnell Met. :D

Gruß,
Bernhard
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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon bernhart » Do 29. Mär 2012, 07:37

Danke Bernhard,
puhh, wo mach ich mir so ein grosses Wasserbad? Geht das nicht auch im Backrohr bei zB 70°C?

Mir kommt es auch komisch vor, dass der kristallisiert ist. Ich glaube es liegt daran, dass ich letztes Jahr mit ApiInvert gefüttert habe; das mach ich sicher nicht nocheinmal! Und der späte Wintereinruch mit -15°C über 2 Wochen hat viell noch sein übriges getan.

bis bald,
Bernhard

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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon bernhart » So 1. Apr 2012, 20:31

Hi Bernhard,
Topf im Wasserbad erwärmen hat gut geklappt. Danke schön!
Bernhart

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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon kalle » Di 3. Apr 2012, 22:19

Ich hatte auch schon einige Fälle von kristallisiertem Honig in Warré.
Schonender finde ich, die Waben zu zerkleinern und im Wärmeschrank ( z.B. alter Kühlschrank mit Glühbirnenheizung und technischer oder manueller Temperaturüberwachung)
langsam zu erwärmen. 35 C reichen.
Danach normal nach der eigenen Methode verfahren, pressen, abtropfen usw.
Wenn es keine volle Zarge ist und der Honig nicht benötigt wird ( und keine anderen Gründe dagegensprechen - z.B. Krankheitsübertragung )
kann die Zarge auch - nicht so ganz Warré getreu -beim Erweitern untergesetzt werden. Wenn sie gut besetzt ist wieder entnehmen und als Ableger aus dem Flugkreis bringen.
Grüße, Kalle

bernhart
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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon bernhart » Di 3. Apr 2012, 23:07

Hi Kalle,
Danke für den Tipp. 2 Zargen hatte ich schon einem Volk untergesetzt; Ableger werde ich dann je nach Wetter und Entwicklung Ende April machen. Überwintert haben sie auf 3 Zargen. Jetzt sind sie auf fünf ausgebauten Zargen.
Ich hatte aber noch 7 weitere Zargen; insgesamt mit 45 kg Honig; etwa die Hälfte davon kristallisiert. Ich bin ein bisschen ratlos, warum so viel kristallisiert ist; das war die 2 Jahre davor nicht der Fall. Vielleicht die späte Frostphase mit 2 Wochen -15°C?!?
Liebe Grüsse,
Bernhart

Franz
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Re: Honig in Wabe auskristallisiert

Beitragvon Franz » Do 5. Apr 2012, 20:12

Ich habe zu diesem Thema zufällig einen Artikel in der Bienenzeitung "Imkerfreund 1 - 2012" gelesen. Es geht dort um Melezitosehonig; fest wie Zement.
In Abhängigkeit von der Festigkeit werden drei Vorschläge unterbreitet. Einer davon ist: den Honig von den Bienen umtragen zu lassen. Danach hat er angeblich wieder normale Konsistenz. Leider habe ich keinen link zu diesem Artikel gefunden.

Liebe Grüße
Franz


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