Wassergehalt des Honigs

Alles rund um die Honigernte.
kaibee
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Wassergehalt des Honigs

Beitragvon kaibee » Do 1. Mär 2012, 12:16

Hallo Leute,

ich habe gestern bei einem Bekannten den Honig, den ich aus meinen 3 verstorbenen Völkern gepresst habe, mit einem Refraktometer auf dessen Wassergehalt untersucht. Gepresst wurden natürlich nur verdeckelte Waben. Offenen Honig habe ich nicht verwertet. Da der Honig der letzten beiden Völker mir sehr flüssig erschien, habe ich nachgemessen.

1 19%
2 21%
3 21%

Die Werte bestätigen meine Vermutung. Aber wie kommt das? Haben die Bienen nicht genug Zeit investiert, um den Honig zu dehydrieren? Bei der Verarbeitung kann es nicht passiert sein. Beim Pressen wurde der Honig in einen 25kg Hobbock gefüllt und sofort mit Klarsichtfolie (direkt auf dem Honig) abgedeckt. Danach Abfüllung in Gläser.

Was mache ich nun mit dem Honig? Verfüttern? Wie lange halt der sich? Hat jemand Erfahrung damit? Es sind insgesamt etwa 15kg.

Grüße
kaibee

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Mellina
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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon Mellina » Do 1. Mär 2012, 14:46

Honig von eingegangenen Völkern würde ich nicht an andere verfüttern. Letztendlich weiß man doch nie genau, woran sie wirklich gestorben sind. Setz doch Met damit an, da stört der hohe Wassergehalt nicht. Am besten mit Birkenwasser. Das gibt es in ein paar Wochen und ist für Met das Beste.

LG
Mandy
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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon Imbissrudi » Do 1. Mär 2012, 21:49

...ein paar Liter Honiglikör sind doch nicht schlecht ;)
gruss
rudi

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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon zaunreiter » Fr 2. Mär 2012, 02:11

Und Honigessig.

Aber 21 % - das hält auch lang genug, je nachdem welcher Honig das ist. Heidehonig hat immer 21 % und der hält ja auch.

Gruß
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.

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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon kaibee » So 1. Apr 2012, 15:21

hab nun mal etwas Met angesetzt... bin gespannt wie's wird! :)

met.jpg

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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon zaunreiter » So 1. Apr 2012, 20:55

Das wird überlaufen! Zu voll, der Weinballon darf nur halb voll sein. Höchstens!

Ansonsten wird das genial werden, es gibt nichts leckeres. Hast Du Weinhefen zugesetzt? Sherryhefen sind sehr gut. Ein Schuß Zitronensaft bringt das Ganze in Fahrt.

Gruß
Bernhard
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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon kaibee » So 1. Apr 2012, 22:22

Danke für den Tipp. Habe aber einer Anleitung gefolgt. Nach dieser sollte sogar 4,7l in ein 5l Gärgefäß. Ich habe das nach deiner Vermutung auch schon auf 4,5 reduziert. Mal sehen. Zur Zeit gährt es noch moderat. Ich habe aber schon eine Schüssel drunter gestellt. Im Ernstfall kann also nicht viel passieren.

Malaga-Hefe. Beim nächsten Mal nehme ich vielleicht auch härteres... Cherry oder Portwein. Aber man muss ja einfach mal anfangen und testen. Habe das ganze mit selbstgepressten Apfelsaft vermengt. Ich werde berichten, wie es weitergeht. Freue mich jetzt schon auf den Kater nach der ersten Probe ;)

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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon kaibee » Mo 2. Apr 2012, 20:42

2 Jahre warten? Soll der etwa sooo lange reifen?
Ich weiß noch nicht, ob ich schwefele. Mal schauen...

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Re: Wassergehalt des Honigs

Beitragvon Bienlars » So 9. Mär 2014, 17:17

Hallo,
mich würde mal interessieren, ob ihr es vom Wassergehalt her 2013 geschafft habt Honig aus Warré-Zargen zu ernten der unter 18% liegt.
Das schreibt z.Bsp. die Bioland Imker-Richtlinie so vor. Ich lag 2013 bei 3 Warré- Völkern, von welchen jeweils 1x die obere Zarge am 12. 8. geerntet wurde, bei 20%.
Länger ausreifen im Stock geht also nicht wegen der Varroa-Behandlung.
Nun habe ich gelesen, dass Dickwaben, wie sie nun mal in der Warré-Beute vorkommen, generell feuchteren Honig begünstigen. Trifft das so zu?
Vielen Dank für eure Antworten!
Freundliche Grüße aus dem Naturpark Dübener Heide!
Bienlars
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (Vaclav Havel)


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