Schleuderbarer Honigraum

Alles rund um die Honigernte.
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zaunreiter
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Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon zaunreiter » Fr 27. Jan 2012, 14:39

Schon im Schleuder-Thread kam die Idee auf, die ganze Honigzarge im Stabilbau zu schleudern. Ich habe mit diesem Gedanken noch ein wenig herumgespielt. Hier ist das vorläufige Ergebnis. :P

Der Honigraum besteht aus zwei nebeneinander liegenden halben Zylindern.
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Darin die Waben im Stabilbau.
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Den Honigraum kannst Du abnehmen und auf die Seite stellen. Zu sehen sind die Unterträger. Es gibt keine Oberträger und Seiten - die Waben sind am Halbzylinder und den Unterträgern befestigt.
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Mittels Scharnieren werden die zwei Hälften aufeinander zugeklappt und mittels Kistenspannverschlüssen miteinander fest verbunden. Es entsteht ein Rad.
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Die Waben im Rad. Die Zellen zeigen mit ihrer Neigung zur Außenwand des Zylinders.
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Ja, das könnte klappen. Knifflig sind nur noch zwei Dinge.

Erstens der Honigabfluß. Im Moment klatscht er gegen die Zylinderwand - bleibt aber in den Wabengassen gefangen. Ich habe vor, einen Schlitz in der Mitte des Hohlzylinders über alle Waben hinweg zu machen. Während des Schleuderns wird der Schlitz geschlossen. Nach dem Schleudern das Rad auseinandergeklappt und die zwei Hälften in einen Halter gestellt, die Schlitze geöffnet und der Honig kann dann ablaufen.

Zweitens: Wie drehe ich das Rad am besten? Habt ihr eine Idee?

Gruß
Bernhard
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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon hopi » Fr 27. Jan 2012, 16:49

@Bernhard,

mir kommt da gerade die Idee, die Aussenwand 2-lagig zu machen. Erste Lage Lochblech fest am Halbzylinder, dann aussen mit 2 Flügelmuttern oder so das Abdeckblech. Zum Schleudern das Abdeckblech entfernen und wenn Du das Ganze jetzt wie angedacht als Zylinder zusammenfügst und eine Radialschleuder nimmst dürfte das Problem gelöst sein. Ggf. wäre eine alte Aussen- und Innentrommel von ner Waschmaschine da aus INOX umbaubar und kostengünstig. Antrieb ist ja auch gleich dabei und alles gibts auf dem Recyklinghof.

Habe so ein Ding gerade hier um es für eine Handwaschmaschine mit Fahrradantrieb umzubauen. Waschen und Fitness in einem. Die 2-te Idee gibt dann ein Trommelsieb für Erde, so kann ich Erde und Steine grösser als Split trennen. Entweder mit E-Motor, Fahradantrieb oder als Aufsatz auf nen Alten kleinen Handbetonmischer.

Mal so meine schnellen Gedanken.

Grüsse und viel Spass beim Hirnen zum Umsetzen,
Markus

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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon zaunreiter » Fr 27. Jan 2012, 17:15

Hier noch schnell ein Hirnspiel:

Bild

http://www.smith.edu/hsc/museum/ancient ... heel2.html

"Einfach" Scheibe oben aufschnallen. Antrieb per Zugschnur. Langer Lauf durch Schwungscheibe unten.

Gruß
Bernhard
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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon viennapis » Fr 27. Jan 2012, 20:31

Hallo,
mir ist bei der Betrachtung der Honigräume nicht klar wie ihr mit den Brutzargen darunter umgeht. Bleiben die dann mehrere Jahre so wie sie gerade stehen?
Weiters verstehe ich nicht wie die von den Unterträgern gerade nach oben bauen sollen, oder entstehen da Waben im Wildbau?

Offen gestanden bin ich auch noch nicht dahinter gekommen welche Vorteile das für uns Imker haben könnte. :oops:
Gerade vom Warre-Kissen sind wir positiv überrascht und echt begeistert, das fehlt hier gänzlich.
Könnt ihr uns das Prinzip erklären :idea: Vom Aussehen gibt es nichts zu meckern 8-)
Gruß Geri

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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Jan 2012, 20:04

viennapis hat geschrieben:...Brutzargen ...Bleiben die dann mehrere Jahre so wie sie gerade stehen?


Das ist kein Muß. Die schleuderbare Honigzarge ist von der Idee her so wie die von Warré beschriebenen Wabenhonig-Kästchen. Eben für eine Spezialanwendung gedacht. Etwa um Sortenhonige zu schleudern, oder wenn das Brutnest droht zu verhonigen. Das Verhonigen ist bei den Massentrachten hier eine ständige Gefahr. In der Folge schrumpfen die Völker und gehen mangels Bienenmasse/Winterbienen vor die Hunde.

viennapis hat geschrieben:...Weiters verstehe ich nicht wie die von den Unterträgern gerade nach oben bauen sollen, oder entstehen da Waben im Wildbau?


Anfangsstreifen, die oben an der gewölbten Decke geklebt werden. So bleiben die gerade.


viennapis hat geschrieben:...Offen gestanden bin ich auch noch nicht dahinter gekommen welche Vorteile das für uns Imker haben könnte.


Um das Verhonigen des Brutnestes zu verhindern.
Um Sortenhonige ernten zu können.
Wiederverwendung von Waben.


viennapis hat geschrieben:...Gerade vom Warre-Kissen sind wir positiv überrascht und echt begeistert, das fehlt hier gänzlich.


So eine schleuderbare Honigzarge ist nicht für den Einsatz rund ums Jahr gedacht, sondern nur bei den Haupttrachten. Dort wird entweder dann auf das Kissen verzichtet - oder einfach oben drauf gesetzt. Ich sehe da aber keine Notwendigkeit.

Viele Grüße
Bernhard
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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon viennapis » So 29. Jan 2012, 19:45

Danke für die Erklärung Bernhard, bleibt noch eine Frage.
Wie stellst du dir vor die Zellendeckel vor dem Schleudern zu entfernen? Die Waben sind oft so breit ausgezogen dass ich mich immer wundere wie da noch eine Biene durchkommt.
Gruß Geri

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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon sleipnir » Mo 30. Jan 2012, 22:24

Ich muß nochmal eine technische Frage stellen.
Von den Halbkreisen ist ja je eine Seite offen und zwar die die bei der Beute in der Mitte angrenzen ?

gruß

Bernhard
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als der größte Vorsatz.

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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon zaunreiter » Mo 30. Jan 2012, 23:19

Nicht zwingend. Sie kann auch geschlossen sein, ergibt halt ein doppel-teiligen Honigraum.

Ich bin mir ob der Zweckmäßigkeit des schleuderbaren Honigraumes noch unsicher. :roll:

Mal sehen.

Gruß
Bernhard
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Re: Schleuderbarer Honigraum

Beitragvon zaunreiter » Fr 11. Jan 2013, 00:29

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