Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Alle im Frühjahr anfallenden Arbeiten, z.B. Erweiterung, Einschätzung der Volksstärke
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Mi 22. Apr 2015, 12:42

Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Mi 22. Apr 2015, 22:31

So so, physikalischer Blödsinn. :roll:

Wenig Bienen in viel Raum, das ist kein gutes Rezept - aber das wirst Du ja noch sehen. Beziehungsweise deine Bienen.
Cogito ergo summ.
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Do 23. Apr 2015, 09:09

Klar wird das schon werden, ich habe da Vertrauen in Dich. Aber deine Beobachtungen sind noch zu ungenau und außerdem ziemlich ideologisch gefärbt. :mrgreen: Als wenn Bienen sich beim Bauen "Hindernisse" in den Weg stellen lassen. :lol: Das hast Du definitiv irgendwo aufgeschnappt und deine Beobachtungen dadurch färben lassen. Der Gegenbeweis kann leicht erbracht werden: stelle mal beliebige Gegenstände in eine leere Zarge über das bestehende Volk und dann warte mal das Jahr ab. Kann ein Eimer sein, ein Gartenzwerg, ein ganzer Wald von Oberträgern - egal. Nach einem Jahr wirst Du deine Hypothese zu irgendwelchen Hindernissen wohl überdenken müssen.

Ich stehe mit der Beobachtung nicht alleine da, daß einem gerade neu gestarteten Volk ein zugeschnittener, kleinerer Raum sehr gut bekommt und ein zu großer Raum schlecht bekommt. Kannst Du glauben oder nicht, irgendwann wirst Du das auch feststellen. Spätestens wenn die ersten Wachsmottenlarven Dir entgegenfallen oder die Windel voller Wachsmottenkrümel ist. Und was das mit Wärme zu tun hat, wirst Du auch noch sehen, wenn die Varroapopulation in deinen Völkern explodiert.
Cogito ergo summ.
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Do 23. Apr 2015, 10:22

He he, da bin ich bestimmt keine Ausnahme. Deswegen warne ich ja so davor. Ich weiß, wie blöd die Auswirkungen sind. :)

Trotzdem erde ich mich über die Bienen und das ist Voraussetzung, um wirklich zu lernen. :idea:
Cogito ergo summ.
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon wonderfool » Do 23. Apr 2015, 10:28

Es bleibt interessant für mich :-)

Gibt es eigentlich ein eindeutiges Zeichen für den richtigen Zeitraum die nächste Zarge unterzusetzen? Nehme mal an, eine Warré Zarge baut ein voll im Saft stehender Naturschwarm rucki zucki aus, oder?

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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Do 23. Apr 2015, 11:38

Im ersten Jahr muss sich alles reiben, schön in Wachs und Wärme, immer wie ein Teekessel.
Schön alles zusammen geknepert, eng sonst passiert auch mal eine Brutkrankheit, am besten eine Lufttemp. von 35 Grad am Fugloch.
Ich wohne ziemlich kühl, :D und weiss die kleinen Zargen von der Alpinbeute zu schätzen.
Wenn mal Schiete Jahre und die Hütte ist zu gross, dann freut sich die Varroa, da hat der Bernhard einfach recht.
Mit der Leerzarge in der Brutfreien Zeit ist Top!
Ich hab sie am liebsten wenn sie immer wie kurz vom abheben sind, es muss alles wuseln und brodeln wie im Meteimer. :lol:
So nu hamm wa noch wat aus Deutsch- Sibierien, heute früh 0 Grad.
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon Rumpel » Do 23. Apr 2015, 12:05

Das ist die Schnittstelle Imkern oder Bienenhotel.
Wenn man Schwärmen lassen will ist doch untersetzen OK.
Nur irgendwann kämpfen die Schwärme in der freien Wildbahn um das Nackte Leben, ein Anblick den man aushalten sollte, ist dann Stress.
LG. Jörn
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Do 23. Apr 2015, 12:12

Und schon geht es weiter mit der nächsten Kopfgeburt. :lol:

Nur weil die Bienen den Honig gerne oben einlagern, bedeutet daß nicht gleich (negativen) Streß. Vielmehr wird die Zufriedenheit der Bienen merklich gesteigert, wenn das Brutnest nicht im Nektar erstickt (Achtung, Dramaturgie) und viele kleine Babys (Achtung, Verniedlichung) da sind, um die sie sich sooooo gerne kümmern. Sie lieben es, wenn das Brutnest nach junger Brut, nach frischem Wachs und nach Nektar riecht. Du merkst es bei der Arbeit an den Bienen, sie sind viel zufriedener, freundlicher, rundum glücklich, wenn sie all das dürfen: Brut pflegen, frisches Wachs schwitzen und Nektar zu Honig verarbeiten. Wie schön kann diese Welt doch sein!

Und ein Freund von mir, der Drohn, der sagt immer, die Bienen schwärmen, wenn sie unzufrieden sind, weil der Imker die Hütte nicht in Ordnung gehalten hat. (Sinngemäß.) Wenn das Brutnest erstickt, keuch keuch, hust hust, der Bien keine Luft mehr kriegt (*schluck*) und keine Babies mehr pflegen kann, der Königinnenduft nachläßt durch die eingeschränkte Bruttätigkeit, wenn der Bau nach altem Wachse riecht und wenn die Bienen letztlich durch den vielen Nektar und damit durch die überschüssige Feuchte in der Stockluft geradezu nach draußen getrieben werden!

Du merkst es: erst weichen sie runter von den Waben aus, rauf auf die Wände der Beute. Die Bienen sitzen dann immer mehr an den Innenwänden der Beute. Sie sammeln sich unter dem Wabenbau im hohen Boden. Sie wollen nur weg von dem Mief. Schließlich schwärmen sie.

Und das Leben kann den Bienen erleichtert werden, geradezu angenehm gemacht werden, durch das bienengerechte Erweitern. Im ersten Jahr - Schritt für Schritt, Zarge für Zarge - dem Bien angepaßt nach unten erweitern, bis die Größe des Brutnestes erreicht ist = zwei Warrézargen hoch! (oder eine Dadant-Brutzarge). Im zweiten Jahr, wenn das Brutnest schon steht(!), also voll funktionstüchtig ist!, erst dann wird nach oben erweitert und so Platz geschaffen für den vielen Nektar, der mit den Sammlerinnen in die Beute strömt. Lagerräume brauchen sie jetzt und das soll ihnen gegeben werden.

Freundliche Grüße

Bernhard
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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Do 23. Apr 2015, 12:23

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Re: Unter oder Aufsetzen: Die Sache mit den Erweiterungen

Beitragvon zaunreiter » Do 23. Apr 2015, 13:36

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