Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Alle im Frühjahr anfallenden Arbeiten, z.B. Erweiterung, Einschätzung der Volksstärke
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Rumpel
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Fr 24. Apr 2015, 12:19

Ist jetzt auch egal, auch wenn es Haue gibt.
Wenn warme Luft nach oben steigt, denn ist die da wo die Bienen nach aufsetzen bauen sollen.
Die sollen ja Wachs Schwitzen und nicht Wachs frieren.
Setzt man wie zB. Warre oder auch bei Kuntzsch oder Christ usw. unter, drückt die Wärmeblase auch nach unten, und da wo die Bienen sich befinden wird auch reguliert, und wenns mal richtig Cold wird dann wird der Hintern ins Flugloch gepresst.
Die Nummer geht eben bei Gitterboden nicht so gut.
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Fr 24. Apr 2015, 12:40

Friedrich hat geschrieben:...wir sollten endlich begreifen, welche Rolle wir in diesem System einnehmen sollten


Ja, die Rolle als Bien! Wir müssen wieder lernen, daß wir mit der Landschaft verbunden sind, in der wir leben. Verbunden bis in die letzte Faser unseres Seins.

Und nichts anderes lehren die Bienen uns. Wenn wir zuhören.

PS: Menschen sind viel älter als gedacht. Die aktuellen archäologischen Funde zeigen das. Und mit Verbindung meine ich keinen Knotenpunkt irgendwo in der Vergangenheit, sondern ein Zusammensein, ein Zusammenleben seit Urzeiten. Ohne den Menschen gäbe es die Biene heute auch nicht mehr und vice versa. Sic!
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Fr 24. Apr 2015, 13:07

Ja ja, und denn kommt der Wille, Video meliora proboque, deteriora sequor
Es iss ja auch nicht immer ganz leicht. :D
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Fr 24. Apr 2015, 13:32

Kap Horn hat geschrieben:Tja Wonderfool, da siehst Du mal wohin Deine recht einfache Frage in diesem Forum fuehren kann!...


Und das ist auch gut so. ;)

Kap Horn hat geschrieben:Geräubert hat man der Biene Honig ...Genau so wie man anderen Lebewesen der Gar ausgemacht hat um den Bauch zu fuellen...


Tja - sterben will keiner mehr heutzutage und töten erst recht nicht mehr! Dabei ist es die höchste Aufgabe im Leben, das Leben zu erhalten. Und das Leben weiterzugeben. Zu nehmen, zu wahren und weiterzugeben. Alle wollen heute nur noch unsterblich sein und nicht mehr töten. Die Folge ist, daß das Leben an sich kümmert und siecht!

Kap Horn hat geschrieben:Aber das ist was ganz was anderes und hat nichts mit dem Thema oder der Frage Wonderfools zu tun...


Du hast doch damit angefangen (und das ist gut so), nach dem Motto: wir sind alles elende Honigräuber und mißbrauchen die Bienen durch Aufsetzen und so! Dabei ist es nur eine Frage der Bienenbiologie gewesen! Im ersten Besiedelungsjahr wird das Brutnest aufgebaut. In den nächsten Jahren wird Honig gesammelt, nichts anderes macht ein Bien. (Und Vermehrung.)

Ob das Untersetzen biologisch genau so "natürlich" ist, wage ich zu bezweifeln. Wo in der Natur wird der Baumhöhle unten ein Stück angesetzt?! Ist doch genauso widersinnig. Und dem Gehirne der Menschen entsprungen.

Wenn man echter Bienenhippie werden will, so mit gar nichts tun und so, dann sollte man eine Klotzbeute als Zuhause für die Bienen wählen. Die Bienen werden es dem Bienenhalter aber auch in der Klotzbeute übel nehmen, wenn der Mensch sich nicht um ihn kümmert! Und das zeigen ganz viele Auswilderungsprojekte in Klotzbeuten, die ich kenne.

Nein nein, Bien und Mensch sind ein und das Gleiche.
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Fr 24. Apr 2015, 13:45

Ob das Untersetzen biologisch genau so "natürlich" ist, wage ich zu bezweifeln.

Zu recht da es eben bis auf einige Natürlichen Ereignisse ( Bär oder Blitzschlag, Sturm )
nicht vorkommt.
Nur des kann die Biene eben kompensieren als Notprogramm, die sind jut sehr jut.
Ich hab gegen untersetzen nichts und gegen aufsetzen auch nicht, wärmetechnisch sollte man das mit der Physik nochmal überdenken. :)
LG. Jörn
Unsterblich sein und nicht mehr töten. Die Folge ist, daß das Leben an sich kümmert und siecht!

Doch ich in 8 Stunden meine nicht besten aber vom Aussterben bedrohten Hühner gekillt (7)
Jetzt sind wa Feinde und ich bleibe Sieger, Peng und Puff Ende im Gelände.
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Friedrich » Fr 24. Apr 2015, 15:35

Das ist biologisch doch ganz einfach. Das Honigdepot legen die Bienen, schon wegen der Wärme und der damit gewärleisteten Verfügbarkeit gerne oben an, folglich müssen sie Ihr Brutnest nach unten erweitern, wenn sie dies im Sinn haben.
Wir Menschen machen uns das zu nutze, je nachdem welches biologische oder auch merkantile Ziel wir verfolgen, machen wir genau dies !
Damit ist eigentlich alles klar und jede denkbare Betriebsweise offenbart ihre eigentlichen Ziele !
Beste Grüße an die Disputanten
Friedrich

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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Fr 24. Apr 2015, 15:47

Das Honigdepot legen die Bienen, schon wegen der Wärme und der damit gewärleisteten Verfügbarkeit gerne oben an,

Oder wenn der Baum umgefallen ist hinten, etwas weiter vom Eingang weg. :)
Ist doch alles gar nicht so neu, ich bin ein Forumstroll glaub ich langsam. :o
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Fr 24. Apr 2015, 16:20

Schiete ich wurde weggezappt.
Die Nummer TBH funzt nur in Afrika ist auch immer ein Lacher bei mir wert.
Ich traue Bienen was zu, und manchen Menschen auch, nur das es immer schlechter wird, liegt dann bei jedem selbst.
Holldrio ich gehe jetzt zur Fox bekämpfung. 8-)
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Fr 24. Apr 2015, 16:43

Friedrich hat geschrieben:... müssen sie Ihr Brutnest nach unten erweitern, wenn sie dies im Sinn haben.


Ja, wenn die Bienen denn das überhaupt im Sinn hätten.

Die Vorstellung, daß die Bienen "ihr Brutnest erweitern wollen", ist die bienen-unbiologischste Vorstellung, die der Mensch sich je erdacht hat!

Früher hat man das Brutnest stets erweitern wollen, damit mehr Bienen entstehen und mehr Honig gesammelt wird. Hier offenbart sich die fiese Absicht Honig zu ernten viel eher. Warum sollten die Bienen ihr Brutnest erweitern, wenn sie das Brutnest in perfekter Form und Funktion bereits im Vorjahr errichtet haben?

Was für Gründe gibt es, ein Brutnest zu erweitern? Die Bienenkönigin kann nur ein bestimmtes Pensum an Eiern legen in einem bestimmten Zeitraum. Deswegen ist die Größe des Brutnestes von Anfang an an ihr Potential des Eierlegens gekoppelt und determiniert. Warum sollte man das Brutnest dann vergrößern, sobald es fertiggestellt wurde?!

Weil der Honig reinfließt?!

Ja genau! Weil Honig reinkommt und der Lagerraum dafür fehlt. Da ist es natürlich sinnvoll, den Brutraum zum Lagerraum umzufunktionieren und den Brutraum nochmal von neu aufbauen zu lassen.

Hätte die Höhle ein fixes Volumen, wie eine Klotzbeute aus einem Stück, würde das Nest sich nicht mehr verändern, wenn es denn dann fertiggestellt wurde. So ist es. Siehe bei Nicol Jacobi: fünf Jahre haben sie gewartet, bis die Klotzbeute ausgebaut wurde und das Bienenvolk sich etabliert hat. Erst dann haben sie geerntet.
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Friedrich » Fr 24. Apr 2015, 18:53

fünf Jahre haben sie gewartet, bis die Klotzbeute ausgebaut wurde und das Bienenvolk sich etabliert hat

Die Klotzbeute von Nicol Jakobi überzeugt mich sehr !
Das bedeutet aber auch, das das Volk erst nach ca. 5 Jahren seine maximal mögliche Größe erreicht hatte, der Klotz war voll, ein Wachsen nicht mehr möglich . Heute ernten wir am liebsten noch im selben Jahr nach einem eingeschlagenen Schwarm, falls er denn groß genug war. Aber ein Schwarm ist wohl nicht mehr als das halbe Volk, ein normales Aufwachsen also durchaus im Interesse der Bienenpopulation. In der Natur gibt es sicher ein Optimum für die Größe des Biens. Allein die Kapazität der Waisel, Brut zu erzeugen, und die Beschaffenheit und Größe der Unterkunft ( Temperierbarkeit + Feuchteregulation ) dürfte dies bestimmen. Wobei in der Natur immer noch ein großer Spielraum nach oben und unten zu berücksichtigen ist. Natürliche Optima sind nie punktgenau. Bei der relativ kleinen Warré-Beute sehe ich da aber kein Problem.
Ich glaube, man könnte eine Beute selbst bei optimalen Bedingungen so groß machen wie man will, was ja schon wegen der physikalischen Bedingungen schlecht geht, aber der Bien würde sein Optimum nicht wesentlich überschreiten, ohne Schaden zu nehmen. Trotzdem gilt: jede Betriebsweise offenbart ihre eigentlichen Ziele !
Beste Grüße
Friedrich


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