Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

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stefanie
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Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon stefanie » Mi 2. Nov 2011, 19:38

Hallo!
Gibt es durch die Varroa- behandlung mit Ameisensäure Rückstaände im Honig ?
Wann erntet Ihr normalerweise Honig.
Ist es nicht sinnvoll bei der Umstellung auf Winterbetrieb ?

reichswaldimker
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon reichswaldimker » Mi 2. Nov 2011, 20:00

Wenn die Ameisensäure im Jahr 2011 ins Volk kam, dann ist im Sommer 2012 nichts im Honig.
Die Ameisensäure baut sich nach einiger Zeit komplett ab.

Darum ist es ja verboten von Januar bis zum Sommer vor der Honigernte Ameisensäure oder Oxalsäure einzubringen.

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zaunreiter
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon zaunreiter » Fr 4. Nov 2011, 07:40

Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Soblu
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon Soblu » Di 10. Mai 2016, 06:40

Hallo

Dazu hätte ich auch noch eine Frage. Ich habe leider om Forum bis jetzt keine Antwort dazu gefunden.

Wenn ich die Völker auf eigenem Honig überwintere und im August / September mit Ameisensäure und im Winter mit Oxalsäure behandle, muss ich dann im Frühjahr bei der Gabe der 3. Zarge die Reste des Wintetfutters trotzdem entfernen? Da es ja eigener Honig ist, wäre es ja logisch das Winterfutter dem Volk zu lassen. Oder habe ich in diesem Winterfutter Reste von Ameisensäure oder Oxalsäure, da ich ja diess Futtet bereits in der Beute hatte zum Zeitpunkt derBehandlung?
Weiss das jemand?

Gruss Manuela

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zaunreiter
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon zaunreiter » Di 10. Mai 2016, 21:19

Ameisensäure und Oxalsäure von der vorjährigen Behandlung überdauert den Winter im Honig nicht und wird auch nicht im neuen Honig auftauchen. Das zerfällt alles in der Zwischenzeit.
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Soblu
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon Soblu » Mi 11. Mai 2016, 06:52

Vielen Dank für die Antwort. Das ist super. Dann kann ich das so machen.

Immenpension
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Re: Rückstände von Varroa-behandlung im Honig?

Beitragvon Immenpension » Mi 11. Mai 2016, 13:35

zaunreiter hat geschrieben: Das zerfällt alles in der Zwischenzeit.

hast du da irgend etwas belastbares zu dem Thema?
ich bin schon seit geraumer Zeit am suchen und finde nichts.
Ameisensäure zerfällt langsam und dürfte auch mit der Zeit, durch die flüchtigen Eigenschaften, langsam aber sicher verdampfen oder Verbindungen eingehen.
Oxalsäure dringt von Natur sicher nicht so leicht in geschlossene Waben ein und wird zum großen Teil mechanisch durch die Bienen abgetragen.
Oxalsäure,die in den Honig gelangt, verbindet sich auch mit vorhandenem Calzium oder anderen Stoffen. Damit ist sie aber noch da! auch wenn, im Idealfall (weil für uns unschädlich), in einer Calziumverbindung.
Zu einem Zerfall der reinen Oxalsäure finde ich nur was ab 150-200 Grad und was mit den Oxalatverbindungen in der Natur passiert, habe ich auch noch nicht enträtseln können.
Grüße vom Karle




Keine Tierversuche!...? aber wie ist das mit der Bienenhaltung?


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