Lockbeute und Schwarmfangkiste

Rund um die Schwarmbetriebsweise im Warré-Bienenstock
Bones
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Bones » Mo 20. Jun 2016, 20:26

Hallo,
habe erst mit April zu Imkern begonnen und konnte bereits 3 Schwärme zum einziehen überreden 8-)

LG Michael
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auberg
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon auberg » Di 21. Jun 2016, 06:00


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Schlossimker
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Schlossimker » Do 16. Jan 2020, 22:03

Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!
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biene0.1
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon biene0.1 » Fr 17. Jan 2020, 11:47

Hallo,
nun ja, eine unbewohnte Bienenunterkunft ...!
Ich sehe einen Schwarmlockkasten nicht als eine Bienenwohnung an. Außerdem ist da ja nichts mehr trin, wenn der Schwarm umgewohnt ist. Außerdem kommen da neue Rähmchen für den nächsten Schwarm rein.
Die "Aufstellung" erfolgt etwa 100 bis 300m von den Beuten entfernt, und in Augenhöhe, damit man ohne Leiter arbeiten kann.
Ich wähle einen Gehölzrand und befestige den Kasten an einem kräftigen Baum, damit nichts wackelt.
An Beutenstandorten mit mehreren Beuten (bei mir 3) habe ich zwei Kästen. Wenn so etwa wöchentlich kontrolliert wird müsste da ausreichen.In unmittelbarer Hausnähe mit 3 Völkern habe ich sogar nur einen. In 2019 habe ich einen aus einem Busch gepflückt und habe nicht abgewartet bis er in den Kasten eingezogen ist.
Mit der Klotzbeute kannst Du das sicher so machen. Ich mache alles mit dem gleichen Rähmchenmaß, alles anderwe ist immer umständlich und kostet Zeit.
Ich nehme den Schwarmkasten ab und trage / fahre ihn an den künftigen Standort und hänge einfach um. Oder auch umgekehrt, gehe mit dem künftigen Brutraum zum Schwarmkasten und hänge dort um.
In 2019 habe ich vermutlich einen Schwarm verloren, es ist dadurch nicht klar weil die geschwärmte KÖ nach 3 Stunden in der Beute gefunden wurde. Vermutlich war das Wetter nicht so richtig zum Reisen. Späterhabe ich nicht wieder gesucht, da Brut da war.
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
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Christine
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Christine » Fr 17. Jan 2020, 12:34


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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon biene0.1 » Sa 18. Jan 2020, 16:43

Hallo Christine,
Du hast mit dem Hinweis auf "ungenutzt" recht.
Wenn ich richtig gelesen und verstanden habe sind Schwarmlockkästen zugelassen.
Und in meinen Kästen ist nichts mehr drin was Bienen hinterlassen könnten. Die Rähmchen mit dem wabenbau werden komplett umgewohnt.
Und es wird ausgefegt.
Wenn man das so eng auslegt, dann kann nichts, was von Bienen belaufen wird, aufbeewahren. Ich denke da nur an Flugbretter, Böden, Zargen ect.
Bei jeder Wiederbenutzung werden die Sporen in Freiheit gebracht, unabhängig davon ob Bienen darin wohnen (oder nicht). Die Rolle anderer Insekten hier nicht einbegriffen.
Gruß
Harald
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Christine » Sa 18. Jan 2020, 18:37


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Schlossimker
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Schlossimker » Sa 18. Jan 2020, 23:45

Hallo biene0.1, danke für deine Beiträge.
Ich meine auch, da es in unserer Umwelt nichts geeignetes für Bienen gibt, sollte es doch möglich sein, den Bienen etwas unter zu schieben, das sie als das Beste erkennen würden. Bei Seeley hat sich das ja als nicht so einfach dargestellt.

Wie aus dem Anhang des Melifera links von Christine, dem Gespräch mit Dr. Ritter hervor geht, scheint das Problem der hierzu nicht eindeutigen BienSeuchV zu sein. Er sagt ja selbst, das er wieder Vorträge bei Amtstierärzten hält, und ihnen das (seine Ansicht) nahe bringen will.
Ich meine inzwischen, bis zu einer Auslegung durch Richter, ist die Grenze zwischen erlaubt und verboten nicht ganz klar.

Die BienSeuchV verlangt - ohne vorherigen Ausbruch, oder Verdacht - wegen zwei möglichen Seuchen den bienendichten Verschluß von "nicht besetzten" bzw. "unbewohnten" Bienenwohnungen (§6 BienSeuchV, wg. Amerikanischer Faulbrut), (§16 BienSeuchV, wg Kleinem Beutenkäfer)
Das ist erst mal sau blöd für Schwarmlockeinrichtungen.

Die BienSeuchV verwendet den Begriff "Bienenwohnung" sehr oft, definiert ihn aber nicht und grenzt ihn auch nicht ab zu Transportboxen, beispielsweise der Multibox. Dort ist z.B. für Kellerhaft Futter drin, und es soll vor kommen das Bienen darin mit Wabenbau beginnen. Die BienSeuchV definiert allerdings in §1 was ein "Bienenvolk" (Abs. 1) und ein "Bienenstand" (Abs. 2) ist. Aus der Definition von "Bienenvolk" könnte man auf eine Bienenwohnung schließen, das ist dann das wo "Bienen mit ihrer Brut und ihren Waben" (also ein Bienenvolk) leben!
Also, weder Brut noch Waben, dann keine Bienenwohnung. (Sonst wäre ja jeder Leerraum von Gebäuden, etc. der ein Loch hat, oder in den ein Specht ein Loch gehämmert hat, schon eine Bienenwohnung, wenn man für den Begriff auf nur "geeignet" als Bienenwohnung abstellen würde.

Meine Gedanken dazu sind also auch so Laienhaft wie andere Meinungen, und der Melifera-Blog (wo nicht mal der Autor genau hervor geht).
Ich würde vorerst mal meinen, es sollten keine Beuten (Bienenkiste, etc.) also das was üblicher weise auch als Bienenwohnung genutzt wird, verwendet werden, sondern "Transportboxen", welche z.B. für den Transport so geöffnet werden können, das wenigstens unten und oben eine Gitter gegen Verbrausen vorhanden ist. Ich würde die Bienen auch nicht "Umwohnen" sondern nach dem Locken "einlogieren", weil sie davor ja nicht "gewohnt" haben. Gut beschrieben ist bereits, das die Bienen nicht an dort vorhandene Waben gelangen dürfen - die also z.B. oberhalb des oberen Gitters, und unter dem Deckel der zufällig so dicht wie ein Dach sein könnte (ist halt manchmal schwer schlampig zu arbeiten).
Alle 2-3 Tage würde man die Transportkiste kontrollieren und ein eingezogenes Volk in eine Bienenwohnung einlogieren.
Das würde man natürlich vor Brutbeginn machen. Schwärme an sich sind ja hinsichtlich der BienSeuchV unkritisch, da sie keine Brut enthalten und auch ohne Amtstierärztliche Bescheinigung verbracht werden dürfen. Auch stellen sie eine mögliche Sanierungsmaßnahme zur Bekämpfung der AFB dar.

Der Amtstierarzt kann das natürlich ganz anders sehen, weil siehe oben: Bienenwohnung ist nicht definiert.
Bei mir würde es dann noch das problem geben, dass der Borkenkäfer die letzten Sommer unsere Wälder sehr dahin gerafft hat, und der Wald häufig kontrolliert wird...

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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Schlossimker » So 19. Jan 2020, 12:00

Hallo,
eigentlich wollen wir ja nichts anderes, als Buntspechten, Elstern und Turmfalken eine geeignete Nistmöglichkeit bieten. Deshalb malen wir an die linke und rechte Seitenwand so ein Vögelchen, haben vorne im unteren Drittel ein Flugloch, und ärgern uns jedes mal tierisch, wem wir wieder diese vermaledeiten Bienen raus fischen müssen :lol:
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Re: Lockbeute und Schwarmfangkiste

Beitragvon Deichkind » So 10. Mai 2020, 07:15

Tip frisch aus meinem Imkerkurs zum Umgang mit Schwärmen:

Frau Westphal nutzt russische Spröße an ihren Ständen. Bevor sie sie aufhängt, kommen sie 24h in einer Leerzarge auf ein Bienenvolk zum „beduften“. Sie sagt, danach funktionieren sie viel besser.
Volk 2 Schwarm 01.06.19, Brutling 5/20
Volk 3 Schwarm 24.06.2019 Brutling/Flugling 8.5.20
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3, 21.5.20


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