Warré = Schwarmimkerei?

Rund um die Schwarmbetriebsweise im Warré-Bienenstock
Deichkind
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Warré = Schwarmimkerei?

Beitragvon Deichkind » Do 25. Jul 2019, 22:08

Der Betreff sagt es ja schon.
Bedeutet Warré klassisch im Stabilbau, eine Schwarmimkerei zu betreiben?

Lasst ihr schwärmen so oft wie sie wollen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich leerschwärmen?

Oder betreibt ihr Schwarmverhinderung?

Eine Methode ist in Bernhards/Mandys Skript mit dem Zargenableger beschrieben. Wie sind da eure Erfahrungen?

Benutzt ihr andere Methoden? Welche?
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Christine
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Re: Warré = Schwarmimkerei?

Beitragvon Christine » Do 25. Jul 2019, 23:13

Ich werde (wenn ich nächstes Jahr hoffentlich mit Warré beginnen kann) zwar mit einem Vorschwarm beginnen, aber dann keine Weiselzellen brechen, sondern gezielt Völker teilen, zum einen um dem Schwarmtrieb entgegenzuwirken und zum anderen, um "mechanische" Varroabekämpfung zu betreiben. Derzeit plane ich noch, mir eine Stockwaage zuzulegen (weiß noch nicht, ob ich die am Aufstellplatz wirklich anschließen kann), die mir viele Informationen darüber liefert, was im Volk vorgeht.

Sollte ein Volk Nachschwärme abgeben, wird es nicht weitervermehrt. Sowas brauch ich nicht.

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biene0.1
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Re: Warré = Schwarmimkerei?

Beitragvon biene0.1 » Sa 27. Jul 2019, 09:05

Das machen doch alle Völker, düschwärmen dürfen. Sonst müsste doch nur eine Schwarmzelle angesetzt worden sein.
Gibts das?
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

Christine
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Re: Warré = Schwarmimkerei?

Beitragvon Christine » Sa 27. Jul 2019, 09:45

Ich hab Deine Frage nicht ganz verstanden.
Völker vermehren sich natürlicherweise durch Schwärmen, das ist klar. Und ich will keine konventionelle Schwarmverhinderung (jede Woche aufmachen und Schwarmzellen brechen und Drohnenrahmen schneiden etc.) betreiben.

Ich möchte gezielt die (von Bernhard und Mandy auch beschriebene) künstliche Teilung nutzen. Und ich möchte Völker haben, die schwarmträge sind, also mit einer Teilung im Jahr zufrieden. Schwarmteufel (Völker, die sich mit vielen Nachschwärmen totschwärmen) möchte ich nicht weiterzüchten.
Konventionell wird ja nach der Teilung die schönste Weiselzelle stehengelassen und die restlichen gebrochen. Ich weiß nicht, ob ich das machen werde, denn die Bienen wissen besser, in welcher Zelle die beste Weisel heranwächst. Die sollte dann aber die anderen plattmachen, so dass es keine weiteren Schwärme gibt.

Kann aber auch sein, dass ich feststellen muss, dass das nicht so klappt und ich doch selektierend eingreifen muss. Mal sehen.

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biene0.1
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Re: Warré = Schwarmimkerei?

Beitragvon biene0.1 » Sa 27. Jul 2019, 23:16

Ich habe das Teilen so verstanden, dass da noch keine Schwarmzellen angelegt sind.
Also im weisellosen Teil erst Weiselzellen angelegt werden müssen.
So habe ich das auch praktiziert. Ich kann auch völlig daneben liegen.
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
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